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Aus meinem Leben
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    Seit Wochen, besser seit Monaten schon laufen die Vorbereitungen zur großen Russland-Reise. Im Winter gab es für den Heck- und Schlafraum einen neuen Korkbelag. Nach sieben Jahren und 150.000 Kilometern im kleinen Auto hatten Feuchtigkeit und Beanspruchung die Wandbespannung aufgebläht und aufgebeult. Es gab einen neuen Radträger,  die Gasprüfung nach der kurzen Deutschlandfahrt von etwa acht Wochen, einen anderen Reiserechner, für das Fahrrad Schlauch, Mantel und Bremsen, es gab viel zu tun.

    Fritz hat dem Iwan zehn Äpfel gestohlen, Iwan dem Fritz aber nur vier Äpfel. Nun kommt ein Aufrechner und sagt: "Nicht nur Fritz ist ein Dieb, sondern auch Iwan. Man müßte eigentlich von den zehn Äpfeln, die Fritz gestohlen hat, die vier von Iwan gestohlenen abziehen. Als Fazit hätte Fritz dann nur sechs Äpfel gestohlen."
    "Halt", antwortet darauf ein Moralist, "diese Rechenoperation ist ja darauf angelegt, die Schuld von Fritz zu vermindern. Angesichts der Größe des Fritschen Verbrechens darf jedoch nicht Schuld gegen Schuld aufgerechnet werden. Jede Erwähnung der vier Äpfel, die Iwan gestohlen hat, muß als Versuch gewertet werden, den Fritz reinzuwaschen."
    ....
    "Das Verbrechen des Fritz ist unendlich groß. Von einer unendlichen Größe kann man aber jeden beliebigen Betrag abziehen, und sie bleibt doch unendlich. Daher wird die Schuld des Iwan tatsächlich durch Verschweigen getilgt, Während die Schuld Fritzens für alle Zeiten vollständig erhalten bleibt."
    Rolf Peter Sieferle FINIS GERMANIA
    Diese Gedanken begleiten mich beim Besuch der Gedenkstätte Bautzen wie beim Panorama der Schlacht von Raclawice in Breslau. Diese Gedanken begleiten mich ebenso beim Anblick der T-34-Panzer, die als Dokumente auf Ewigkeit den siegreichen Vormarsch der Russen nach Westen als Ausstellungsstücke markieren.

    München Karlsplatz am 30. Juni: In den wenigen Tagen daheim gab es für mich viel zu tun.

    Die endlose Packerei zog sich eine Woche lang hin. Kleider, Jacken, Hosen, Strümpfe, Schuhe, Handtücher, Hemden, Unterhosen, Bettbezug, Kissen, Bettzeug, Topflappen müssen wir in Schränken und im Heckraum verstauen. Bis Samstag abend arbeitet meine Frau als Gärtnerin, bringt biologisch angebautes Gemüse mit, Salat, Kohlrabi, Rettich. Danach braucht sie Ruhe und Schlaf vor dem ersten Reisetag.

    Etwa drei Zehnliter-Kanister schluckt die Wasseranlage, die Toilette und Waschwasser versorgt. Dazu kommen 10 Literflaschen mit Münchener Wasser für Tee, Kaffee, 10 Liter Sprudel und ein Bierkasten für 10 Flaschen. Schon 24 Stunden vor der Reise kämpft der Gaskühlschrank gegen die Sonnenhitze auf dem Autodach und gegen 30 Grad Celsius im Auto. Sojawürste, Käse, Sojasauce, Milch, Gurken-, Sellerie-, Marmeladengläser, Butter, Salat, Gurken, Mohrrüben, Sambal, Senf, Meerrettich, Schokolade landen im Wohnmobil.


    Die erste Etappe über Nürnberg führt uns zu meinen lieben Freund Timo. Wir speisen in Kalchreuth, wo die Menschen  Kirchkirschweih feiern. In freien Ecken und Parkbuchten verkaufen Menschen Kirschen. Kalchreuth ist zugeparkt. Doch wir finden in einem einfachen Landgasthof Parkplätze für unsere Autos. Es ist ein Gasthof mit angeschlossener Metzgerei. Für 8,50 Euro verspeisen hungrige Gäste Handteller große Schnitzellappen mit Kartoffeln und Salat. Wir futtern als Vegetarier Sauerkraut mit zwei dicken, weichen und pampigen Klößen - mittelmäßig lecker.


    Meiner Frau hängt ihre Arbeit noch in den Knochen. Sie braucht Mittagsschlaf. Wir steuern nach dem Essen den nächsten Parkplatz an. Sie schläft sofort ein, ohne dass sie der Straßenlärm stört. Es fehlen noch 30 Kilometer bis zum ersten Ziel, ihr heimisches Bamberg. Nach der Mittagsruhe versorgt uns die Bordküche mit Tee und Kaffee, passend zum letzten Stück Hofpfister Früchtekuchen. Eine Brise kühlt den Wohnraum durch geöffnete Dachluken und Fenster. Zum Glück schieben sich immer wieder Wolken vor die Höllensonne. Trotz Wolken und kühlender Brise steigt das Thermometer auf 27 Grad Celsius. Doch die ersten 250 Kilometer, etwa 10 Prozent der Reise bis St. Petersburg sind in Bamberg abgespult.


    Die spät untergehende Julisonne schickt ihre letzten Strahlen auf den Kirchturm in Bamberg.

    In unserer ersten Nacht verwöhnt uns der Stellplatz am Heinrichsdamm in Bamberg mit guter WiFi-Verbindung, allerdings nicht so gut, dass die Daten der Tagesschau störungsfrei über den Bildschirm fließen. Wolken schicken ein paar Tropfen auf das durstige Grün. Damit entfällt das Bad in der Regnitz. Die träg zäh fließende, braune Brühe ist ohnehin nicht einladend. Wir leisten uns einen Stadtbummel.

    Dieser Spruch wirbt im Schlenkerla Bamberg dafür, dass sich rasend rennende Robotics bei braunem Bier mit Braten im Garten erholen von Stress, Streit, Hast und Hetze. Denn erst im Garten wird der Mensch zum Menschen, kämpft gegen Schnecken, Blattläuse und Unkraut, sitzt danach, ruht satt im Saft, sieht Salat, Stangenbohnen, Rosen und Obstbäumen wachsen. Der Mensch gedeiht mit seinen Pflanzen und zieht sich im Herbst und Winter in seine Stube am Ofen in den Ohrensessel vor dem Fernseher zurück. Eis und Schnee setzen seinen Gartenzwergen eine Mütze auf, die Hollywoodschaukel rostet in ihren Federn wie der Geist des Gartenfreundes in seinem Refugium. Doch wenn im Frühling die Pflanzen wieder sprießen, dann wuchert der Gartenfreund mit seinem Grün.

    Zwerge in Breslau, heute Wroclaw, sollen Glück bringen. Ebenso bringen Gärten Glück, solange im Garten der Zwerg nicht fehlt, der Gartenzwerg, gerade wie mich Reisen beglückt, wie meine Blog-Bilder berichten.


     Im Bamberger Szenelokal Pelikan treffen wir zu aller Erstaunen Freunde. Bei einer Halben Bier plus Schnitt plaudern wir bis Mitternacht über Gott und das Geld, über Flüchtlinge und Spiritualität. Ein rüstiger Rentner plant die E-Bike Strecke  nach Santiago di Compostella, auch um besseres Karma zur Wiedergeburt zu erstrampeln. "Komm wieder, so oft Du willst!", war mein Abschiedsgruß für solch edles Streben.

    Bamberg - Chemnitz


    Während die Morgensonne wohlige Wärme im Auto verbreitet, machen wir uns nach flüchtigem Frühstück auf die Reise nach Chemnitz. Meine Frau Stephanie pflegt das Grab ihrer Eltern.


    Die Stille auf dem Friedhof unterbrechen Dieselwolken fauchende Transportwagen der Friedhofsgärtner.



    Mein Schwiegervater selig hat vorgesorgt mit seinem Grab. Dort ist Platz für meine Urne, während die Geschwister meiner Frau dankend auf diese Ehre verzichten. Mir passt der Platz, wenn meine Stunde schlägt.


    Die 200 Kilometer nach Chemnitz belastet uns ein bedrückender Stau. Die entgegenkommende Spur war gesperrt und bleibt 12 Stunden lang gesperrt. Ein Reisebus war morgens um 7.00 Uhr in das Stauende auf einen LKW gefahren, stand sofort lichterloh in Flammen. Eine Seniorenreise von Dresden an den Gardasee endete für 18 Alte tödlich, andere kämpfen um ihr Leben. Etwa 100 Einsatzkräfte mühen sich um die Menschen. Ein Hubschrauber steht Hundert Meter über dem Unfallort. Pressefotografen eilen herbei. Ein schreckliches Gefühl.



    Gegen Mittag haben wir es auf das Camp Oberrabenstein bei Chemnitz geschafft. Wir erholen uns in der Freizeitregion Rabenstein, ein äußerst beschaulicher Ruheort in 09117 Chemnitz, auf der Thomas Münzer Höhe 14.


    Der Strom ist angeschlossen, die Sat-Antenne kontaktiert den Satelliten, während meine Frau Salat, Nudeln und Kohlrabi köstlich zubereitet.

    Lustig ist das Camper-Leben...

    Mima kocht: Tsaiziki, Teigtaschen und Salat



    Die Spülküche am  Platz bietet warmes Wasser. Alles ist bestens, ruhig und erholsam. Ein FKK-Strand am Stausee, die Burg Rabenstein und ein Fahrradweg ins 10 Kilometer entfernte Chemnitz machen unser Glück komplett.


    Invasoren fluten Italien in grenzenlos gesichterte Sozialnetze




    Fantastische und umfangreiche Analyse, Lagebeschreibung einer Situation in sich zuspitzender Aussichtslosigkeit. Erst wer Folgen dieser unhaltbaren Politik und Ideologie leidvoll bei Eingriffen an Hab und Gut, noch schmerzhafter bei Angriffen auf Leib und Leben spürt, zu spüren bekommt, der besinnt sich eines Besseren. Zuvor können sich Schriftgelehrte wie der Autor Harmut Pilch die Finger wund schreiben, Agitatoren eine verschwindende Anzahl von Menschen die me
    hr oder minder schon bewussten Fakten links und rechts um die Ohren hauen, die medial-klerikal-wirtschaftliche zementierte Massenmeinung ändert weder feurige Worte noch die schönsten Schriften, nicht einmal Balkengrafiken mit offenkundigem Nachweis desaströser Zahlen und Folgen, nichts, nichts, nichts ändert sich. Es muss erst alles viel, viel schlimmer kommen, wie es schon oft genug zum schlimmsten kam - zu blutigen Angriffen .....
    Und es kommt schlimmer!


    Was kümmern uns flutende Subsahrianer, die mit matten Augen morgens vor der Friedhofsmauer in der Sonne dösen, an ihrer Bierflasche nuckeln, während wir von Schloß zu Schloß, von Attraktion zu Attraktion taumeln, oder während Gartenfreunde ihr Grün pflegen? Uns kümmert nichts mehr als unsere spießige Behaglichkeit. Den Rest regelt die Merkelmania in Germania.


    Wir bewundern die 120 Jahre alte Eisenbahnbrücke in Chemnitz Rabenstein, welche uns als Fußgänger über die romantische, renovierte Welt blicken lässt.




    Denn dann nehmen wir nach diesem schönen Morgenspaziergang wieder die Autobahn unter die Räder und rollen etwa 120 Kilometer zum nächsten Sieg spießigen Wohlbefindens nach Bautzen. In Burk genießen wir an der Talsperre im braunen Wasser der aufgestauten Spree Bad und Mittagsruhe, bis wir im ersten Stadtbummel die Schönheiten Bautzens bewundern dürfen.

    Bautzen




    Die lieben Kinderchen sollen sich von klein auf an die bunte Welt der Geistesgrößen gewöhnen, deren Augen überall wachen und lauern.


    Die Guten quartieren die Bösen in der JVA Bautzen ein, die auf traditionelle Sinnsprüche wie von Mao zurückblickt: "Strafe Einzelne, erziehe viele."



    Dass nach der Gründung der DDR der mit bleichen Klinkern verkleidete Bau als "Gelbes Elend" etwa 6000 Gefangene oft bis zum Tod schindete, verschaffte den Toten des Speziallagers die Totenruhe in Massengräbern auf dem "Karnickelberg". Heute erinnern dort Kreuze, Gedenksteine und eine Knochenkapelle an das Grauen. 



    Bautzen hat sich mittlerweile als größtenteils luxuriös saniertes Oststädtchen, grenznah zu Polen und der Tschechei, als schmuckes Netz herausgeputzt.



    Im Spreebogen erinnert eine ruinierte Kirche wie in der Straße zur Oberstadt einige zerfallende Häuser an die Not vor dem Anschluß und Eingemeindung der Dunkelländer in den Leuchtreklamen strahlenden Westkapitalismus unter Schutz, Weisung, Leitung der USA.




    An der Kopfsteinpflasterstraße zur Oberstadt will kaum einer mehr die bröckelnen Bauten bewohnen. Es gibt ja Platz satt im Land der grünen Fluren, Wälder, der fruchtbaren Äcker, Felder und Gärten. Da zieht es Bauherrn nach gehobener Wohnkultur mit ruhigeren Gärten.


    Den schiefen Turm von Bautzen haben Betoninjektionen daran gehindert, sich weiter zu neigen. Das Stadtbild bleibt gefällig, Die Dächer sind neu gedeckt.



    Rathaus und Dom erstrahlen in pompöser Macht und Pracht. Kaffee- wie Gasthäuser am Marktplatz verlangen gesalzene Preise in bester Stadtlage.


    Der Aufstieg auf den schiefen Turm über enge Wendeltreppen an eisernem Handlauf kostet 2,50 Euro. Dafür blickt man weit über das Land an Kraftwerke mit klingenden Namen wie "Schwarze Pumpe".


    Die Kühlung der Wärmetauschertürme garantiert in dürren Sommern die Bautzener Talsperre bei Burk, wo unsere Wohnung hinrollte und Quartier nahm mit Blick über das grüne Land und das Wasser.


    Gegenüber Dortmund, Duisburg oder Gelsenkirchen fühlt man sich in Bautzen wie auf einer Insel der Seligen. Jede Zinne frisch gestrichen, jeder Dachziegel neu verlegt und auf dem Pflaster in der Fußgängerzone verweisen in Bronze eingelegte Schriften auf Sehenwürdigkeiten der Stadt.


    Durch gewaltige Fensterfluchten leuchtet die Sonne in den Dom, in dem mehrere Orgeln für guten Sound sorgen.



    Sex und Crime, Sterben und Gebären - sind Themen, die zeitlos die Besucher begeistern.



    Nach unserem ersten Stadtbummel durch Bautzen führt uns der lauschige Spreeradweg unter der Autobahn durch den Wald zu unserem Domizil an der Talsperre zurück.



    Nach erfrischendem Bad im See stärkt uns Mima Abendessen, eine schöpferische Erstkreation: Gebratener Rettich mit schmelzendem Käse.


    Nach fröhlichen Kinderspäßen am Spielplatz beim Licht der untergehenden Sonne ist München schon bald völlig vergessen, zumindest weit in den Hintergrund gerückt.


    Bautzen - das Gelbe Elend

    Die Gedenkstätte Bautzen erinnert wie die Gedenkkapelle am Karnickelberg an die Grauen des Speziallagers. In diesem Sonderobjekt tobte sich der Kontrollzwang des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) aus. "Staatsfeinde, Republikflüchtlinge", Fluchthelfer und Spione vegetierten in der Sonderhaftanstalt unter inhumanen Bedingungen.


    Bautzen ergab sich nach erbittertem Kampf erst am 6. Mai 1945, zwei Tage vor der Kapitulation, den Sowjetsoldaten. 20.000 Zivilisten und 13.000 Soldaten kamen in den letzten Kriegskämpfen ums Leben. Der Befreiung vom Faschismus folgte für Tausende eine als Diktatur stalinistischer Prägung. Die Gedenkstätte Bautzen erzählt diese Geschichte.

    Einige erlebten im Gefangentransporter nach Bautzen ihre letzte Fahrt. Wer die Tortur überlebte, kam oft erst nach Jahren wieder in Freiheit.

    Bildtafeln im Eingangsbereich informieren über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte des staatlichen Terrors.



    Rechts war das Hochsicherheitssondergefängnis, im linken Gebäude arbeiteten die Beamten des MfS. Das Rohr über dem Tor führte die Leitungen, welche die Gespräche der Gefangenen untereinander oder mit Besuchern belauschten.


    In diesem Aufgang wurden Gefangene zu nächtlicher Stunde in die Verhörzimmer der Stasi getrieben.


    Im Isolationstrakt mussten einige Jahre ihres Lebens in solchen Einzelzellen verbringen.


    Nach Filmen, nach Originalportokollen von Vernehmungen, belauschten Gesprächen kann der Besucher die Qual, Not, das Grauen in dieser Foltereinrichtungen nachempfinden.


    Ein letzter Blick auf einen Bautzener Plattenbau, vor dem kaum Autos parken, dafür aber erkennbar Flüchtlinge aus dem Orient und aus Afrika ein- und ausgehen, verlassen wir den Platz an der Talsperre Bautzen in Bürk und nehmen die nächste 200 Kilometeretappe in Angriff.

    Breslau, heute Wroclaw

    Es folgt eine Sinfonie aus bunten Bildern. Das Abendlicht in der Stadt hat mich begeistert. Der Ausflug am anderen Tag strengte an, doch die Anstrengung lohnte sich. In und vor den riesigen Backsteinkirchen:




    Sommerabend an der Oder



    Große Marktplätze inmitten der historischen Altstadt




    Rathaus mit Springbrunnen


    Reichhaltige Gastronomie rund um die großen Plätze


    Anderntags steht mir der Aufstieg auf den Kirchtumr zur "Büßerinnen-Brücke" bevor.


    Als Ziergarten lassen sich alte Autos auch verwenden.


    Letztes Abendsonne vor der Heimfahrt mit der Straßenbahn zum Camp 126 in Wroclaw.



    Der neue Tag bringt neues Glück. Jetzt sind uns die Straßenbahnen und die Ticketautomaten schon vertraut.



    Vor dem Aufstieg auf die Büßerinnen-Brücke der Kathedrale stärkt mich die Stille in der Sonnen durchfluteten Hallenkirche.



    Zwischen den beiden Türmen spannt sich in schwindelnder Höhe dei Brück.


    Ein ruhiges Restaurant an der Oder bewirtet uns zu Mittag.


    Die älteste Brücke auf die Oderinsel ist mit Tonnen von Schlössern behängt.




    Das Panorama-Rundbild der Schlacht von Raclawice ist die größte Sehenwürdigkeit der Stadt. Wiki schreibt dazu:



    Das Panorama von Racławice (poln. Panorama Racławicka) befindet sich als einziges polnisches Kunstwerk seiner Art in Breslau und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Es ist 15 m × 114 m = 1710 m² groß. Das Panoramabild zeigt den Sieg der polnischen Armee über die russische 1794 in der Schlacht bei Racławice unter Führung des polnischen Generals Tadeusz Kościuszko.



    Wo nun schon der Papst Johannes Paul II das immense Schlachtengemälde besucht hat, dürfen wir uns die Attraktion nicht entgehen lassen. Dies bringt allerdings auch ins Bewusstsein, dass Polen nach drei Teilungen für über 120 Jahre als Staat nicht mehr existierte. Wieder Wiki
    Mit Teilungen Polens werden in erster Linie die Teilungen des Doppelstaates Polen-Litauen Ende des 18. Jahrhunderts bezeichnet. In den Jahren 1772, 1793 und 1795 teilten die Nachbarmächte Russland, Preußen und Österreich den Unionsstaat schrittweise unter sich auf, so dass auf der Karte Europas bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918 für über 120 Jahre kein eigenständiger polnischer Staat mehr existierte.

    Für manche sieht es so aus, als sei der Volk der Germanen für alle Zeit verflucht und somit seinem Untergang für immer geweiht durch die unaustilgbare Schuld an einem Volk, welches wohl als das Auserwählte gilt.

    Росси́я , счастли́вого пути́!

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    Die Planung ändert sich. Wir wollen rasch Richtung Nordost ans Meer. Von Breslau zum Meerescamp bei Narva sind es noch 1500 Kilometer.Von Wroclaw nach Warschau schaffen wir an einem Tag. Fernsehen und Internet liefern den Hamburger Horror nach Warschau.  Germania, mir graust vor Dir!





    "Dieses Deutschland erscheint heute wie ein riesiges Irrenhaus, dessen Anstaltsleitung selbst den Verstand verloren hat." / Netzfund

    Abendspaziergang in Wroclaw - alles stimmt friedlich, fröhlich und ruhig.




    Wroclaw - Warschau: Die Fahrt zieht sich von 9.00 bis 17.00 hin. Statt 360 Kilometer mussten wir 420 Kilometer durch Wroclaw wie Warschau irren. Aus Wroclaw fanden wir schwer hinaus. Dann ging es sehr gut auf einer neuen Autobahn weiter, deren Zahlstellen noch nicht installiert waren. In Warschau wühlen wir uns eine Stunde durch den Stadtstau über dei Weichsel. Doch das Camp WOK war ausverkauft und schickte uns 17 Kilometer zurück durch den Stadtstau wieder nach Westen.



    Meine elf Jahre jüngere Frau schaukelt mich auf der Autobahn von Richtung Warschau, derweil die auf offenem Feuer gebratene Forelle vom reichhaltigen Mittagsmahl an einfacher Rast an der Bahn verdaut wird beim geruhsamen Schlaf im Beifahrersessel.

    Drei Kilometer abseits der Autobahn Wroclaw - Warschau speisen wir einfach, aber köstlich an dieser romantischen Raststätte, vollkommen aus Baumstämmen aufgebaut, deren Ritzen Taue dichten.


    Das Camp in Warschau ist gut gefüllt. Das französische Rentnerpaar radelt über Frankreich, Dänemark, Polen jetzt Richtung Heimat.



    Meine Nacht im Warschauer Camp endet um 3.00 Uhr. Die Bilder aus Hamburg lassen mich nicht los. Ein Alptraum weckt mich, in Hamburg einen ruhigen Platz für unsere rollende Hütte zu suchen. Doch es findet sich nichts.


    Twitter- und Pressenachrichten zeigen an, wovor Dr. Ude Ulfkotte schon vor Jahren warnte. Man google nach seinem Werk "Krieg in unseren Städten".



    Der nächtliche Blick durch die Presselandschaft zeigt, was sich im Land zusammen braut. Die Randale ist vorprogrammiert. Selbst BILD spricht Merkel Schuld zu.

    Stunden später sagt Merkel den Geschädigten Opferhilfe zu.

    Die WELT-Leser dürfen sich empören, bevor ein großer Teil ihrer Leser wiederum bei Merkel CDU oder Seehofer CSU ihr Kreuzchen macht.


    FAZ wie BAYERNKURIER bringen knochentrockene Fakten, bei denen sich mir die Rückenhaare aufstellen.



    Anachische Chaoten zelebrieren Lust auf Randale. Man hört, dass eine Eisenstange einen Polizeihelm zerschmetterte und dem Kopf darunter schwer verletzte. Man hört von 200 verletzten Polizisten, von Demonstranten, die über vier Meter hohe Zäune fliehen, wobei der Zaun unter ihrem Gewicht einstürzt und die Fallenden sich schwer verletzten, man sieht Vermummte, die Autoscheiben einschlagen, Fahrzeuge abbrennen, Läden plündern, Schaufenster einwerfen, gleichgültig ob vom Kiosk, von Banken oder Konsulaten. Man hört vom Einsatz härtester Kampftruppen wie der GSG9 und zusätzlichen österreichischen Einsatzkräften, man hört von Zugweise herangekarrten Gewalttätern aus der Schweiz, aus Italien, von irgendwo.


    Die Propaganda der Parteien kochen auf dem Höllenfeuer ihr Süppchen. Der Wähler will Merkel, jetzt und immerdar.


    RAF-Romanze mit Verbrechern: Man drehe und wende Worte wie Taten:
    Nach AMOK ins  KOMA


    Die Linksleitmedien wie SPIEGEL, Prantelhausener Pestpostille SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schütten mit Grün-Links versiffter Gewaltpropaganda Kübel von Jauche auf verprügelte Polizisten, die für 2000 Euro im Monat ihren Kopf hinhalten für Vorortganoven und Schreibtischtäter.


    Derweil prügelt Maas im Windschatten der Feuer- und Plünderfeiern Netze gegen die Meinungsfreiheit durch. Und manch schafsblöder, blind besoffener Bürger freut sich noch, wenn widrige Meldungen aus seiner Filterblase propagierter Staatslenker und medialer Mietmaulhuren verschwinden.

    Die Hölle von Hamburg schreibt der blind blöde Bürger verirrten Chaoten, Linksaktivisten zu, die er nicht Linksfaschisten, die er nicht als Linkskriminelle Vereingung erkennt, nicht erkennen will, nicht erkennen darf, denn diese Idioten sind nützlich im "Kampf gegen Rechts". Rechts setzt Grenzen, will Grenzen setzten, doch die grenzenlose Idiotie elitärer Nutznießer von Chaos, Bürgerkrieg und Gewalt verschiebt Schuld Richtung RECHTS.



    Wie wunderbar lassen sich in LINKS RECHTS polarisierte Gegner und Gruppen gegeneinander hetzen. Die Straße gehört dem LINKEN Pöbel. Presse und Politik bedauern dies kurz. Kirchen öffnen Räume für die armen Linksfaschisten Obdachlosen, die aus weiter fremder Ferne anreisen, um sich chaotische Terrorfesttage mit den "Bullenschweinen" zu liefern, fallen Anarcho Weihnacht und Ostern auf ein blutig brandiges Wochenende im Hamburger Ghetto. Solche Typen jubilieren über jede Horrormeldung, jeden zwerstörten Kleinwagen und Geldautomaten, solche Typen feiern jeden "MACHTKAPUTTWASEUCHKAPUTTMACHT"-Einsatz, fühlen sich als Sieger, wenn sie Straßenzüge in Schutt und Asche gelegt haben, Krankenschwestern, Feuerwehrleuten, Busfahrern, kleinen Händler Hab und Gut zerstören und oft genug Leib und Leben der Betroffenen schaden, an denen diese lange zu leiden haben.  Das ist LINKER Terror der Tat, der als LINKER Gesinnungsterror seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten gezielt vorbereitet und in die Hirne hoffnungsloser anarchische Spackos gehämmert wurde, die alles, alles lieber tun, als sich angestrengter Arbeit, bewußter Mühen und Leiden auszusetzen, um sich zu profilieren, zu qualifizieren, um etwas Sinnvolles zu erlernen, zu erarbeiten, zu erhalten und zu besitzen. Nein: KAPUTT ist die Parole, Krieg und Gewalt, Terror der Tat. Papa zahlt, wenn nicht der leibliche, dann Vater Staat.


    Mit welchen Gefühlen gehen junge Polizeibeamte morgens zur "Arbeit", die oftmals als Schlacht ausartet. Zu ihrem Schaden kommt der Spott.



    Die Polizei bittet Bürgerpolizisten, ihr bei der Arbeit zu helfen. Merkel lässt sich feiern, flutet die Staatspropaganda mit Buntbildern im Reigen omnipotenter Potentaten, lässt Beethoven die Schiller Ode in der Elbphilarmonie fiedeln, und der Mob balgt sich mit der Polizei, die mit Millionen schweren Wasserwerfern Kriminelle Autozündler wegbläst und verhindert, dass die Feuerfackeln der Autos nicht auch noch Häuser anzünden.


    Wertlos konservativ - fürwahr

    FAZke-Feuilletonisten wie Don Alphnso, der Hunderte von Leserzuschriften als Fanpost unter seinen Schwaber speichert, rühmt sich seines Besitzes, seiner Mieteinnahmen aus Münchener Immobilien, seiner Sammlung von Gemälden mit Schönheiten aus vergangenen Jahrhunderten, vermeidet aber tunlichst sich Freiraum und Freiheit mit Frau und Familie einzuschränken. Kritik an seinem Schwaber schneidet er aus. Zensoren wie er machen Schland zu einem Dreckloch aus Baby-Schimmellos protziger Gesinnung, einer Deppensammlung in Vorortpracht, die nicht merkt, warum und wieso zwangsläufig die Schanze brennt in Hamburg zum "Gipfel" der Zwanzig.


    Der inquisitorische Zensor Don Alphonso interessiert nicht mehr. Wie einstmals bei meinen Leserzuschriften bei SPON gibt sich Don Alphonso weltoffen, agiert aber spießbürgerlich. Wem's gefällt, bitte, mir ist die Zeit zu schade dafür.



    Keine Chance, meine Kritik unter den von Don Alphonso gefilterten Lesermeinungen zu finden. Daher dann hier:

    Welch wahres Wort vom Meister Don Alphonso:
    "Don Alphonso    sagt:   
     30. Juni 2017 um 12:55 Uhr   

    Für sich selbst. Politiker halt."

    Ebenso treffend sein Titel, "wertlos konservativ", zu deutsch: Wertloses bewahren - fürwahr!  Wirkliche Werte wären kommende Generationen, nicht allein Menschen, die schon länger hier leben, Menschen, die künftig hier leben. Wer sich selbst zuerst und seinen Wohlstand sichert, verzichtet auf Kinder. "Money for nothing and chicks for free"So lässt sich sexuelle Energie abführen, ohne mühselig Nachwuchs aufzuziehen. Das machen andere für uns. Deutschland von Sinnen schafft sich ab! Na und? Soll es doch!
    [Zynismus ein] Genfer Flüchtlingskonvention und Europäischer Gerichtshof zementieren wahre Werte, Klerus und Kunst stimmen ein. Politik sowieso. Keine Kunst, kein Kampf, kein Wort für nichts anderes  als "für sich selbst"- und für Millionen draußen vor der Tür. Man muss seine eigene Wertlosigkeit konservieren, bewahren - für nichts anderes als "für sich selbst". [/Zynismus aus]

    Wer eine andere Vorstellung hat, als viel fremdes "Volk ohne Raum" ...



    ....hier im Land, wo wir schon länger leben, zu verpflegen und zu versorgen, der ist völkisch, der wird verspottet, verleumdet, verfemt.



    Wer kann, schreibt als Profi für Leser, die es wissen wollen. Das sind aber die wenigsten.



    Das bringt uns zu dem aus dem Gelben Forum verlinkten Beitrag zur Jüdischen Rundschau.


    Mit Vergnügen dankt der Blogger auf fröhlicher Fahrt Richtung Russland jedem, der neben diesen Sätzen noch die angeboten Links erforscht. Das kostet Zeit. Nur ein Absatz aus der Jüdischen Rundschau.
    Diese Ideologie, die Menschen in zwei Klassen teilt, in Gläubige und Ungläubige, diese Ideologie der Apartheid akzeptiert keine Vielfalt, toleriert keine friedliche Koexistenz. Sie erhebt den absoluten Anspruch auf Religion, Moral und Wissenschaft. Und reicht dazu nicht die Scharade in den Disziplinen eines Rechtsstaates, greift diese Ideologie zum Schwert. Ein LKW oder ein PKW wird zur Waffe. Schläfer eines kollektiven Bewusstseins erwachen und greifen zum Messer. Dann wird der Krieg an jede Haustüre klopfen und Gefolgschaft einfordern.
    Und mit "dieser Ideologie" meint die Autorin Laila Mirzo nicht den Talmud, wobei jede Ideologie sich selbst am wichtigsten nimmt.




    Jeder darf kommen und bleiben. Die Artikel der Genfer Flüchtlingskonvention sind Gesetz, Glaube und Gesinnung.

    Der Grundsatz der Nichtzurückweisung ist in Artikel 33 der Genfer Flüchtlingskonvention vom Juli 1951, ergänzt durch das New Yorker Protokoll vom 31. Januar 1967 verankert. Kein Staat darf demzufolge einen Flüchtling in ein Land zurückschicken, in dem Gefahr besteht, dass dort sein Leben oder seine Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder politischen Überzeugung bedroht wäre.

     

      Warschau

    Warschau: Den Sieg hält niemand mehr auf.


    Lächerliche Schriften zur politischen Lage! Im Terror der Tat toben schwarze Schweine mit vermummten Schnauzen durch die Straßen. Für Stunden hält niemand, niemand mehr sie auf. Milde Richter mit Aussicht auf Parteikarriereposten saugen Gesinnungshonig aus linksalternativer Pressepropaganda, denn es gibt kaum anderes. Die Sturmstruppen schwarz vermummter Schweineschnauzen plündern brennend durch ihre Ghettos, die sie als rechtsfreie Zonen verteidigen. Sie vernetzen sich quer durch das Land, quer durch Europa. Rautenbetende Händchen lächeln werbewirksam in Kameras, grunzen fröhliche Friedensfloskeln in Mikrofone der Mietmaulhuren mit den Logos der staatssteuerfinanzierten Hirnwaschanstalten. Wenige wütende Blogger und noch weniger freie Presse, immer am Rand zum Konkurs, piepsen mit schwachen Stimmchen gegen die Lawine des Mainstreams, die Meinung unter einem Schuttberg von Lügen begräbt, einebnet und das "Recht auf freie Meinungsäußerung" längst vermüllt, verhöhnt, verhindert.

    Warschau: Der Friseurladen verschwindet vor dem wuchtigen Plattenbau.


    Dieser Text kommt zeitnah zu den Ereignissen. Hier in Warschau liegt München mehr als 1000 Kilometer westlich hinter uns, hier lesen sich die Forderung von CDU-Experten, welche in der WELT ihre Stimme finden, wie Wüster in der Rufe, wie Rufer in der Wüste..


    Es fehlt dem Vorort-Spießer, dem Gartengießer einfach bislang die Leiderfahrung, welche immer mehr Menschen vor Ort, an der Front machen, machen müssen, Polizisten, Feuerwehrleute, Einsatzkräfte, Kleingewerbetreibende, Mieter und Autobesitzer, ja selbst Fahrradfahrer sehen ihre armen Drahtesel als nutzlose Barrikadenmasse brennen und kokeln und in Schrott verwandelt. Dann fordert mal schön - aber nutzlos, wertlos konservativ, denn von "rechtsfreien Räumen" profitieren zu viele: Presse, Politik, Klerus, NGOs und ein gewaltiges Gesindel an Gesinnungstätern gegen rechtschaffen arbeitende Menschen und Steuerzahler.



    Während die Hauptstadt Warschau friedlich ihre Wochenenderuhe genießt, lecken sich die geplagter Hamburger ihre Wunden, räumen Schutt und Schrott fort, entsorgen verbrannte Autos. Die Aufstände in Germanien Ghettos schlägt niemand nieder, eher feiert sich der marodierende Mob.


    „Es darf in Deutschland keine rechtsfreien Räume geben, nicht für arabische Clans, Islamisten oder Neonazis, und auch nicht für Linksradikale.“

    Diese lächerlichen Lippenbekenntnisse gehen unter in einem kakophonischen Chor aus Mietmaulhuren, Politprofessoralen Talkshowh-Sonntagsredner, klerikalen Kuttenträgern mit Beethovens Freude jodelnden Meistersängern zur Mobagitation mit multimedialer Massenaustrahlung - auch das steuerteuer finanziert.


    Hamburger Ghetto-Kids brauchen kein Multikino. Schwarzbunte Faschobubis sehen ihr Kiez als großartigen Abenteuerspielplatz und testen Brennwerte verschiedenen Materialen.





    Wieviel öffentliche Gelder für hetzende Häme wie diese linken Drecksblätter verbrannt werden, ist nirgendwo aufgeschlüsselt, nirgendwo zu lesen. Udo Ulfkotte hatte kurz vor seinem Tod "Gekaufte Journalisten" veröffentlicht, hatte auf Plakatwänden die mafiöse Mauser der Omerta zu durchbrechen versucht und mit seinem Bestseller auch einige Steine aus der der Schweineschweigemauer gebrochen, doch die Reihen linksfaschistischer Reaktion und Agitation marschieren weiter im festen Schritt und Tritt, bis sich auf mehr und mehr Städte und Regionen ausbreitende Scherbenviertel, Glasbruch, Brandschatzungen und Sachschäden in Millionenhöhe häufen. Auch wenn die Schwarzkittel sich wie Helden fühlen von Kampf und Geschrei besoffen in Überschwang von Testosteron, die Folgekosten sind unabsehbar und steigen exponentiell in nicht mehr aufzufangende Höhen.

    Wer Millionen Steuergeldscheißer hinter sich hält, der löscht mit der Geldgießkanne verbrannte Erde und lässt neue Autos wachsen.



    Andere Länder, andere Sitten: Während Warschau, wie die meisten normalen Menschen, ihre Städte aufbauen, verschönern, erhalten, fackeln Faschos Schland ab mit irren Parolen wie "Deutschland, Du mieses Stück Scheisse" oder "Kein Mensch ist illegal" - schon gar kein Linksfascho mit schwarzer Narrenkappe über schreiender Schlägerschnauze.






    Eine Stadt wie Warschau sollte wie jede Stadt ihre Baudenkmäler für ihre Bürger friedlich nutzen, ihren Charakter erhalten. Wenn staatliche Autorität nicht mehr den Frieden der Menschen, ihr Hab und Gut, ihr Leib und Leben schützen kann, dann herrscht Anarchie, Terror und bald Bürgerkrieg. Ob dies genug Menschen merken, bevor es zu spät ist, bleibt als großes Geheimnis in Schland.



    Aus Weltkriegstrümmern haben Polen ihre Städte wie Danzig, Warschau und andere aufgebaut, finden Anerkennung und lassen sich den Status als Weltkulturerbe zuerkennen.

    Nostalgische Busse befördern an der Weichsel Fahrgäste.


    Die Universität plakatiert ihre Gehsteige mit Portraits von Nobelpreisträgern, die dort studiert und promoviert haben. Madame Curie hat ihr Leben eingesetzt, um Strahlung zu erforschen. Schland setzt Drogendealern Denkmälern und Nutten vom Babystrich.



    Wir wollen unsere Rentnerreise genießen, Warschau, Polen mit wachen Sinnen und hungrigem Magen von unseren Radreisen aufnehmen, wollen Schlandschmarrn vergessen - auch eine Art kleines Spießerglück.


    So staunen wir über die schöne Welt und genießen unsere Reise.






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  • 07/14/17--12:36: Litauen, Lettland, Estland
  • Mach mal Pause, fahr' in Urlaub. Vom Terror Links, Rechts, Religiotisch, Staatlich braucht man mal Pause. Erholung. Wo der Hass tobt, bleiben Wunden, Schäden, Schrott, verkohlte Reste. Schönheit, Sehnsucht nach Schönheit. Sonnenuntergänge. Blumen. Tiere. Wälder. Baden im See. Wandern und Radfahren in freier Natur. 


    Vier Chinesen kommen aus Peking auf das Camp in Warschau. Der Aufkleber auf ihrem Auto zeigt ihre Tour: 33.000 Kilometer.


    Doch auch in Warschau, fünf Minuten vom Camp, vergnügen sich Menschen, die von Stadt, Stress, Streit Erholung suchen. Hier rutschen Menschen auf Gummireifen einen Hügel hinab, lassen sich dann wieder von der Seilbahn nach oben befördern.


    Unser Fahrtpensum nach zwei Nächten in Warschau - 70 Euro! - sind 200 Kilometer bis Augustow. Wir machen eine geruhsame Mittagsrast mitten im Grünen. Hinter uns versorgen zwei Imker ihre Bienenstöcke.



    Da wir bis zum Beginn unseres Russlandvisums am 20. Juli noch etwa 900 Kilometer vor uns haben, müssen wir täglich ein Stück Strecke schaffen.



    Wir haben mittlerweile 1500 Kilometer hinter uns. In dem wundervollen See bei Augustow, der direkt am Camp liegt, erfrischen uns kühlende Bäder.


    Camping Marina in Augustow gewährt uns einen ruhigen, komfortablen Platz direkt am See. Die mehr als 200 Kilometer von Warschau waren so zeitig zu schaffen, dass wir am Nachmittag im erfrischenden See baden konnten. Ein Rennen der Schnellboote störte nicht, weil der Wind den Schall uns abhielt.


    Erst beim Abendspaziergang bewundern wir eines der Rennboote. Dieses kommt aus Frankreich den weiten Weg bis nach Ostpolen, kurz vor der litauischen Grenze.



    Ein paar Impressionen aus Augustow zeigen uns diesen ostpolnischen Urlaubs- und Erholungsort. Dieser Rentner sitzt auf seinem Segelboot. Ein Elektromotor treibt über die Kette das Rad mit dem das seltsame Gespann in langsamer Schrittgeschwindigkeit heim zuckelt.


    Wie überall ziert sich Augustow auch mit einem martialischen Kriegerdenkmal.


    Wer es sich ein Boot in dieser ausgedehnten Seenlandschaft leistet, übernachtet in einem Hotel mit eigenem Hafen.


    Der alte Kanal verbindet zwei Flüsse. Die Schleusen sind mit Handbetrieb zu bedienen.


    Die frommen Polen haben sich auch in Augustow eine hübsche Kirche gebaut. Im Verhältnis zu den kleinen Häusern ist dies Bauwerk gewaltig.


    Meiner Frau gefällt der alte Kahn, den sein Besitzer in mühsamer Handarbeit renoviert. Er hat noch viel, viel Arbeit vor sich. Denn die Baustelle im Innern geht nur langsam voran.


    Das Wetter meint es gut mit uns. Wieder geht die Sonne rotglühend unter, was einen schönen neuen Tag verspricht.Die Reise lässt sich dank vorzüglicher Internetverbindung am Camp Marina mit der Site

    http://www.camping.lt/index.php?lang=3&sid=130

    für Litauen weiter planen. Eine kurze 100-Kilometer Strecke von Augustow zum  Campingplatz "Marijampole" erleichtert uns den Wochenanfang.

    Kempingo g.44, LT 68122 Marijampole
    Tel.: +370 620 55555; +370 698 58100
     e-mail: info@logofix.eu
     GPS N 54o 31' 13'' E 23o 20' 30''
            

    Das Camp in Marijampole liegt ziemlich einsam und verlassen. Der See schlängelt sich um das Camp. Wir schwimmen zwischen Seerosen und Schlingpflanzen. Immerhin sind wir in unserer ersten Reisewoche mittlerweile 1455 Kilometer gefahren. Von Marijampolé soll es 222 Kilometer weiter nach Kurtuvenai gehen. Zehn Tage bleiben uns für etwa 900 Kilometer über Riga, Tartu nach Narva mit der russischen Grenze zum benachbarten Iwangorod.


    Auch in Marijampole strampeln wir wie in Warschau wieder unsere Kilometer auf dem Rad, um vom Camp ein wenig von dem kleinen Städtchen zu sehen.



    In Augustow haben wir in der Kirche noch ein kleines Sonntagskonzert hören dürfen. Um Museen zu besuchen, fehlt bislang die Zeit. Schließlich müssen wir mit dem Auto und dem Fahrrad uns durch die Landschaft kämpfen, Einkaufen, Essen kochen und schwimmen.


    Die Kinder feiern den Sonnigen Tag und nützen den Springbrunnen als Badegelegenheit.


    Die jungen Damen paddeln mit viel Energie in dem Gewässer, wo wir auch schwimmen.


    Eine Unmenge Störche sehen wir auf unserer Fahrt durch das Land. Die jungen Störche sind schon recht groß, die Ziege meckert im Schatten des Hauses. Die nächste Station ist


    Kurtuvėnai

    Parko g. 2, Kurtuvėnai, LT-80223 Šiaulių r.
     Tel.: +370 413 70 333, +370 618 29 964
    www.kurtuva.lt
     e-mail: kurtuvenaicamping@kurtuva.lt
     GPS N 55o 49’ 37’’  E 23o 02’ 47’’
        

    Wir nähern uns dem Ziel mit großen Schritten. Auch wenn die 200 Kilometer von Marijampole wieder einen Fahrtag beanspruchten, geht es auf einsamen Landstraßen durch die grüne Wald- und Wiesenwelt flott voran. Rechthaberisch war mein Plan entgegen dem Rat zweier Navis den kürzesten Weg über Gelgaudiskis Richtung Siauliai zu nehmen. Doch außer einem wunderschönen Blick über das große Flußtal und einem Einkauf im Supermarkt am Ort war dort nichts zu gewinnen. So mußten wir sieben Kilometer hin und zurück, um wieder auf die Straße nach Jurbarkas zu kommen, wo die Brücke den Fluß quert. Zur Russischen Kalingrad-Enklave sind es von dort nur wenige Kilometer. Die übliche Baustellenarbeit, die mir schon aus Polen bekannt ist, hemmte dann unseren Weg von Jurbarkas nach Skaudvile. Die zweispurige Straße wird auf einer Spur erneuert. Dazu muss der Verkehr in langen Ampelphasen warten, bis der Gegenverkehr einspurig geführt vorbei ist. Irgendwann war auch das geschafft, dass wir unsere Mittagsmahl in einer unbefestigten Seitenstraße am Feldrand bereiten, genießen und danach ruhen konnten. Sogar ein kleiner Tümpel ließ sich noch finden, um kurz Hitze, Stress, Stau und dröhnende Landstraße abzuwaschen. Am frühen Nachmittag, 17.00 Uhr Moskauer Zeit, fanden wir in Kurtuvenai eine ruhige Unterkunft, wie man sie sich ruhiger nicht vorstellen kann.


    Das Naturschutzgebiet beschreibt Wiki sol:

    Die Fläche des Parks beträgt 17.272 ha, davon sind 12.130 ha (80,4 %) Wälder und 422 ha (2,8 %) Gewässer. Im Territorium wohnen über 1.200 Menschen.
    Urtümlicher kann man sich Litauen nur noch im Freiluftmusem vorstellen. Die Rezeption zum Camp logiert in dem Holzbau, der Duschen, WiFi, Waschmaschinen und eine komfortable Küche bietet.


    Auch dieses Gebäude ist wie eine weitere große Halle aus Holz kunstvoll gefügt und gezimmert. Die Balken mit Schwalbenschwanzverfugung halten für eine kleine Ewigkeit das Gebäude zusammen.






    Aus groben Steinen eine glatte Mauer zu bauen, ist eine mittlerweile wohl vergessene Kunst.




    Viele Buden auf dem großen Kirchplatz zeigen an, dass hier an Festtagen viel Volk sich tümmelt.



    Kurtevenai ist bei aller Bescheidenheit und Einsamkeit ein unvergesslicher Ort, wie gemacht um Politik, Panik, Pöbelei zu vergessen. Storche staksen abends vor dem Camper. Keine Lampe stört das milde Nachtlicht. Obgleich Riga, die Hauptstadt Lettland keine 120 Kilometer weiter nördlich lockt, muss eine längere Radtour noch sein.


    Zum Leben gehört der Tod. Der kleine Friedhof in Kurtevenai ehrt seine Verstorbenen.



    Ein Künstler mit Geschick und Geduld hat aus diesem Felsbrocken ein ansehnliches Anlitz geschaffen.


    So hat schon der Abendspaziergang gezeigt, dass Kurtevenai nicht ohne längeren Ausflug zu verlassen ist. Also verführt noch die Morgensonne dazu uns zu einer kleinen Radtour in einen nahen Badesee.

    Das Bild erinnert an das Märchen, dass Störche durch den Schornstein bringen.



    Doch in den weitläufigen Waldlandschaften haben wir uns auf den Sandwegen so verfahren, dass wir unverrichteter Dinge umkehren mussten. Doch die Radtour durch den Wald mit den zwitschernden Vögeln, den Fußspuren von Wild auf dem Sandweg war Belohnung genug.


    So radeln wir schon etwa zehn Kilometer auf Sandwegen durch endlose Wälder, kaum Autos befahren die Strecke, bis wir endlich entnervt umkehren. Zum Glück findet und pflückt meine Frau einige Walderdbeeren, was ihre Stimmung hebt.


    Riga

    In Riga waren wir schon vor fünf Jahren. Doch zumindest das Camp hat sich so verändert, dass wir es nicht wieder erkennen. Stadt und Brücke haben ihren Charme behalten, der ihnen als Weltkulturerbe zusteht.

    Auch bei diesem Ausflug belohnt uns wieder viel Sonnenschein. Der Weg vom Camp führt über diese moderne Brücke. Das Kreuzfahrtschiff hat angelegt. Einige Kreuzfahrer treffen wir, die eine Gruppenführung durch das Zentrum absolvieren.


    Am Abend ist die luxuriöse Pracht wieder Richtung Meer entschwunden.


    Auch wenn wir mit unseren Fahrrädern weitere Strecken zurücklegen, strengen Stadtbesuche an. Diese Freiheitsstatue zoomt einfach das Tele heran, um den Weg zu dem lärmenden Platz zu sparen.


    Das Zentrum ist von so engen Straßen durchzogen, dass sich dort kaum mehr Verkehr, außer notwendigen Lieferfahrten, durchwühlt.



    Die Kirchen gleichen Palästen des Mittelalters. Mit zunehmenden Jahren scheinen mir diese Paläste als Träger von zivilisatorischen Kulturleistungen notwendig gewesen zu sein, sind es vielleicht nocht.


    Eine abwechselungsreiche Gastronomie lockt den Touristen in diesem musealen Zentrum von Riga die Euros aus den Taschen.


    Hier kann man nach mittelalterlichen Sitten und Gebräuchen schlemmen. Braten und Schweinsbein werden kübelweise auf die Tische geschüttet, man zerreißt die Beute mit den Fingern und stopft in sich hinein, bis die Schwarte kracht. Jedenfalls haben wir einmal ein solches Ritual in der Slowakai genossen.



    In diesem Gasthaus, welches laut Aufschrift seit 1224 Gäste bewirtet, speist man gepflegter auf der Dachterrasse.


    In den engen Gassen bewirtet die Gastronomie ihre Gäste auch auf den Straßen.

    Wer es laut und lustig braucht, findet bei Live-Musik die passende Stimmung.



    Wie vor fünf Jahren haben wir wieder im Dom ein Orgelkonzert besucht. Die Orgel hallt in den steinernen Wänden mit gewaltiger Kraft, dass man den Klang von überall spürt.


    Obwohl wir unsere Reisekosten dadurch minimieren, dass wir meist im Auto das kochen und verzehren, was wir in Kaufhäusern und Märkten erbeuten, lohnt dieser Burger mit einem Bier die 15 Euro im Zentrum von Riga. Mima, meine Frau, freut sich über das Essen und schenkt mir ihr glücklichstes Gesicht.


    Kurz vor 22.00 Uhr strahlt noch eine goldgelbe Sonne gegen die Kirchturmspitzen.


    Wir radeln über die Brücke mit dem dröhnenden Autoverkehr zum Camp zurück.


    Gerade wenige Minuten vor Torschluß des Supermarkts um 22.00 schaffen wir es, noch zwei mal sechs 1,5 Liter Flasche Wasser zu ergattern. So bringen wir 18 Liter Trinkwasser mit unseren Fahrrädern zum Camp und machen uns schon abends startklar für die weitere Reise nach Estland.



    Ein letzter Blick auf ein weiteres Wahrzeichen von Riga beim Licht der untergehenden Sonne berauscht uns mit Farben und Formen. Schon Nachmittags beim ersten Stadtbesuch hat es wie aus Kübeln geschüttet. Kurz darauf trocknet die Sonne wieder die Pfützen. Das sollte sich am nächsten Tag ändern.




    Latvijas Etnogräfiskais Brivdavas Muzejs


    Anderntags kommen wir gerade pünktlich zur Eröffnung des Supermarkts um 9.00 Uhr, um uns vor der Reise noch mit weiteren Getränken für den geleerten Bierträger, Brot, Obst und Käse zu versorgen. Fast pünktlich sind wir zur Eröffnung des größten Freilichtmuseums der baltischen Staaten dann 16 Kilometer weiter, wobei wir den anstrengenden Großstadtverkehr in Riga überwinden mussten. Wir verlassen nur unwillig die warme Autostube, immerhin aber gestärkt von köstlichem Käsegebäck mit dem hier verbreiteten Brottrunk Kvas, weil es mittlerweile aus Kübeln schüttet. Doch mit Schirm und Regenkleidung machen wir uns daran, stundenlang das Freilichtmuseum zu erforschen.



    Seit 1924 haben die Experten alte, orginale Häuser aus Lettland abgebaut und dort im Museum wieder aufgebaut. An dieses Brett schlägt die Bäuerin mit dem Holzhammer, wenn sie ihr Essen fertig hat.

    Dass vor dem staatlichen Bauernhaus mittlerweile eine Aufsichtsperson in Tracht lauthals in ihr Smartphone schnattert, ist der Neuzeit geschuldet.


    In dieser Saunastube sind die Bänke an der Wand, wie wir es daheim gewöhnt sind in Etagen angeordnet. Doch die zu erhitzenden Steine, der Wasserkübel zum Aufguß unterscheiden sich doch von heutiger Technik. Im Vorraum, den die Ofensteine zur Wand hin heizen, ließ man seine Kleider.



    Neben den Wirtschaftsgebäuden, Lagerhäusern, Schmieden, Töpferwerkstätten disziplinieren Popen mittels Sakralbauten die arbeitende Bevölkerung. Wie zu allen Zeiten ächzen die Menschen unter Abgaben und Steuern.



    Wenn es auch heißt, "ohne Moos nichts los", sollte man sich daran erinnern "ohne Mehl kein Brot".


    Verschiedene Geräte vom Handbetrieb nächtlich mahlender Mädchen, bis zum Ochsen vor einem Gestell im Kreis getrieben, den Mahlstein zu drehen, bis zu der Hochtechnologie der Holzbaukunst wie dieser Windmühle war Anbau von Getreide, Bevorratung von Mehl stets Grundlage sesshafter Menschen, welche mit ihren Abgaben dann weiteren Luxus ermöglichten: Kirchen, Kunst, Musik.

    Estland - Pärnu

     

    Irgendein Reiseführer hat Lettlang "als Land des Regens" ausgezeichnet. Diesem Prädikat macht uns der heutige Reisetag alle Ehre. Regen im Freilichtmuseum, Regen auf der Fahrt, andauernder Starkregen. Wir machen Pause in Salacgriva vor der Grenze zu Estland, ohne den Wagen zu verlassen.

    Um der Wahrheit der Ehre zu geben: Für dieses Bild "Meerblick in Salacgriva" war es nötig, das Auto kurz zu verlassen. Doch schon beim zweiten Bild in Salacgriva stört dann schon ein Regetropfen auf der Fotolinse.



    Pfützen vereinigen sich zu Seen. Die Dachrinne im alten Holzhaus, welches wohl auf einen Platz im Freilichtmuseum hofft, steht verdreht in die Luft. Die Fahrt geht nach der Pause weiter nach Estland zum Camp in Pärnu. Übrigens gibt jedes Camp ab Litauen eine Broschüre "Baltic States Estonia - Latvia - Lithuania" aus, welches "Campings Sites" mit Koordinaten ausweist. So lässt sich leicht durch den Regen reisen, weil man sicher und bei den kurzen Strecken auch schnell ankommt. Also haben wir von Riga die 160 Kilometer nach Pärnu bis zum Nachmittag geschafft - einschließlich einiger Stunden im Freilichtmuseum.


    Das Camp in Pärnu ist so gerammelt voll, dass mich Sorgen beschleichen überhaupt noch Platz zu finden. Wir finden Platz mit Strom und WiFi - ohne TV-Sat Empfang allerdings. Mindestens 80 Prozent der Reisenden kommen aus Finnland, ein Schweizer, zwei, drei Deutsche, sonst fast nur Finnen. Diese drei Busse der Luxusklasse haben eine Wagenburg gebildet. Unter einer fest verzurrten etwa 15 Meter langen Markise haben sich die Bewohner eine Wohnlandschaft aus Hartplaste aufgebaut, Tische, Stühle - Schränken sind im Bus geblieben.


    Daneben nimmt sich die Limousine russischer Bauart vor dem Holzhaus vergleichsweise bescheiden aus.


    Auch hier in Pärna strömt ein breiter Fluß dem Meer entgegen, was bei den vom Himmel stürzenden Wassermassen auch nicht verwundert. Eher verwunderte mich, dass wir Bäche querten, welche keinerlei Anzeichen von gesteigerter Wasserabfuhr zeigten. Dieser Dauerregen scheint hierzulande wohl nichts Besonderes zu sein. Beim Blick über diesen mit einem Seerosenteppich bedeckten Fluß verwunderten mich Knaben am anderen Ufer. Denn diese sprangen bei 14 Grad Lufttemperatur munter und mutig in die kalten Fluten, was mir wohl auch angenehm wäre, wenn zuvor ein harter Saunagang meinen Körper in künstliches Fieber versetzt hätte.

    Jedenfalls spendierte uns die gegen 23.00 Uhr untergehende Sonne noch einen gewaltigen rotbunten Himmelsteppich von wunderschön angestrahlten Wolken. wunderschön.


    Sonne in Pürna

     

    Der Freitag überrascht uns mit Sonne, flauschigen Wolken und einem frischen Wind vom Meer.

    Die amerikanischen Superbusse mit finnischem Kennzeichen blasen aus ihren hart verchromten Auspuffrohren Dieselwolken in die Luft, versperren die Ausfahrt für eine lange Zeit, während sie Brauchwasser ablassen. Wir fahren zum Strand, kehren aber gleich wieder um, um uns dicker zu verpacken.

    Denn vom Pürna-Fluß weht eine steife Meeresbrise. Der Ruderer auf dem Wasser schwitzt sich warm, doch so schweißtreibend fahren wir nicht mit dem Rad.

    Der Leuchtturm ist wie viele alte Gebäude auch aus Holz gebaut, zumindest ist er mit Holz verkleidet.


    In Russisch und Englisch mahnt das Schild, die nackt badenden Schönen in ihrer Ruhe zu respektieren.

    Meer, Strand und der ungeheuer weite Meerbusen vermitteln mit ihren gigantischen Maßen ein Gefühl von unendlicher Weite. Im Horizont verlieren sich die Segelboote, die zu einer Wochendfahrt auszufahren.

    Wir finden in den Dünen eine Wind geschützte Kuhle. Von dort aus wagen wir den Sprung ins kalte Wasser, anfangs gewöhnungsbedürftig, doch später einfach nur beglückend und herrlich. Schließlich sind wir recht genau 2000 Kilometer fern von München im kühlen Norden.

    Strand und Stadtmitte liegen nah zusammen, zumindest für Radfahrer sind die Entfernung schnell zu erreichen.

    Im Stadtpark steht das Denkmal von August Jakobson, der als Dichter den Ruhm von Estland in die Welt trug. Junge Mütter fotografieren sich und ihre Babies unter Rosen, eben wie auch Russinnen am Strand stolz mit ihren Söhnchen postierten.

    Die St. Catherinen Kirche dokumentiert den barocken Stil, erbaut von 1752 bis 1764. Die Fußgängerzone ist gut bestückt mit Andenkenläden und Restaurants. Die Preise sind gesalzen.


    Am schönsten Platz der Fußgängerzone dokumentieren Rentner mit Fellwest oder auch Bart ihre Individualität. Ihnen gegenüber jongliert ein Athlet mit schweren Bällen.


    Durch Pürna touren Russen, Finnen neben den Estländern, die hier Urlaub machen.



    Die orthodoxe Kirche von 1904, etwa so alt wie das Rathaus in München...


    Das Café Grand


    ...und mitten im Getümmel immer wieder meine Mima... denn die Pürna schenkt uns volle Sommerfreuden.


    der Kursaal

    die Schlammheilbadeanstalt mit Sauna und Schlammbehandlung für zwei Personen 40 Euro 45 Minuten lang...

    die ausgelassenen Jugendlichen bei einem Rap-Dance-Wettbewerb, daneben Jüngere, die auf ihren Rollern waghalsige Kunststücke auf Bahnen mit hohen Rampen aufführen, während am Nachmittag noch Kindermädchen sich im Catwalk auf rotem Teppich als Models präsentierten...


    ...Bauten wie das Tor von Tallin, was von einer Befestigungsanlage aus dem 17. Jahrhundert geblieben ist...


    ... das wundervolle Licht der späten Sonnenuntergänge wie heute am Freitag, den 14. Juli...


    ...gegen 22.00 Uhr...

    all das gibt uns ein entspanntes, ruhiges Reiseglück, ohne sich mit der Politik zu stressen, einfach weil es einmal Zeit ist, diesen dauernden Störfaktor wenn nicht gleich abzuschalten, so doch zu reduzieren....






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    Der liebe Leser stelle sich Estland vor, einsam, wolkig, windig, kühl und 70 Kilometer vor der russischen Grenze. Er stelle sich ein einsames Camp am Meer vor mit Wifi satt. Schland erscheint im Sat-TV und Internet wie unter einer Lupe. Wer bleibt beschränkt bei seiner Filterblase? Rechte? Linke? Gartenzwergfreunde?


    Die russische Webseite newsbalt.ru mit Sitz in Kaliningrad stellte im Februar anlässlich der Stationierung von bis zu 500 Bundeswehrsoldaten in Litauen die Frage, ob sich die Geschichte wiederhole - um dann Parallelen zur Okkupation durch das Nazi-Regime zu ziehen. Zudem wurde der Besuch von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit dem Besuch Hitlers in Klaipeda 1939 verglichen.
    Auf der englischsprachigen Seite russia-insider.com hieß es, Deutschland okkupiere Litauen auf Einladung der Regierung in Vilnius. Danach gab es weitere Versuche, die Bundeswehr und die NATO in den baltischen Staaten mit Desinformation bei der Bevölkerung zu diskreditieren.




    Der Text wird böse, zynisch, gemein. Den Spießer schaudert's wie mich im kalten Meer.



    Die Ablenkung der letzten Stadt in Pürna liegt hinter uns. Dret Tage haben wir uns unter Finnen, bei Sonnenbädern und in den kühlen Meeresfluten gut erholt. Bis zur Grenze sind es noch 70, nach St. Petersburg 220 Kilometer.


    Ja, ja, es ist schon klar: Jeder hat seine Überzeugungen, heilig und unantastbar wie "mein Auto, meine Frau, mein Haus, mein Garten"- mit allem, was dazu gehört. Gartenzwerge, ein stets Jajaja nickender Wackeldackel, eine Glückskatze, die ebenso unermüdlich mit der Pfote wie der Dackel mit dem Kopf winkt, mindestens 100 PS, besser 150 - und wer bietet mehr? Unsere kleine, heile, schöne, abgeschlossene Spießerwelt, die "Mei-Ruh-will-i-hoab'n", wir Unpolitischen Smalltalk Schmeichler, wir Radfahrer, Buckler, Bücklinge, die wir uns in Schleimschlecker Banden wohl fühlen und einander Größe, unser unverrückbares Recht, unsere absolute Wahrheit versichern gleich 100 Prozent reinem puren Gold. Kurz: Menschen wie Du und ich! Mich ausgeschlossen, bittschön!


    Wo wir Bürger leben, sicher im Wohlstand, lebt es sich angenehm. Dort gibt es keine Verbrecher, die unsere Neubauwände mit Grafitti verunstalten, unsere Autos zerkratzen oder gar abfackeln. In unserer bürgerlichen Behaglichkeit entsorgt Herrchen Hundescheiße im schwarzen Kotbeutel und diese Plastikpracht im Müll. Keine Kippe liegt dort auf unserer Gasse, keine Bierdose, kein Pappbecher und schon gar keine Glasscherben zerschmetterter Brantweinflaschen. Diesen Extremismus lassen wir Wohlstandbürger den Hooligans, den Linken, der Antifa, den versoffenen Neonazis, tätowiert mit Parolenirrsinn aus ihren Filterblasen.


    Wer - wie wir - im Wohlstand lebt, hält sich sauber und gesund, stellt seine Sauna in den Garten, sofern dort Platz noch ist bei seinem Biospährenreservat Tümpel mit quakenden Plastikfröschen und Grüß Gott grinsenden Gartenzwerglein. So süß - aber auch!


    Gartenzwerg Idylle strahlen statische Ruhe und fröhlichen Frieden aus. Nichts ändert sich. Alles bleibt, wie es ist, ruhig, friedlich, schiedlich. Gartenzwerge symbolisieren die urdeutsche Tugend: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht!



    In dieser unserern Welt wollen Weibchen weben, leben, küssen, kochen, heulen und herzen, sich bespringen und begatten lassen. Das ist unsere Welt der stets säumigen Steuerzahler, der arbeitenden Bevölkerung. Wir sind das Rückgrat der Nation, die Generation Sandwich, welche unsere alten, dementen, zahnlosen Eltern im eigenen Heim pflegt, unsere Brut bestens versorgt, grün wählt und die herzallerliebsten Kinderlein im Zweitonner-SUV zum Kindegarten fährt - 500 Meter weit. Das muss man verstehen bei den Gefahren im Verkehr, nicht wahr?


    Schließlich muss frau morgens noch mit Freundinnen den Cafe Latte nach dem Shoppen schlürfen und sich erzählen,"haste nicht gesehen, was der Franz seiner Funny für einen flotten Flitzer gekauft hat - ganz knallrot?"


    Oh, man kann, wird und muß geradezu "MY ETERNAL ENERGY" verherrlichen, das angestrengte Paddeln nach dem Nötigsten für das eigene Idyll, "mein Haus, mein Auto, mein Garten, mein Herz". Es hängt an ihnen allen, meinem Kindchen und natürlich Papa, der arbeitet. Frau selbst bringt ja genug ein in die Zugewinngemeinschaft. Zusammen bilden wir das Rückgrat von Merkel-Germania, unserer geliebten GröMaZ, der Größten Mama aller Zeiten. Weiblich,weich und willig wollen wir wieder und wieder wählen, Merkelmania sei mit uns und mit deinem Geiste, den uns deine Busenfreundin Friede Springer per BILD ins hohle Hirn hämmert - Hallelujah!

    Oh, diese böse Häme, im Netz so fake, so falsch, so flach! Aus ihren fürchterlichen Filterblasen krakelen kranke Kritiker:
    "Ach wie gut, dass niemand weiß, dass meine Freundin Springer heißt !"
    "Eine Symbiose von Presse und Politik. Die Duzfreundinnen Friede Springer und Angela Merkel haben eine enge, am Nutzen orientierte Beziehung. Auf der einen Seite der Springer Verlag – das mächtigste Presseorgan in Deutschland, auf der anderen Seite die Bundeskanzlerin, die gerne ihren Nutzen daraus schlägt. Das Ergebnis findet sich so gut wie jeden Morgen in der „BILD-Zeitung“: „Kanzlerin der Herzen“, „Super-Merkel“, „Standfeste Powerfrau“, „Eiserne Kanzlerin“, „Mächtigste Frau der Welt“".


    Pfui Deibel!



    Papa wagt sich jeden Tag hinaus ins wilde Leben, auf das weite Meer, in die Heerscharen der Autofahrer auf verstauten Wegen, baut Straßen, verwaltet Gesunde wie Kranke, zahlt Steuern und lenkt die Geschicke des Landes ... und unsere beste GröMaZ, die Größte Mutti aller Zeiten, lädt ein ins Land, wo wir mit Hungrigen unser Brot brechen, unser Bier und Bett teilen. Wir, das sind wir, die Guten, nein die Besten!

    Schließlich gibt es doch so viel Leerstand in den Städten, soviel Arbeit für alle, soviel Bier, soviel Brot und soviel Betten - alles im Überfluß. GröMaZ mit Bischof, Kardinal und köstlich klingenden Koryphäen im Unterhaltungsprogramm der Staats- und Werbesender stimmen uns ein, was gut ist für uns. Führe uns, wo immer Du gehst, wohin immer Du willst, geliebte GröMaZ, wir schaffen das!


    Böse Menschen können unsere weisen Staatenlenker, allen voran unsere liebste GröMaZ, nicht in den Schmutz ziehen! Böse Menschen schreiben schmutzig, denken schändlich und handeln schädlich.  Böse sind die, die unsere Flüchtlingsfreude zersetzen und ewig rückwärts gewandt als national-regionale Vaterland fantasierende Nazis regridieren!


    Nicht mit uns! Die Sonne scheint für uns Gerechte, wir leben auf der sonnigen Seite und jubeln morgens "always look on the bright side of life!" und abends "wir schaffen das!" Positiv Leben eben.



    Hin und wieder mischen sich gleich Kuckuckskindern artfremde, entartete Autoren in den Reigen der Rechtschaffenen, böse Menschen, die unserer GröMaZ nur Schlechtes, Schädliches und Schändliches andichten, pfui! Pfui! Pfui über sie, wir Vorgartengartenzwergspießer verachten euch Böse! Wir Guten bleiben Merkel treu - jetzt und immerdar und in Ewigkeit. Amen.




    Ein ganz übler Zeitgenosse, längst aus allen Buchläden verbannt, ein Schmierschreiber wie aus Urzeiten des Hexenhammers hat einfach nicht gemerkt, dass der Zug längst abgefahren ist für ihn und er nun schon auf Knien seine Richter um Gnade und seine Leser um Spenden bitten muss, dass ihn überhaupt noch ein Anwalt vor einem Gericht vertritt. Dieser undeutsche Türke, dieser untürkische Deutsche - dessen Name nicht genannt sein soll, darf noch wird. Er sei  VERDAMMT IN ALLE EWIGKEIT!
    Dampflok "L-5049" - 2000 PS, 90 km/h Spurweite 1520 mm, erstmals in Russland 1945 gebaut und bis 1955 aufgelegt, vielfach in Estland eingesetzt


    Der Zug für kranke Kritiker des Vierten Reichs Merkels ist längst und weit abgefahren. WELT-Leser meiden selbst schon das Meinungsgemaule mit Typen, welche karikiert mit Bart und Brille schon das Böse an sich darstellen.



    Der sizilianische Wirt, der 14 Jahre lang einer Münchener Szene-Kneipe gutes und preiswertes Essen kochte, hat es gewagt, den Bösen Bier und Brot zu bieten. Vorbei, guter Mann! Du hast den Zwang der Maasregeln zu spüren bekommen, Du musst Deinen Laden schließen. Mit Bösen kannst Du im Land der Guten kein Geschäft machen!



    Tja, tut uns leid guter Mann! Aber München geht uns hier, kurz vor der russischen Grenze, ohnehin an allem vorbei. Und Schland? Das arme Land kannst Du vergessen!


    Wieso soll man noch einen Gedanken an Schland verschwenden, wenn man das Land glücklich hinter
    sich gelassen hat?


    Wer geht denn noch in Zeiten wie diese auf "Volksfeste"? Daheim im Garten bei unseren Zwergen sind wir sicher. Solange das "Volk", welches sich auf Festen rumtreibt, nicht in unsere Gärten trampelt, ist unsere Welt in Ordnung. Die WELT! Was die WELT immer für böse Schlagzeilen und Artikel bringt! Ein Blatt für pensionierte Offiziere und entlassene Facharbeiter, doch nichts für die Filterfriedensblase unserer Selbstzufriedenheit, unserer Freude am Fußball, an Heidi Klum und ihrer Supermodellsuche, an Formel-1-Rennen, unserer allerliebsten Muschikatz und Dackel Waldi.


    Wenn die Sonne scheint kurz vor der russischen Grenze lädt sogar das kalte Meer ein zum Bad, auch wenn es Überwindung kostet. Daheim skandiert der Mob Parolen des Irrsinns wie "kein Mensch ist illegal"oder"no border, no culture, no future" und verabredet sich mit anderen irrsinnigen Banausen mit Brandsätzen und brutaler Gewalt die "Welt zu verbessern". Viel Glück. Bill Gates schwant nicht Gutes:



    Wenn sich solche Gedanken bis zu Friede Springer und unserer geliebten GröMaZ rumsprechen, was Bill Gates meint erfahren zu haben, könnten die Damen im Sinne von Auflage und Machterhalt ihre Politik der offenen Grenzen überdenken. Aber solange unsere geschenkten Menschen den Gartenzwergen derer, die schon länger hier leben, nicht auf die Zipfelmützen kacken, sollen mütterliche Brut-, Nest- und Wärmeinstinkte doch keine bös blutigen Bilder von bewaffnet bewachten Grenzen erschrecken und erschüttern.



    Regenbogenbunt sei unsere schöne Welt, friedlich und still wie nach einem Regenschauer. Schon preist unsere Verteidigungsministerin Kindergärten bei den Kasernen ein. Der Soldat soll schön und friedlich im trauten Heim Rasen mähen und dabei aufpassen, dass kein Gartenzwerg fällt.


    Nun gut, es gab vor grauen Vorzeiten einst fürchterliche Kriege. Diktatoren wie Stalin und Hitler wüteten gegeneinander. Millionen und mehr Millionen "bissen ins Gras". Doch das war einmal. Barbies Frieden und Freuden beflügeln unser buntes Traumland. 







    Wo sich irgendein Links-Rechts-Mob mit Sicherheitskräften prügelt, da halten wir uns fein fern. Wir von der Ehrenwerten Gesellschaft mit unseren Häuschen im Grünen ducken uns eben etwas tiefer. Wir lassen unsere Ghettos im Grünen besser bewachen. Draußen vor unserer Tür kann, darf und wird schon kommen, wer denn da immer kommen will und kann, nur eben weit genug draußen. Dann schaffen wir das.


    Je mehr Menschen Retter aus ihren chinesisches Gummisbooten ziehen (Stückpreis 600 Euro für eine 40 Menschen ladende Gummiwurst), umso mehr Menschen wagen die Überfahrt in den schlabberigen Luftbooten.

    Wie schön! So vertreiben sich gelangweilte Gattinnen ihren Altweibersommer damit, sich mit ein paar feschen, frischen, braunen Buben zu vergnügen, während es den ergrauten Herrn mit lechzender Zunge zur feuchten Femme Fatale treibt. Jedem Tierchen sein Plaisierchen, Ehe für alle und Einkommen bedingungs- und grenzenlos.


    Rentner gehen mit gutem Beispiel voran und verziehen sich in die menschenleeren Weiten des Baltikums. Dort gibt es Platz satt. Wer in Schland nicht mehr zum produktiven Menschmaterial der Steuerzahler gehört, verziehe sich aus übervölkerten, überteuerten Ballungsräumen in verlassene Dörfer. Wer nicht einmal das mehr schafft, weil Hartz-4 oder Grundrente nicht reichen, müht sich zumindest sozialverträglich mit Korn und Junkfood um sein vorzeitiges Frühableben.


    Da werden noch manche schwarz vermummten Antifanten über sieben Brücken gehen, wenn sie ihre Versorgung von Papa oder Vater Staat mit den Seid-Willkommen-Millionen teilen müssen. Denn dieser Kuß der ganzen Welt wird teuer, teurer als teuer. Aber wer sein Schäfchen zeitig ins Trock'ne gebracht hat, was kümmert den anderes Elend?



    Denn solange uns Läden mit unseren notwendigen Lebensmitteln versorgen, der Käse aus Frankreich, Wein und Südfrüchte aus Italien, Spanien und Portugal, Oliven aus Griechenland kommen, solanage sich Weizen, Gerste, Roggen und Hafer satt in den Halmen wiegen, muss niemand seinen geliebten Bruder töten, braten und fressen. Ausnahmen gibt es immer und überall, wenn beispielsweise irgendein VIP höchster Nomenklatura für seine verrotteten Organe Ersatz braucht. Für den schlägt dann nach der Transplantation das Herz eines ausgeschlachteten Mörders munter weiter.




    Es empfieht sich, die Ereignisse entspannter zu genießen und sich weniger um Land und Leute zu sorgen als um sein eigenes, spießiges Wohlbefinden. Schon seit 1412 trotzen in dieser estländischen Vasallenburg Purtse die Herrscher den wechselnden Zeiten.
    Das Rittergut Purtse wurde erstmals 1421 urkundlich erwähnt. Es gehörte bis ins 17. Jahrhundert der deutschbaltischen Adelsfamilie von Taube (von Tuve). Um 1530 ließ Johann von Taube am Ostufer des Flusses das dreigeschossige befestigte Gutshaus aus Stein errichten. Es diente sowohl Wohn- als auch Verteidigungszwecken. Die Mauern waren mit einer Stärke von 2,35 m außerordentlich dick.
     Mit zunehmenden Jahren wappnen wir uns mit einer Schicht nach der anderen, vergleichbar einer Zwiebel. Ob man sich diese Schichten aus Fett anfrisst wie weiland Kaiser Kohl der Große, Ziehvater des Mädchens unserer späteren GröMaZ, oder sich mit Schichten von schaurigem Zynismus umgibt, läuft auf das Gleiche hinaus. Hauptsache, man wird gefühllos für den Wahn humanitätsbesoffner Frömmler, die landauf, landab von "kein-Mensch-ist-illegal"und "Einkommen bedingungslos-weltweit" fantasieren.


    Irgendwie muss man zwar in unseren Breiten schon im Frühling für die kalten Tage sorgen, um über den Winter zu kommen. Aber solange Strom aus der Dose, Wasser aus dem Hahn, Wärme vom Ofen und Geld aus dem Bankomaten kommt, Daten via WiFi durch den Äther rauschen, braucht man keinen Erdkeller mit Schornstein, um Fleisch und Fisch zu räuchern.



    Empfindsame Geister wie Anabel Schunke können ihre gesteigerte Wut zwar noch hübsch literarisch verarbeiten, bestenfalls sogar vermarkten, doch des Spießers Seligkeit in seiner Zwerge Garten stören solche Sätze wenig. In den hochprozentualen Feuchtgebieten seiner Seifenblasen merkt er nicht einmal, was Anabel dort ablässt. Und er will's auch nicht merken.
    Nein, ich bin nicht bereichert. Ich bin wütend. Und meine Wut steigt in dem Maße, in dem mich dieser Staat, seine Regierung und seine Justiz gegenüber künftigen, jetzigen und früheren Einwanderern der Lächerlichkeit preisgeben, in dem jedwede Kritik an diesen Zuständen ins politische Abseits gedrängt und gesellschaftlich sanktioniert wird. In dem er zulässt, dass ich, meine Kultur und Werte von Menschen mit Füßen getreten werden, die von all diesen Dingen hierzulande profitieren.

    "Anabel, ach Anabel, Du bist so herrlich intellektuell..."...........



    Texte, egal wie und von wem, Pirincci, Anabel, Sarrazin, Abdel-Samad, Pilch oder Philolaos bei Bayern ist frei... .all das Geschreibsel war, ist und bleibt lächerlich, ein Nichts gleich einem Fliegenschiß auf Hundehaufen... aber, aber, aber wir vertreiben uns wie anderen die Zeit mit ein paar bunten Bildchen, schlauen Sätzchen und wissen schon jetzt, nach der September-Wahl sind wir dümmer als zuvor.



    Flucht ist nie angenehm. Heute morgen musste das erste Mal auf dieser Russlandreise die Heizung unser rollendes Stübchen aufwärmen. Bei 11 Grad Celsius wird es auch mit zwei Personen nicht richtig warm im Auto. Auch das Meer bleibt kalt. Aber man muss ja nicht baden. Das Radio erzählt von 33 Grad Celsius in Spießers heißer Hölle, sorry im Spießer Himmel. Schlafmohn fließt satt aus den Wein-, Bier- und Schnapsflaschen. Da kommt man gut in die Nacht. Und diese paar Flüchtlinge bringen doch ein wenig fröhliche Folklore ins bunte Spießerland Schland, Merkel sei Dank!


    Ach ja, wenn es zu viel werden, und die Vielen zu laut werden, dann zieht man sich in Spießer Paradies seine Datsche zurück, wie Rentner auf Reisen oder Freizeitkapitäne auf ihrer Yacht.

    Selbst in schwierigen Zeiten darf man sich doch den Spaß an der Freud nicht nehmen lassen - Spießer hin oder her.

    Wer kennt sich mit komplizierten Rechtsfragen wie der Genfer Flüchtlingskonvention Artikel 33 schon aus? Wie Merkel, Juristen, Politikern und Wirtschaftsführern umso mehr, je weniger wir sie verstehen. 


    Hartmut Pilch will schlauer sein als die höchsten Richter mit seiner Kritik und schreibt von einem "Todesurteil des Europäischen Gerichtshofs"! Muss sich da nicht Spießerseele empören über solche frechen Anmaßungen?!

    Australiens berühmte No-Way-Politik ist nichts neues. Vor dem 23. Februar 2012 war die Zurückschiebung irregulärer Bootsmigranten in Transitstaaten gängige Praxis. Die Bundeszentrale für Politische Bildung berichtet in Newsletter Nr. 126423 vom 01.03.2012 völlig unkritisch bis jubelnd über das Todesurteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 23. Februar im Fall Hirsi Jamaa und andere gegen Italien (Az. 27765/09):


    Von Narwa nach Petersburg


    Ein erster Blick auf die russische Grenze von der Narwaner Festung - erbaut 1690.


    Auf der russischen Seite liegt Iwangorod - natürlich mit einer eigenen, noch großartigeren Burg.




    Die Grenzformalitäten stehen uns noch bevor. Doch am  nächsten Morgen geht es relativ zügig voran. In nur zweieinhalb Stunden haben wir es geschafft. Doch zuvor begeistert uns Narwa mit Burg, Kathedrale und einer Borschtsuppe




    Die dicken Mauern waren denn dann doch nutzlos. Die Kanonen brachen auch dickste Mauern.

    Im Innenhof der Burg bieten Handwerker ihre Produkte an, welche sie in mittelalterlichem Stil anfertigen.



    Die Sonne kommt: Die Burgen von Iwangorod und Narwa



    Zwei kleine Italiener haben sich im Fiat 500 die Strecke bis in die Mongolei vorgenommen.


    Meine Frau mag orthodoxe Kathedralen wie diese in Narwa.



    Wie üblich gibt es einmal, manchmal auch mehrmals am Tag Gewitter. Nach kurzer Zeit hat der Wind die Pfützen dann wieder getrocknet.


    Eine Borschsuppe in Narwa zum Abschied aus Estland. Das Camp lag etwa 15 Kilometer außerhalb sehr ruhig an einem See.

    Grenze und Fahrt nach Petersburg


    Zum Glück kamen wir morgens zuerst an den Grenzzaun. Der Grenzer schickte uns vier Kilometer zurück mit einer Adresse, wo wir unser Fahrzeug erst registrieren mussten. Mit der Registraturnummer öffnete dann der Grenzer das erste Tor. Nach der Kontrolle durch den estländischen Beamten ging es nach einer weiteren Wartezeit auf die Brücke, welche nicht von zuvielen Fahrzeugen belastet werden durfte. Bussse hatten Vorfahrt. Unsere Wartezeiten summierten sich schlußendlich auf zweieinhalb Stunden. Dann war die Hürde genommen und wir machten am nächsten Fluß Pause.


    Mit dieser geruhsamen Pause auf dem Land verabschieden wir uns von ländlichen Gefilden. Denn danach schaukelt mich Stephanie sicher und gekonnt durch den Großstadtverkehr von St. Petersburg.


    So gelingen mir einige Schnappschüsse aus dem fahrenden Auto.


    Wir fahren auf der vierspurigen Autobahn etwa 30 Kilometer um St. Petersburg herum, bevor wir in die Innenstadtbereiche einfahren.



    Unser Camp am Elizar Hotel - drei Sterne - haben wir schon im April gebucht und auch eine Buchungsbestätigung erhalten. Ein Dresdner VW LT 35 Missouri wurde nur nach langer Diskussion untergebracht, da das Camp überbucht wäre. Aber einer ging noch. Wir kamen einen Tag zu früh und durften in der Parkbucht für die PKW ein Notquartier finden. Die Sanitäranlagen sind für den stolzen Übernachtungspreis von 33 Euro bescheiden. Die Frischwasserversorgung ist noch ein Rätsel, soll durch das Hotel erfolgen. Die Sauna im Hotel ist winzig, Die Straße vor dem Hotel laut. Doch wir sind in St. Petersburg gesund und glücklich angekommen, wie das Bild beweist.


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  • 07/25/17--06:21: Petersburger Phantasie
  • Kein Gedanke daran, Leser mit bunten Bildchen aus St. Petersburg zu verwöhnen. Konsum bieten andere besser. Hier von Russland aus fokussiert der Irrsinn aus Buntschland sich wie im Brennglas. Der Unterschied zu Buntschland: Russland scheint mir in St. Petersburg näher an dem, was gedeihliches Zusammenleben ausmacht.


    Die "Erlöser-Kirche auf dem Blut" stimmt uns auf St. Petersburg und seine Geschichte ein.

    Russland gibt Abstand und Urlaub von Buntschland, das sich mir zunehmend verdüstert. Ein Licht scheint auf im dunklen Buntschland: Die drastisch direkte Schreibe von Akif Pirincci. Unermüdlich haut er auf furchtbare Fakten, bis "the shit hits the fan".



    Der Meister pöbelt und wütet in seiner unnachahmlich erfrischenden Art mit Sätzen wie:

    Das Ganze ist nix anderes als die Scheiße in grün, was die „Amadeu Antonio Stiftung“ mit ihrer Stasi-Agentin Anetta Kahane im staatlichen Auftrag veranstaltet. Also die Kritiker der Drecksregierung zu stigmatisieren und zu eliminieren, die die dem Blödvolk anbefohlene Aufgabe der eigenen nationalen Identität ums Verrecken nicht akzeptieren wollen.

    In Konsequenz hält solch treffend beschriebene Ehrenwerte Gesellschaft aus hochdotierten Gelehrten eisern an ihren Pfründen fest. Nicht nur, dass die Vorbeter und Nutznießer dieser Ehrenwerten Gesellschafter den ideologischen Überbau zementieren, mehr noch ziehen sie sich eine unterstützende Brut heran, die für den treffend beschriebenen Irrsinn durch Dick-und-Dünn gehen. Pseudowissenschaftliches Denken weicht Strukturen auf, die Menschen, Familien, Gruppen und Gesellschaften bislang Halt und Grenzen gegeben und gesetzt hatten.  Wie die Ideologie der Ehrenwerten Gesellschaft mittlerweile die Fundamente des Zusammenlebens angreift, wie sich Familienstrukturen, Beziehungen, die Sorge für Kinder, das Wohlergehen füreinander auflösen, wie Rücksicht und Mitgefühl schwinden, ist in jedem Gedränge, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Bildungswesen, im beruflichen Stress und vor allem in der Behandlung von widerstreitenden Meinung ersichtlich. Hier in Russland geschieht uns - wie anderen - immer wieder Erstaunliches: Junge Leute stehen in der U-Bahn auf, um uns Platz zu machen. Während in München sich flegelnde Rüpel mit Schuhen auf anderen Bänken breit machen, während Alkoholflaschen kreisen, gehen die Menschen in St. Petersburg rücksichtsvoller miteinander um. Abends beim Einkauf im Supermarkt legt die Verkäuferin lächelnd meine Flasche Bier zurück, weil gegen 21.30 Uhr sie wohl keinen Alkohol mehr verkaufen darf. In der Millionenstadt St. Petersburg - und in Moskau war das letztes Jahr nicht anders - leben Menschen in größerer Harmonie friedlicher zusammen, als mir das in Köln, München oder Berlin erscheint, von zerfallenden Regionen wie in Duisburg, Oberhausen, Dortmund einmal ganz abgesehen. Erinnert sei an meinen Gruss aus St. Petersburg nach unserer "Flucht aus Spießerschland"




    Für Antifanten wie Analphabeten aus aller Herren Länder hat Deutschland abgedankt, das "miese-Stück-Scheiße". Für sozialen Bodensatz, der in Buntschland krebsartig wuchert, bedeuten Denkmäler, Musik, Malerei, Tradition nichts. Mich als seit 1966 eingetragener Atheist, der sich mit Austritt aus der christlichen Sekte von staatlich eingezogener Zwangssteuer wie von einem ideologischen Glaubenskorsett befreit hat, faszinieren Kulturleistungen großartiger Künstler, Baumeister, Maler und Musiker. Nur gegen politischen Missbrauch religiotischer Macht kämpfen seit alten Zeiten aufgeklärte Geister gegen frömmelnden Zwänge von Religioten. Besonders eine Sekte ist mit ihrer aggressiven Politik mehr als verdächtig, häufig genug gefährlich, oft genug mörderisch.



    IImad Karim kommentiert die Meldung bei Facebook.

    NOCH aber nicht MEHR lang!

    Armes Land, dummes Land, geliebtes Land.
    Hure haben deine Kinder aus dir gemacht, meine Göttin!

    Schon heute, wo deine Freinde noch wenige Füsse haben, treten sie auf dir. Was denkst du, was sie mit dir machen werden, wenn ihre Füsse mehr werden?

    Du kannst dich NOCH aufbäumen!
    NOCH aber nicht MEHR lang!

    Eine ordnende Macht fehlt, dem tollen Treiben religiotisch vernarrter Fanatiker Grenzen zu setzen. Staatliche Strukturen verlieren in Buntschland ihr Gewaltmonopol, das sich der Straßenpöbel anmaßt.


    Gekaufte Journalisten, mediale Mietmaulhuren, korrupte Künstler und klerikale Komiker werden alles daran setzen, dass Buntschland weiter in einer unbeherrschbaren Flut von zumeist kulturfremden, häufig genug leistungsunwilligen und unfähigen, teilsweise unbeschulbaren Analphabeten heimgesucht wird. Und alles mit Brief und Siegel höchster, europäischer Richter!


    Zumindest in den sozialen Medien träumen Menschen von Ordnungskräften, welche für das kranke Buntschland heilend und hilfreich wären. Blockparteien wehren sich mit Händen und Füßen dagegen, dass eine alternative Opposition mehr von ihren schmutzigen Machenschaften mitbekommt. Amtsinhaber verteidigen mit Hauen und Stechen ihre fetten Pfründe.  




    Wenn nichts hilft, hilft Beten auch nichts.



    Menschen vergnügen sich damit, im Bann von Glanz, Pracht und Macht sich von einlullenden Gesängen und Wortkaskaden beruhigen und betören zu lassen. Das reizt und schmeichelt den Sinnen, tröstet Besorgte, unterhält Zuschauer und verhilft zu neuen Einsichten.



    Einschneidende Lebensereignisse wie Geburt, Hochzeit und Tod begleiten die Popen mit sakramentaler Macht. Zufällig genießen wir die Show einer pompösen Beerdigung in der Kasaner Kathedrale, nahe dem Newskij-Prospekt.




    Die höheren Klassen beten vor einem Altar aus Halbedelsteinen. Für das gemeine Volk reichen Skulpturen aus Plastik.


    In Krankheit, Tod, Not und Bedrängnis halten sich viele am Strohhalm himmlischer Hoffnung. Was wissen wir, was uns bevorsteht und woran wir uns in unseren schwersten Stunden halten? 



    Gebete kosten nichts - außer Zeit. Wer um himmlische oder soziale Hilfe betet und bettelt, der nutzt seine letzten Mitteln in größter Hilflosigkeit. Wenn Not, Elend, ein verstümmelter Körper, ein verwirrter Geist ein gutes Herz zu einer mildtätigen Gabe erweicht, fühlen sich Schenker wie Beschenkte beglückt. Im kollektiv gesteuerten Wohltätigkeitsrausch werfen naive Mädchen Teddybären und freuen sich auf Abwechselung, denn "Neue Männer braucht das Land". Not und Elend zu verwalten, ist ein beachtlicher Baustein nutznießender Gewinnmaximierung, gleichgültig ob für die Mafia, für Kirchen, in Politik oder Wirtschaft. Kultur- und Medienschaffende bedienen den Zeitgeist, gleichgültig ob sie Macht verherrlichen oder Ohnmächtigen zu Macht verhelfen.



    Sakralen Großbauten wie der Moschee sei Respekt erwiesen. Manche Menschen empfinden gar die Ausstrahlung in den Gebäuden - oder denken dies zumindest. Auch in dieser orthodoxe Kirche kamen wir zu einer Totenfeier. Eine junge Frau lag mit ihrem letzten Schmuck bleich im offenen Sarg.


    Um religiotische Gefühle anzusprechen, muss sich kein Altar mit Halbedelsteinen und Kreuzen wie Kelchen in Goldglanz schmücken. Plastik tut es ebenso. Wer Petersburg erforscht, kommt an Super-Sakralbauten mit allem Pomp nicht vorbei. Später mehr davon.


    Tauchen wir erstmal ab in die Unterwelt, in die und aus der uns endlose Rolltreppen transportieren.




    Bis in 100 Meter Tiefe verlieren sich arbeitende Massen in den U-Bahnröhren unter Tonschichten. Metrozüge rumpeln mit hoher Geschwindigkeit. Trambahnen, Trolleybusse und andere Busse spannen in Petersburg für sieben Millionen Menschen ein dichtes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Für keine 10 Euro nutzen wir sieben Tage lang diese Infrastruktur. Die Zugänge zu den Metros öffnen sich mit unseren Chipkarten. In Bussen und Straßenbahnen lesen Schaffnerinnen die Gültigkeit unserer Chipkarten aus.





    Die Pracht am 4,5 Kilometer langen Newskij-Prospekt reiht Cafes, Paläste von Kaufhäuser mit gut gefüllten Waren aus aller Herren Länder aneinander. Der zahlungskräftige Kunde findet feine Schuhe aus Italien, Uhren aus der Schweiz, Schmuck, Gold, Silber, Geschmeide für sich und seine teure Begleiterin. Den Pomp von Bauten, Brücken, Altären und alles, alles trägt das Volk, müde und alt am Ende, verwirrt vielleicht und sich bestenfalls noch erinnernd all der Plag und Pein, die denn doch köstlich war, sofern sie nicht gestorben sind im Kampf um das Höher, Besser, Weiter, Schneller, Schwerer und Reicher.





    Barbusige Schöne halten Balustraden, mächtige Schenkel protzen an Fassaden.


    "Wir schaffen das!" - an allen Orten, zu allen Zeiten. "Wir" bauen aus den Sümpfen eine Stadt, prächtiger als Vendig, Rom und Paris. Tausende Leibeigene schufen vor mehr als dreihundert Jahren Pracht und Herrlichkeit von Palästen.


    Schlamm aus den Kanälen baggern Maschinen. Die Sklaverei ist abgeschafft. Wer diszipliniert arbeitet, genießt in unserem Jahrhundert, in unseren Breiten Wohlstand und Annehmlichkeiten, wie sie vor Jahrhunderten weder Könige noch Kaiser kannten.





      
    Wo einst Zaren, Höflinge, Beamte mit gewalttätiger Macht ihre überwältigende Architektur aus dem sumpfigen Boden stampften, da vergnügen sich heute Touristen und bewundern gesammelte Schätze aus Jahrhunderten und aller Welt. Wer diese Wunder sehen will, wer noch wunderbare Reisen unternehmen will und kann, muss sich auf den Weg machen, solange Lebenszeit und Mittel bleiben. Wo wie eine Seuche die Menschen in Buntschland an Auszehrung leiden, da gibt es bald nichts mehr zu verteilen - außer Sozialhilfe auf niedrigstem Niveau.



    Eine schrecklich fremdenfeindliche Familie 20 Minuten 37 Sekunden
    https://youtu.be/VDyiTCqnkww



    Spießer Stefan und seine charmante Christine rücken eben enger zusammen, um einen desolaten Kfz-Mechaniker und später dessen Frau und Kinder aufzunehmen. Wer sein spießiges, kleines Leben so lange wie möglich bewahren will, sollte so weit wie möglich das schrecklich schaurige Buntschland verlassen. Das Video zeigt individuell, was dem Kollektiv bevorsteht: NICHTS GUTES! Aber alles im Rahmen des Gesetzes.... des höchstrichterlichen Gesetzes...Amen



    Bleiben wir besser in St. Petersburg und lassen uns nicht von trüben Gedanken um Buntschland die Stimmung vermiesen! Das wohlerzogene Töchterlein zeigt für Papas Kamera ihre hübschen Beine.



    Der blinde Leierkastenmann sammelt ein paar Almosen für sein Konzert am rauschend rollenden Verkehr am Newskij-Prospekt.


    In demütiger Haltung erfleht das alte Mütterchen ein paar Rubel oder zumindest Kopeken.



    Die blonde Schöne holt mit wippendem Rock ihren Liebsten vom Zug aus Moskau ab, während andere bepackt zu ihrem Zugabteil streben.


     
    Der Verkehr rauscht und lärmt in den vierspurigen Straßen, die Fußgänger an Ampeln oder manchmal auch an Untergängen queren. Die Ampelanlagen zeigen auf die Sekunde genau die verbleibende Zeit, um sich auf die andere Seite zu retten. Die letzten 10 Sekunden beschleunigt das Ampelmännchen seinen Gang und der Piepton steigert seine Frequenz.



    Die letzten Waggons der unglaublich langen Züge verschwinden in gefühlter Kilometer weiter Entfernung. Ruhe vom Trubel finden wir in Gaststätten, die uns mit Pizzen, Salat, gefüllten Teigtaschen, kalter Tomatensuppe mit Riccota-Käse und Pfefferminzblättern oder auch asiatisch mit Seetang-Gemüse, Pilzsuppe und Sushi-Rollen verwöhnen.


    Für 10 bis 15 Euro wählen wir in guten Restaurants aus Telefonbuch dicken Speisekarten mit bunten Abbildungen der Köstlichkeiten unsere Speisen, könnten uns sehr wohl auch mit Maiskolben, köstlich gegart, am Bahnhof sättigen. Doch wir brauchen häufig Ruhe vom Trubel.



    Zwei junge Breakdancer führen auf der Linoleummatte zum Rap aus ihrem Ghettoblaster ihren kunstvollen Tanz vor.


    Wenige Meter weiter löst ein Pressluft betriebener Radmutterschlüssel die Radmuttern eines liegen gebliebenen Busses, der seinen mürben Reifen platt gefahren hat.



     Bei dem Lärm, dem Gedränge, der Flut fremder Eindrücke wirkt das Gebrabbel des Popen beruhigend und entspannend. Das wird selbst ein heidnischer Leser verstehen.


    Selbst bei unserem abendlichen Spaziergang zur Parkanlage an der Newa werkeln Arbeiter noch in der Höhe des Neubaus - gegen 22.00 Uhr. Das blaue Toilettenhäuschen ist mit auf die oberste Etage gewandert.


    Im Park an der Newa hat sich am lauen Juliabend auf einer Decke eine Familie ausgebreitet. Der Mann brutzelt Fleisch auf dem Grill. Kinder spielen. Die Mutter hat auf der Decke Schüsseln mit Salaten ausgebreitet. Auf der nahen Straße davor rumpelt die Straßenbahn. Autos jagen die Motoren hoch, um wie Rennwagen abzudüsen. Am Ufer des Flussen sitzen Angler. Ratten huschen umher.

    Die Festung Peter und Paul
     


    Von unserem Ruhepol mit Warmdusche in der Sanitäranlage brechen wir auf zur Festung Peter und Paul.


    Vorbei führt uns der Weg an luxuriösen Amischlitten, Skodas, alten Ladas in die Unterwelt der Metro mit den monumentalen, sozialistischen Wandplastiken zu Ehren der arbeitenden Bevölkerung.


    Wichtiger noch als Bauwerke, Kunstwerke, Waffen und Großstadttrubel sind bei dringenden Bedürfnissen öffentliche Toilettenanlagen. Zum Preis von 30 Rubeln, etwa 50 Cents, entledigt man sich seines Dranges in öffentlichen Bussen.



    Danach widmet man sich entspannter und umso aufmerksamer den monumentalen Bauwerken wie der Börse zu.


    Die Festung Peter und Paul mit ihrer 112 Meter hohen Nadelspitze blinkt schon gülden zwischen den davor liegenden Attraktion wie Kriegsschiffen oder einem Boot mit Luftschraubenantrieb durch.


    In alten Zeiten wiesen Feuer von diesem Turm den Kähnen den Weg in den sicheren Hafen.


    Heute ankern martialische Kampfschiffe vor den Brücken der Newa, welche sich für den nächtlichen Schiffsverkehr öffnen. Morgens ab 5.00 Uhr schließen sich die Brücken, um den Verkehr darüber rauschen zu lassen.


    Blinde ertasten an dieser Skulptur das Gelände mit wichtigen Bauwerken.






    Nachdem wir unseren Obulus von etwa 10 Euro/Person entrichtet haben, dürfen wir die Anlage bewundern, welche aus mehreren Museen, der musealen Kirchenpracht und einem umfangreichen Gefangentrakt besteht, in dem schon Geistesgrößen wie Gorki und Trotzki schmachteten, nur unterhalten vom Bimmelbamm des Glockenspiels vom hohen, goldenen Turm.



    Wer das nötige Kleingeld hat, lässt sich komfortabler mit dem Hubschrauber einfliegen.





    Nachdem meine Stimmung sich von goldener Pracht und Herrlichkeit zu höchsten Glückgefühlen gesteigert hatte, drücken die anschließenden Gefängnistrakte meine Stimmung wieder tief unter Null.



    Wer dann nach langer, oft Jahre langer Isolationshaft die Stimme seines Wärters durch die Gänge brüllen hört, dem graust es noch heute. Wo zu Zarens Zeiten gerade einmal ein Gefangener sich in dieser Zelle die Zeit mit Lesen und Schreiben vertreiben musste, da sperrten zur Zeiten der Revolution nach 1917/18 die Schergen 20, 30 und mehr Menschen in eine Zelle.


    Die Dichte an Sehenswürdigkeiten und Museen in St. Petersburg ist unglaublich. Gegenüber der Eremitage liegt das Artellerie-Museum. Hierbei sollte man sich erinnern, dass das damalige Leningrad genannte St. Petersburg vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 über eine Million tote Bürger und Soldaten zu beklagen hatte und noch beklagt. Eindrucksvoll dokumentiert dies der Piskarjowskoje-Gedenkfriedhof. Waffen und Widerstand nehmen deshalb einen festen Bestandteil im russischen Nationalstolz ein. Das Museum zeugt davon.



    Exponate aus den Kriegsjahren an der Aussenmauer machen neugierig.






    Inwieweit der massenmörderische Stalin mit dem massenmörderischen Tyrannen Hitler in Friede hätte leben wollen und können, wenn sich dieser und den Deutschen den wahnwitzigen Angriff auf das russische Riesenreich erspart hätte, bleibt dahingestellt wie andere tabuisierte Fragen.


    Eremitage





    Der in der Zwischenüberschrift angegebene Link zeigt Zugang wie Sehenswürdigkeiten. Meine Phantasien werden die Exponate wieder aus meiner subjektiven, einseitigen Sicht kommentieren.

    Beim Eintritt hatten wir vergleichsweise Glück. Wir standen pünktlich zur Eröffnung der Kasse um 10.30 Uhr in der Schlange. Laut Anleitung im obigen Link gibt es Eintrittskarten auch am Automaten. Die Schlange vor den drei Automaten war erheblich kürzer. Ein Chinese vor mir bezahlte zwei Karten, nahm aber nur die Rechnung mit. Mit dem Obulus für unsere beiden Karten, 1400 Rubel - etwa 20 Euro, gab die Klappe mir dann vier Karten aus. Mit zwei Karten rannten wir dem Chinesen hinterher, dessen Frau mit Kind ganz vorn schon in der Warteschlange stand. So kam der Chinese zu seinen beiden Karten. Wir rückten dafür gleich in der Schlange auf den Platz bei der chinesischen Familie vor.




    Bevor jetzt die nächsten Bilder der Ausstellung an dem Betrachter vorbeirauschen, ein kurzer Blick zurück auf Buntschland. Ein Wort aus der BLÖD-Zeitung lässt mir die Gallen überlaufen.


    Wie blödet die BLÖD-Zeitung im Original-Zitat aus obigem Artikel:
    "Zieht die AfD in den Reichstag ein, so sei eine (unschöne und unpopuläre) Debatte um die Erhöhung der Mittel für die Parteienfinanzierung unumgänglich, heißt es in den Parteizentralen."

    Der AfD schreiben die Mietmaulhuren gleich einmal frank und frei den Einzug in den "Reichstag" zu. Dem Leser gruselt's. Der Leser schüttelt sich. Schnell schlagen seine Herzen für die "Gute GröMaZ", die Größte Mutti aller Zeit... Und das "Schönste!": GröMaZ handelt im Einklang mit Recht und Gesetz! Mit welchem Recht, mit welchem Gesetz fragt man sich verzweifelnd?

    Floydmasika erklärt in seinem bewunderswert sachlichen Beitrag die Zusammenhänge. Der übelste Urheber in der Prantlhausener-Pestpostille kann mit Konstantin Wecker die Sektkorken knallen lassen, die Nutznießer in ihren grünen Ghettos dieser gewollten und gesteuerten Invasion können sich bei Anne Will auf die Schenkel klopfen und gnadenlos das Fernsehvolk dumm und dusselig quasseln. Es scheint mir schier unmöglich, gegen diese gebildeten, hochgradig vernetzten Eliten wie die Generalstaatsanwältin Sharpston, die medialen Alphajournalisten wie Prantl oder Talkshow-Dompteusen wie Maischberger oder Will anzukämpfen. Man verdeutliche sich genauer, was Floydmasika in seinem Beitrag über Frau Sharpston berichtet.


    Wenn Buntschland sich wie Rückhaltebecken bei Überflutungen juristisch verpflichtet zur Aufnahme aller anbietet, nimmt dies von anderen Ländern, anderen Grenzen Druck. Dass die schafsblöden Steuerzahler in Buntschland bitter bezahlen müssen, scheint vielen jetzt schon ausgemacht.

     
    Lassen wir uns nicht verrückt machen von den traurigen Zuständen in Buntschland. Freuen wir uns lieber, dass einige Bildchen von unserer vierstündigen Wanderung durch die Ausstellungspaläste einige Impressionen uns schenken.







    Um etwas besser und mehr von der Eremitage zu verstehen, soll mir ein kiloschwerer Bildband aus einem der Buchläden daheim weiter helfen.








    Für hier und heute reichen mir meine Ausführungen zur Erinnerung an unsere ersten fünf Tage in St. Petersburg. Wer die Links mit meinen Blog-Berichten regelmäßig erhalten will, kann eine E-Mail einfach ohne Text und Betreff an n0by-subscribe@yahoogroups.com schicken. Wer will kann hier auch kommentieren, wie das mein Freund Cand. Ing. Alfred Röck getan hat. Seine denkenswerten Zeilen schließen diesen Blog-Bericht.

    Alfred Röck said...

        A. Röck, Vors. Club Voltaire München 1994: ALLES GUTE zum GEB. TAG - dem "artfremden" Autor ERHARD THOMAS ! Der sich in 2017 mit seinen neuen Reiseberichten - "Nichts wie weg"- noch gesteigert hat, und der Voltaire`s Real- Zynik, (bestens faktisch unterlegt), kaum nachsteht!
        II) Man wird wissen, dass wir mit Laudatiae ziemlich sparsam sind, nicht mal Hans Magnus Enzensberger konnte die letzten 2 Jahre eine von uns erheischen, i.Ggs. zu früher; denn Versager Enzensberger analysiert neuerdings, gleichsam einem Psychiater der klassischen Schule, den Patienten (Islam)- u. dazu auch noch amateurhaft dumm auf Abend- Küchen. Geschwätz- Niveau! Solche Psychiater erklärten Patienten, nach vielen Jahren teurer Sitzungen, warum sie unglücklich sind- u. sie blieben es! Inwiefern glaubt E. - mit seinen Analysen, auch nur einen Islamisten zu stoppen ?
        Die Behavouristen dagegen suchten die Situation u. das Milieu! Die Schule ist sehr erfolgreich! Somit ist der Erfolg bei Islamisten am ehesten gegeben, wenn wir mehr schießen ! Keine Gefangenen machen ! Z. B., als vor 3 Tagen 3 israelis erstochen wurden, wurden alle 3 Angreifer erschossen! Während Dummhuhn Künast schimpfte, warum man dem Machetenmann (Zug  Würzburg) nicht nur zwischen die Zehen schoß, sondern erschoß
        III) Ganz anders als Enzensberger, der Autor Thomas: Schon sein letzter Reisebericht << Friedensfahrt Moskau 2016>> - ein politischer Leckerbissen u. jetzt in seinem Reisebericht- / Führer in seinem blog, noch eine Steigerung;
        Enzensberger schlug nicht drein, als das islamistische das SPD- Dummhuhn, (Gen. Sekr. 2015), als IS- Unterstützer in auftrat: SPD- Gen. Sekr. Yasmin Fahimi (2015): Ihr Vater ist IRANER, sie in Dtl. geb; Zitat: + + <<< "Den Islamischen Staat als radikal-islamisch zu bezeichnen, ist eine Missachtung und Zuweisung, die die Muslime hier in Deutschland in ihrer Ehre berührt“ >>
        IV) Autor Thomas ist der Protagonist eines neuen GENRES, nämlich politische Reiseberichte – und darüber hinaus, Außenansichten über`s Heimatland, bei ihm „SCHLAND“ genannt, zu schreiben !
        Wohl der einzige hochpolitische Reiseschreiber ! Und er beklagt ja das unglaubliche Unpolitischsein in „Schland“!
        V) Aber: Lesen das dt. Frauen ? Die schwelgen doch dümmlich von Alexander v. Humboldt`s Reiseberichten. Bloß keine Politik auf Reisen- nur über "Schönheit der Natur" ! Statt dass sie Wilhelm v. Humboldt lesen würden! Nun, die dt. Frauen u. ausgerechnet die LINKEN (!) sind so irre unpolitisch, sie verzeihen dem Islam ALLES- egal wieviel Blut fliesst! Noch mehr: Sie suchen krampfhaft die Schuld bei sich/ uns, dem Westen! VI) Der ach so böse Westen habe Kolonien gehabt..! Man erinnere sich: der Tschad wurde schon 1960 ín die Unabhängigkeit entlassen; und was wurde daraus in 57 J.? ?
        + + + Blutigste Islamisierung, (jetzt sind 94 % muslimisch), höchste Geburtenrate der Welt (über 47 Geb. / 1000 Einwohner / Jahr, [Dtl. 8,2]; ferner tiefster UN-Armuts - Index, u. am meisten verhungern dort!
        VII) Analog Ägypten: Alle 10 Monate gibts 1 Mio Esser mehr, u. das obwohl 25- 30 % der Jugend an Anämie u. Proteinmangel leiden: wie das ? Weil Fladenbrot die Hauptnahrung ist! Doch der Islam verbietet Geburtenregelung
        VIII) Deshalb: Schotten dicht an Europas Grenzen ! Militärisch Grenzen sichern u. wenn nötig, selbstverständlich schiessen!
        IX) a) ) Europa oder die EU kann einen Marschallplan (1948 der USA) in 2017 auflegen!
        b) Und den Mio jg. Männern - von unseren Ing. angeleitet, die vom IS zerschossenen Dörfer wieder aufbauen lassen. Das passt GRÜN gar nicht, denn deren Doktrin vor 20 J. lautete: Wir müssen die Deutschen ausdünnen." Und diese GRÜNEN - Doktrin scheint immer noch zu gelten ! Denn GRÜN will lieber Dtl. vollfüllen mit Zuwanderern- nicht dort, vor Ort, Schutzlager bauen lassen von den Mio jg. Männern! Happy weekend! 22.7.2017 A. Röck   12:16 AM


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    Die überwältigenden Eindrücke der Siebenmillionen Stadt Petersburg sollte man selber erleben. Wenn meine Bilder Lust machen, nach Petersburg zu reisen, hat dieser Blog genug getan.

    Das erste kleine Abenteuer ist die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von unserem Camp nach Petershof.




    Manche Metrostationen in Petersburg wie in Moskau sind allein schon einen Besuch wert. Hier glänzt die Station Awtowo, auch als Avtovo geschrieben, mit Prunk und Pracht. Von dort befördern uns Busse zum Schloß Peterhof. Die öffentlichen Verkehrsmittel schütteln uns dazu gut zwei Stunden durch, doch die Reise ist es wert.


    Eine Reisegruppe Chinesen zieht von Peking mit Wohnwagen und weiteren Fahrzeugen bis nach Europa. Solche Fernreisenden halten sich allerdings nicht länger auf dem Camp in Petersburg auf.


    Wir erreichen Schloß Peterhof bei strahlend blauem Himmel. Eine leichte Brise kühlt vom Meer.




    Für den Neptunbrunnen haben sich Rösser mit Flossen gewappnet.






    Was für ein Tag zum Abschluß unserer ersten Woche in St. Petersburg! Strahlender Sonnenschein, Unternehmungslust und die Wegbeschreibung verhelfen uns zu einem unvergesslichen Ausflug. Im riesigen 55 Hektar großen Gelände von Schloß Peterhof verbringen wir Stunden. Die Mittagshitze verdösen wir an einem schattigen Platz unter Bäumen am Meer.



    Das Gold der Statuen glänzt, die Fontänen glitzern. Die Sonnenstrahlen brechen sich zu Regenbogen.


    Samson reißt dem Löwen den Rachen auf.



    Touristen aus aller Welt wie Asiaten und Inder bestaunen die unwirklich schöne Pracht.

    Auf der anderen Seite des Meerbusens reckt sich ein Hochhaus in die Höhe, an dessen Wänden noch Kräne kleben.




    Am Spaßbrunnen vergnügen sich die Kinder. Das Mädchen gehen mutig voran, auch wenn es nicht mit trockener Haut auf die Bank gelangt.



    Wieder kämpft ein Held mit einem Ungeheuer, während die Schildkröten Wasser speien.

    In der Orangerie stärken sich Touristen für weitere Stunden im herrlichen Park.

    Zum krönenden Abschluß unseres Besuches genießen wir Pracht und Stille in der Schloßkapelle.
     

    Die russische Fahne bläht sich in der sanften Brise, die vom Meer kühlend über das Land streicht. Ein Freund aus Paris hält Schloss Petershof zwar nur für einen zweiten, schlechteren Abklatsch von Versailles. Doch uns, wie tausenden Schaulustigen, begeistert die Pracht, der Sonnenschein, die Skulpturen und Springbrunnen, einfach die kunstvoll komponierte Anlage. Bis 1917 gehörte die Residenz der russischen Kaiserfamilie, die mit der Revolution alles verlor - auch ihr Leben.


    Dort steht geschrieben:"PETER der GROSE KAYSER und SELBSTHERSCHER von gantz Russland, gebohren d. 31. May 1672 nahm zur Regierung 1862. Starb d. 28. Jan. 1725"  


    Dies ist nun die köstliche Schloßkapelle. Um den dreidimensional erscheinenden Parkettboden nicht zu beschädigen, bekommen wir Überzieher für unsere Schuhe.






    Unser Ticket berechtigte uns für den unteren Garten, der zum Meer führt und zum Besuch von einem Museum. Für mehr hätte unsere Kraft ohnehin nicht gereicht. Als Museum galt dann der Besuch der Schloßkirche. Die Pracht unter dem Zwiebelturmdach mit den vier aufgesetzten Turmhüten ist einfach umwerfend.



    Sogar ruhige Plätze ohne Springbrunnen und ohne Besucher lassen sich in dem Park finden.


    Bis wir es erschöpft wieder zu unserem Auto geschafft haben, sind elf Stunden vergangen. Zumindest der Rückweg von Schloß Peterhof haben wir in einer halbstündigen Bootsfahrt in einem Tragflügelboot genossen. Das Boot setzte uns nah an der Eremitage ab. Vom Boot aus sahen wir die Stadt von einer anderes Seite.


    Deutlich sichtbar ragen an beiden Seiten des phallisch sich reckenden Turmhauses die Kräne hervor.



    Die Touristen auf Kreuzfahrschiffen sind nicht zu beneiden. Zu Hunderten karren Busse die Menschen an die Sehenwürdigkeiten heran. Hinter Führer mit hochgereckten Zeichen hetzen Menschengruppen durch die Wunderwelt der Museen.


    Unser Tragflügelboot rauscht über den finnischen Meerbusen die Newa hinauf. Neubausiedlungen entstehen am Ufer. Begehrte Wohnlage sind teuer. In der Metro preisen Plakate Wohnungen an, die 2,5 Millionen Rubel kosten.

    Angelandet begrüßt uns dieser freundliche Löwe, der, wie die Architektur der Plätze und Bauten, Respekt einflößt.


    Die Petersburger feiern den Sommer mit Musik und Straßenfesten, Verkaufsbuden und viel, viel Trubel. Die Touristen pumpen Unsummen in die Stadt. Vorstellbar, dass die Preise sich jedes Jahr um einige Prozent steigern.



    Wie so oft passt der Mann zur Maschine, wie Hundchen zu Frauchen und Herrchen.

    Auch martialisch gekleidete Motorradfahrer, die in Gangs durch die Straßen dröhnen, stehen in friedlichen Gruppen zusammen. Von ihnen geht nichts Bedrohliches aus.



    Übersättigt von Trubel erholen wir uns in einem der zahllosen Restaurants und schöpfen Kraft für den Heimweg in der ratternden Metro.



    Die Abendsonne lässt die goldenen Zwiebeln der Auferstehungskirche strahlen. Nach diesem überaus anstrengenden Tag haben wir uns anderntags etwas Ruhe verdient. Doch auch der nächste Tag läuft wieder darauf hinaus, gefühlt zehn Kilometer zu marschieren, obgleich wir mit dem Bus- und Trolley-Busnetz, der Trambahn wie der Metro immer vertrauter werden.

    Shopping und Sightseeing



    In der Straße unseres Hotels, der Obukhovskoy Oborony, gibt es ein vorzügliches Kaufhaus, ehemals wohl Theater, welches nun als "Kulturpalast" firmiert. Dort unterhalten einzelne Händler ihre Stände. Wir kaufen dort Geschenke für Freunde daheim. Die drei russische Matruschka-Puppen kosten etwa soviel wie eine dieser sich reproduzierenden hohlen Holzpuppen an den Shopping-Ständer bei der Auferstehungskirche.




    Der Prozedur, in der Bank Geld zu wechseln, weichen wir nach zweimaliger Erfahrung aus: Die Wechselstube rückt leichter Rubel raus. Eine Achtung einflößende, gewichtige Dame in ihrem Banksessel begutachtete kritisch unsere Geldscheine, gab mehrere zurück. Dies Theater gibt es nicht in Wechselstuben, jedenfalls war mir dies bislang dort nicht vorgekommen.



    Mit Taschen voller Geld aus unserem kapitalistischen Wohlstandsystem huldigen wir dem Heiligendenkmal der kommunistischen Weltreligion: Karl Marx.


    Wer ist das nun wieder? Der Herr blickt mit besorgter Miene auf uns herab. Die Bartmode damals erinnert an die heutige Mode salafistischer Moslems.


    Vor der Smolny-Kathedrale heiratet ein Paar standesgemäß. Dass dazu ein XXL-Hummer als Hochzeitskutsche dient, zeigt irgendwie die Sehnsucht nach kapitalistem Kult - zumindest solchen Gütern.



    Die Renovierung in der Smolny-Kathedrale läuft auf vollen Touren. Mich reizt der Blick über die Stadt von einem der Kirchtürme. Mit einer milden Spende von 150 Rubeln, etwa drei Euro, gewährt man mir den Aufstieg in die 50 Meter hohe Kuppel. Stephanie erbeutet eine CD mit kultischen Gesängen, deren Mantra artiges Salbadern in endlosen Litaneien mit abwechselndem Chorgesang uns am Abend entspannen.


    Wie meist in meinem Vorhaben "Rentners Rummelplatz Reisen" lohnt auch der Weg auf die Kuppel wieder das Ziel.



    Dressur, Drill, Disziplin in Klöstern wie Kasernen trimmt Menschen, Mönche, Soldaten gnadenlos darauf, Zielvorgaben zu erfüllen. Doch dieser Blogbeitrag will sich politischer Seitenhiebe enthalten.


    Piskarjowskoje-Gedenkfriedhof



    Leider beginnt die zweite Petersburger Woche für meine geliebte Frau mit einem nächtlichen Kampf gegen Mücken. Die zum Angriff summenden Biester rauben ihr den Schlaf - mir mit. Anderntags ist sie fertig und lässt mich allein zur Gedenkstätte Piskarjowskoje ziehen und genießt einen Ruhetag.

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    Obgleich die Fahrt mit gerade einmal 16 Kilometer kürzer ist als vom Camp zum Schloß Peterhof, muss man doch anderthalb Stunden für die Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln rechnen. Mit zwei Metros geht es bis zur Metro-Station Ploshchad Muzhestva. In Kyrillisch machen sich die Namen noch viel besser.


    Um dringende Bedürfnisse zu befriedigen, muss man passendes Kleingeld bereit halten, im Beispiel 35 Rubel, etwa 50 Cents. An Arbeitskräften mangelt es nicht. Jeder Bus beschäftigt einen Kondukteur, weiblich oder männlich. In jeder Toilette wacht eine Dame darüber, dass sich niemand ohne zu zahlen einschleicht. In Kaufhäuser arbeiten viele Menschen in kleinen einzelnen, voneinander unabhängigen Geschäften. An einen Laden mit Taschen schließt sich ein Lebensmittelgeschäft an. Neben den Süßwaren liegen im nächsten Fenster verschiedene Käsesorten. Fleisch, Fisch, Kuchen, Teigtaschen, Gemüse, Obst, Tee und Delikatessen verwöhnen auch anspruchsvolle Kunden.

    Die Dame von der Info hatte mir Metro- und Buslinien aufgeschrieben, um zur Gedenkstätte zu kommen. Von der Metrostation fahren Busse  mit den Nummern 80, 132 und 138 zur Gedenkstätte. Wenn der innerer Kompaß die Richtung nicht peilt, muss man eben die Straßenseite und Buslinie wechseln. Auf meinen Wunsch hatte mir die Dame der Info den Namen der Gedenkstätte auch in Kyrillisch notiert. So konnte mir ein Ortskundiger den Weg weisen.



    Bei Busfahrten bekommt der Reisende besser mit, wie die Menschen sich in der Stadt versorgen - beispielsweise mit hübschen Lädchen, Dönerbuden und kleinen Restaurants.


    Wie überall in Russland regeln strenge Vorschriften das Verhalten an Plätze, Orten, in Kirchen, Behörden, Banken, Poststellen u.dgl.. Wo, wie auf dem Piskarjowskoe-Gedenkfriedhof, etwa 450.000 Leningrader eine Gedenk- und Ruhestätte gefunden haben, merkt man die drückende Ausstrahlung. Traurige Musik beschallt die Anlage. Die Belagerung Leningrads vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 hat sich kollektiv in das Gedächtnis der Menschen eingraviert. Die Gedenkstätte hat ihren Platz im Weltkulturerbe gefunden.






    Man muss bedenken, dass unter jedem dieser Hügelbeete die Gebeine von Tausenden Hunger- und Kriegstoten liegen. Mir ist keine Kultstätte in Deutschland bekannte, welche unserer Gefallenen mit Würde, Anstand und Mitgefühl gedenkt. Doch politische Seitenhiebe wie zum Rheinwiesenlager sollen diesmal entfallen.



    Neben Tausenden, wenn nicht Hundertausend anonym Bestatteter gibt es für einige wenige Grabsteine mit Namen, Jahr der Geburt und des Todes. Vieleicht gerade mal eine Handvoll Menschen hat ihrer Vorfahren mit Schildern wie bei diesem jungen Matrosen gedacht.




    Wie meine Frau daheim im Camp am Auto sich Ruhe gönnt, so verwöhnt mich mein Ausflug auch mit viel Ruhe. Auf schattigen Bänken in der Gedenkstätte ist man schon dem Lärm der Großstadt entflohen. An der Metrostation gibt es ein kleines Restaurant. Der Salat kostet etwa zweieinhalb Euro, 153 Rubel. Danach geht es wieder in die Metro. Doch der Name der dritten Station reizt mich, wieder aus den Tiefen der U-Bahnschächte mich wieder ans Licht auf den endlosen Treppen rollen zu lassen. Denn die Station heißt Ploschad Lenina. So sieht der Platz an der Newa dann auch aus.

    Gleichzeitig ist diese Metrostation auch der Bahnhof für die Züge nach Finnland, wenn denn der Name Finlyandsky Railway Station hält, was er verspricht.


    Nachdem meine dem heimischen Kapitalismus sauer abgerungene Rentne mich nun mit den nötigen Rubeln gestern schon dem kommunistischen Heiligen Karl Marx hat huldigen lassen, wird wohl heute der Heilige Lenin sich mit einem Segen für mich nicht lumpen lassen. Andere Heilige wie weiland Stalin selig sind ja wohl aus der Mode gekommen. Deren Dokumente fristen wie im Budapester Momento-Park ein eher traurig-beschlauchliches Dasein. Aber man kann nie wissen, wie sich die Dinge entwickeln und was noch kommt.




    Aber, verdammt noch mal, sollte mir denn kein Blog-Bericht gelingen, ohne mich in politische Abgründe hetzend zu verlieren? Nur einer geht noch, weil mich diese Parteiwerbung doch lächeln ließ in ihrer Absurdität.




    Jedenfalls klingt der Abend friedlich und fröhich mit meiner lieben Frau wieder aus. Wir lustwandeln um die Häuserblocks. Ein weiteres Kaufhaus begeistert mich mit seinem überreichen Angebot.





    Obst, Gemüse, Köstlichkeiten zum Knabbern über einer Theke mit getrockneten Fischen



    Fleisch- und Fischtheken mit überreichem Angebot

    Wir genießen am Abend noch ein Bier in einer kleinen Kneipe. Der Wirt hat auf hölzernen Paletten über dem Gras seine Terrasse gebaut. Anscheinend betreibt ein Türke das Geschäft. Bier hätte er keines, doch eilfertig läuft er los, um einige Flaschen zu holen. Am Nebentisch sitzen Männer, ausschließlich Männer, die aus kleinen türkischen Gläschen Tee schlürfen, den der Vorsitzende aus einer dickbauchigen Kanne verteilt. Die Männer sprechen türkisch, wenn wir dies richtig deuten. Doch auch an dem Ort ist es gemütlich, weil alle uns sichtlich freundlich gesonnen sind. Wir leben uns immer besser ein. Ein Nachbar, der mit seinem 150.000 Euro Iveco aus Murmansk zurück kam, ist schon wieder abgerauscht. Schade, wollte er mir doch einige Koordinaten von Camps auf dem Weg in das 1400 Kilometer entfernte Nordziel geben. Aber man könne überall frei an wundervollen Seen stehen.



    Statt dem Allrad-Iveco haben sich drei französische Allrad-Toyata niedergelassen. Die Landkarte auf einer Kühlerhaube wie auch die reichlich ramponiert erscheinenden Fahrzeuge deuten an, dass diese Fernfahrer einen Mongolei-Trip hinter sich haben. Es gibt eben immer Spannendes in der Szene, welche für mich "Rentners Rummelplatz Reisen" heißt. Einen Nachteil hat das Ganze: Meine russischen Babbel-Lektionen entfallen nun schon einen ganzen Monat, weswegen mir die Wörter fast alle wieder durch das Gedächtnis ins Vergessene rauschen. Es bleibt mir die Freude, überall zumindest die kyrillische Kryptografie zu entziffern, was ohnehin immer noch ein mühsames Unterfangen für mich ist.


    Russisches Museum




    Die Tage rauschen an uns vorüber wie im Flug. Den vorletzten Tag verbringen wir im Russischen Museum. Wie schon im Schloß Peterhof und der Eremitage braucht man Stunden, um auch nur einen kleinen Überblick über die Kunstschätze zu bekommen. Die Metro bringt uns bei drückender Schwüle in die Stadt. Doch der Wetterbericht behält Recht, so dass wir bei Regen wieder raus kommen. Ein Möwe hat auf Puschkins Haupt Platz genommen. Doch fangen wir am sonnigen Morgen mit dem Eingang zum Museum an.


    Um solche Petersburger Prachtbauten in Gänze auf das Bild zu bannen, braucht man Weitwinkelobjektive.



    Löwen müssen zu damaligen Zeiten in hoher Anzahl die Ateliers der Bildhauer verlassen haben. Jedenfalls wachen die Biester landauf, landab auf ihren Podesten an den Eingangstreppen.



    Auch am umbauten Raum herrscht kein Mangel. Doch wie später noch zu sehen ist, machen sich manche überdimensionalen Bilder über eine Wand einer großen Halle breit. Der Ausdruck "Räume" wäre untertrieben und das Wort Zimmer passt überhaupt nicht.



    Für einige Stunden tauchen wir nun in die Welt der Statuen, Ikonen, Ölgemälde, bewundern kunstvolle Kisten, Schränke und Möbel. Was sich in etwa den letzten 1000 Jahren im Riesenreich Russland auftreiben ließ, braucht eben ein Museum im XXL-Format.

    Peter, den Ersten, haben wir mittlerweile schon so oft gesehen, gefühlt in etwa wie Merkel auf Plakatwänden zur Wahl. Das russische Museum zeigt uns den Großen Peter dann auch noch auf seinem Sterbebett, aber der Bezug zum politischen Pesten und Pöbel soll ja diesmal entfallen.

    Bilder wie diese jagen dem Betrachter einen Schauer über den Rücken. Der Künstler titelt sein Bild "Welle 8". Er hat von solch tosenden Meeresbildern noch weitere gemalt, wo sich ein ertrinkendes Häuflein elender Matrosen an den letzten Mast im schäumenden Meer klammert.






    Den schaurigen Kitzel von Gewalt, Kampf und Untergang, den heute Filme darstellen, haben zuvor Künstler mit ihren Werken dem Betrachter geschenkt. Hier stellt man sich auf großflächiger Leinwand auf die "letzten Stunden von Pompejii" ein.

    Die Verluste an Menschen durch Natur- und Kriegskatastrophen gleichen die Menschen mit vermehrter Fortplanzung. Dazu widmet sich jedes Museum wie jede Illustriert, jeder Film und das Theater des Lebens eben unermüdlich dem Thema "ewig lockt das Weib".


    Man vermutet fast, dass der Maler hier mit steifem Pinsel dies Werk geschaffen hat. Manche Figuren sind so lebensnah gemalt, dass man fantasiert, sie treten gleich aus dem Bild und bewegen sich mitten unter den Besuchern in traditionellen Gewändern der damaligen Zeit oder wie die Dame mit fast nichts am Leib. Obgleich dieser Blog versucht, sich von politischen Pesterei zu befreien, ist die Assoziation mit unverhüllten Damen zu verführerisch, um nicht noch ein Beispiel aus dem Hier-und-Hetz einzufleichten.


    Wenn der Leser stundenlang bei meinen Stories von St. Petersburg verweilt, ist hier ein Kommentar zu Frau Weigel unvermeidbar: Wenn's bei der Weidel klemmt, sollte sie Akif Pirinçci als Wahlkampfleiter für die AfD einsetzen. Der Mann kann's!



    Lieber Leser, es tut mir leid, wieder vom russischen Museum abzuschweifen. Doch gleich geht es wieder gesittet, museal und kunstvoll weiter.


    Das russische Museum zeigt hier nicht etwa zwei Wähler der Blogparteien am Strick der medialen Maulhuren, nein dies sind ganz klassische Sklaven, vermutlich vor der Abschaffung der Leibeigenschaft.


    Zwei Pinup-Puppen, kälter noch als Stein, weisen den Weg zu neuen Kunstgenüssen in der Kammer nebenan. An der Dame zur Linken müht sich kniefällig ein bocksbeiniger Verführer, dessen triebhafte Natur der Bildhauer dadurch herausstellt, dass er dem Kerl Hufe statt Füße modelliert.


    Die Halle mit den Ikonen aus weit, weit vergangenen Jahrhunderten sei einfach übersprungen. Diese Dame in ihrem prächtigen Gewand macht mich mehr an - hoffentlich auch den Betrachter.


    Kommen wir nun zum Mobiliar. Wobei es wohl zur Tradition gehobener Handwerkskunst und vorindustrieller Fertigung gehört, für die Festtage der Zarenfamilien wie zu Ostern, Weihnachten oder Geburtstagen auserlesene Stücke anzufertigen und zu verschenken. Es hat sich im Vergleich zu heutigen Zeiten wenig geändert: Der Steuerzahler kommt für alles auf.


    Mir wäre die Idee solcher Geschenke an herrschende Politiker wie Zaren ja nicht gekommen, doch an diesem Topf, den die Aufschrift als "Vase" bezeichnet, steht es eben: "Geschenk an den Zaren." Die zaristische Pracht und Macht endete 1917 dann mörderisch. Ob Besseres diese Herrschaft ablöste, darüber streiten sich die Gelehrten. Auf jeden Fall konnte ein unter mörderischen Umständen durch Stalin industrialisiertes Russland dann im Weltkrieg erfolgreich gegen die deutsche Militärmaschinerie gegen halten.


    Periodisch müssen sich anscheinend zwangsläufig die Spannungen zwischen Menschen, Völkern in massenpsychotischem Gemetzel entladen. Wenn genügend Blut die Erde getränkt hat, wenn genügend Mensch- und Maschinenmaterial das Gemetzel vernichtet hat, bauen die Menschen in einer "friedlichen Periode" alles wieder auf. Mich erinnert dies an die Redensart beim Fußball: "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel." Oder so ähnlich.


    Es fällt mir schwer, dieses Blog zu beenden. Diese feierliche Versammlung von politischen Größen im Mai 1901, um das neue Jahrhundert festlich einzuweihen, wäre eine Chance.


    Verabschieden wir uns aus St. Petersburg, dem russischen Museum, mit einem Blick auf diese patriachalische Familie. Mütterchen hat sich dreimal glücklich reproduziert. Da kann der Alte im Sessel stolz darauf sein, was er im Schweiße seines Angesicht geschaffen hat.



    Nach gefühlten Kilometer langen Wanderungen durch St. Petersburg, das Schloß Petershof, Museen wie dies russische oder Eremitage, sind vermutlich Leser wie Autor gleichermaßen erschöpft. Immerhin geht es uns noch besser, als hier dem sterbenden Sokrates hier auf seinem Sessel.


    Jedenfalls hat mir mein Ausblick durch meinen kleinen russischen Fensterrahmen viel Spaß gemacht. Wenn mich Leser begleiten wollen, schicken sie einfach eine E-Mail ohne Text und Betreff an

    n0by-subscribe@yahoogroups.com

    Von dort gehen immer zuerst die Links meiner Berichte ins Land. Auch Kommentare sind herzlich willkommen.





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    An unserem letzten Tag in St. Petersburg genießen wir die große Kriegsflottenfeier: Die 50 Kriegsschiffe, 5000 Matrosen, Kampfflugzeuge und Panzer begeistern mich mehr als meine Frau. Unsere beiden letzten russischen Nächten verbringen wir in Wyborg, wo die alten Schweden sich 1293 eine Festung errichteten.


    Treffen mit Freundschaftsfahrern


    Zum Glück verbringen wir den verregneten Petersburger Samstag im russischen Museum. Am regennassen Nachmittags treffen dann am Stellplatz des Hotels Elizar die ersten Freundschaftsfahrer ein. Auf  Prof. Rainer Rothfuss und seine Freundschaftsfahrer wartet eine Begrüßungsfeier in einem noblen Hotel an der Newa. Wir schließen uns drei Friedensfahrern an und machen uns mit drei gestandenen Bergleuten im Vorruhestand auf den Weg: Marik, Andreas und Udo.



    Die Metro bringt uns bis auf zweieinhalb Kilometer an unser Ziel. Da wir die Bus- oder Bahnlinien zum Hotel nicht kennen, kämpfen wir uns die letzte Strecke durch den nieseligen Regen an der Newa vor.


    Ein erfrischender Abendspaziergang durch den Petersburger Regen bringt uns zum Okhtinskaya Hotel, wo die Begrüßungszeremonie schon vorbei ist.


    Dort kommt es noch zu einem Händeschütteln mit Rainer, der als Organisator und Motor der Aktion den Kopf übervoll hat mit Terminen und Treffen mit mehr oder minder wichtigen Menschen. Jedenfalls war die russische Brot- und Salz-Begrüßung im Hotel schon vorbei, so dass wir uns in unserer kleinen Gruppe auf den Heimweg machten.



    Um den Durst von der anstrengenden Reise zu stillen, denn schließlich waren die Friedensfahrer schon seit morgens von Utorgosh unterwegs, erforschen wir noch einen Getränkemarkt. Dieser durfte Wein, Bier, Schnaps verkaufen, jedoch nur für den sofortigen Verzehr. Daher öffneten die Verkäufer jede Flasche, Bier, Wein und Wodka direkt an der Kasse, die geöffnet der Kunde bezahlte und bekam. An einer Art erweitertem Fensterbrett feierten wir dann gemeinsam unsere bislang glücklich Reise im Getränkemarkt.

    Fahrradfahrt zum Kriegsflottenfest

    Wir sind vergleichsweise früh wieder munter und wagen uns an eine Radtour ins Centrum.


    Die Petersburger Kriegsflottenfeier findet noch am gleichen Tag beispielsweise in der WELT einen Pressebericht.



    Die paar mausgrauen Kriegskähne auf der Neva als "riesige Parade" hochzujubeln, scheint mir übertrieben. Auf der Newa wäre Platz für mehr Schiffe gewesen.



    Prof. Rainer Rothfuss mit seiner Entourage genießt vermutlich die Show von der Ehrentribüne aus. Jedenfalls veröffentlichen die Friedensfahrer auf Facebook eindrucksvolle Bilder wie der Düsenflugzeuge, die Farben der russischen Flagge in das Firmament blasen. Wir freuen uns, dass zufällig die Russen an unserem letzten Tag in St. Petersburg den "Tag der russischen Kriegsflotte"feiern. Russlands Präsident Wladimir Putin ist auch dabei.

    Farbenflugfrohe Formationen für Friedensfreunde

    Die Friedensfahrer mit Prof. Rainer Rothfuss, einer Dolmetscherin und Ewald Klein vom Reisebüro Leipzig treffen sich mit Verantwortlichen der Flottenparade, wie sie dies bei Facebook veröffentlichen.


    Diese Show wollen wir nicht missen. Mit Fahrrädern vom Hotel Elizar radeln wir an der Newa flußabwärts und bewundern die Ausblicke auf die Stadt, die Bauten, den Fluß und die Kriegsschiffe.



    Doch Radfahren in St. Petersburg kostet Nerven. Zum Glück verzieht sich der Regen, der gestern von Mittags bis Mitternacht pladderte. Auf unserer Rückfahrt von der Eremitage wärmt uns strahlender Sonnenschein.



    Wenn sich der Regen verzieht, trocknen Wind und Sonne schnell das Pflaster. Nur in tiefen Pfützen steht das Wasser noch tagelang. Wir schwingen uns voller Tatendrang auf die Räder. Nach wenigen Kilometern auf dem überbreiten Bürgersteig müssen wir Hindernisse wie Baustellen und Schnellstraßen überwinden.



    Meine Frau Stephanie voller Morgenschwung winkt freudig dem faszinierenden Hotel  und Buisiness-Center "Moskau" zu. Noch hängt der Himmel voller Wolken, doch der Wetterbericht hat für den Nachmittag Sonne versprochen.


    Irgendwie muss man mit Fahrrädern mehrspurige Schnellstraßen überqueren, auf denen manche Autos mit 100 Stundenkilometern vorbei schießen.


    Wenn man das geschafft hat, radelt man entspannter am Uferweg der Newa. Im Hintergrund eine Eisenbahnbrücke, die nicht hochgeklappt wird. Das mittlere Stück wird zwischen den beiden Türmen hochgezogen. So können zwischen 2.00 Uhr nachts bis 5.00 Uhr morgens große Schiffe den Fluß befahren. Für die Kriegsflotte gab es heute wohl eine Ausnahme, wie ein Bild von den Freundschaftsfahrer dokumentiert.


    Auf der mehrspurigen Uferstraße an der Neva sperrt die Polizei den Verkehr, was uns ruhigeres Radeln erlaubt.


    Boote der Wasserpolizei verhindern, dass Sportboote die Neva flußabwärts fahren und die Manöver der Kriegsschiffe stören. Angler lassen sich von nichts und niemandem stören.


    Auch meine Stephanie winkt und wirkt noch nach den ersten sechs, sieben Kilometer fröhlich.


    Wenig weiter lässt sich an diesem Bild der Wetterwechsel beobachten. Sonne und Wind haben alle Nässe vom Gehsteig getrocknet.


    Das Wetter hat umgeschlagen. Die Sonne bleibt bis zum Abend, vielleicht bis morgen? Die Blumen vor der Buddha-Bar und die Feuerleitern erstrahlen in Glanz von Farbe und Rost.


    Die Sonne scheint. Die Kriegsflotte kommt. Die Matrosen üben Landemanöver. Auf die weißen Anzüge tropft kein Regen.


    Mit gut geübtem Schwung wirft der Matrose das Tau seinem Kameraden am Ufer zu, der es um den Poller schlingt.



    Die Spannung steigt. Andere Kähne der Kriegsflotte schippern gemächlich die Newa flußaufwärts.


    Nun liegen schon zwei Kriegskähne an der Ufermauer und recken ihre Bugwaffe gen Himmel.



    Das Fernsehen und die Zuschauer brauchen packende Bilder. Die Matrosen reihen sich gebügelt und gestriegelt an der Reling auf.

    Vor der Hochhauskulisse mit den fünfzackigen Sternen auf dem Dach, der vergoldeten Zwiebel der Kirche macht sich das graue martialische Kriegsschiff besonders schön.


    Die Manöver-Manager lassen sich nicht lumpen. Zum sonoren Dieseln der Kriegskähne gesellt sich das nervösere Hummelbrummen der Hubschrauber. Putins Kassenwarte sparen am Festtag der Kriegsflotte nicht mit Betriebstoff. Nach Schiffen und Kampfhubschrauber jagen Kampfflieger über die Szene. Das dröhnt noch besser.


    Auch wenn sich der Himmel zeitweise wieder verfinstert, die Diesel qualmenden Schiffe, das Brummen der Flugzeugmotoren, das Heulen der Kampfjäger geben uns in Petersburg das Gefühl, dass Putin uns gut vor dem allbösen Feind beschützt.




    Als Hobby- und Urlaubsreporter belastet mich keine gefühlte Tonnenschwere Kameraausrüstung mit armlangen Objektiven. Man bekommt auch mit kleineren Kameras genug mit von der Supershow der Petersburger Kriegsflotte. Die meisten knipsen ohnehin mit ihren Smartphones.


    Jetzt ein ganz besonderer Kitzel: Im Formationsflug dröhnen Kampfflugzeuge, anmutig wie Wildgänse, über das Firmament.


    Dass Putin sich das Spektakel nicht entgehen lässt, ist gut verständlich. Die Petersburger lieben die Show. Das lässt sich daran ermessen, dass viele Menschen sich mit blau weißen Matrosenkleidchen, gestreiften Hemden und Matrosenmützen schmücken. Einige tragen Fahnen oder lassen sie aus den Autofenstern hängen.


    Bedauerlich, dass nicht noch mehr Kriegsgerät zu Wasser und in der Luft die Wehrhaftigkeit und Wehrbereitschaft Russlands zeigt. Vielleicht muss Putin wegen der westlichen Wirtschaftssanktionen sparen.


    Jedenfalls feiern die Menschen das Kriegsflottenfest. Mit Kind und Kegel ziehen sie auf die Straße, dass wir am Ende den überfüllten Gehsteig an der Newa mit dem Fahrrad nicht mehr befahren können. Also weichen wir auf die Straße aus, die sich nach dem Fest wieder mit mehr und mehr Autos füllt.


    Man stelle stelle sich eine deutsche Truppenschau mit einem deutschen Familienvater und seinen Lieben vor. Wenn der Mann mit Fahne - egal welcher Couleur - durch die Straßen spaziert, wäre der Aufschrei groß. In Buntschland hämt dann der Mob: "Voll Nazi".


    Bei diesem Bild an einem Seitenkanal zur Newa mit der Brücke zum Marsfeldgarten beachte man den Randstein. Da kommt kein SUV mehr rauf.


    Wir haben es fast bis zum großen Platz vor der Eremitage geschafft. Doch Lärm, Trubel und Anstrengungen haben uns geschafft. Bei einer köstlichen Pizza mit Pilzen, Salat und einer traditionellen Tofu-Suppe tanken wir neue Kräfte.


    Wir haben den Park am russischen Museum erreicht. Die Marktfrau schaut erstaunt, dass sie jemand fotografiert. Die Preise für Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren gleichen den unsrigen daheim. Während in Buntschland betrunkene Rowdies Fahrräder krumm und klein treten, schlimmstenfalls auch eine Frauen die U-Bahn-Treppe  hinab trampeln, während fast jeder acht- und gedankenlos Kippen wie Kaffeebecher auf's Pflaster schmeißt, gibt es solche Unsitten in Petersburg noch nicht.

    Was mir heute hier in Petersburg auffiel, war für mich eine erste, einmalige Erfahrung. Ein Mann schnippt seine Kippe in den Abfalleimer. Die trägt der Wind von der Newa gerade neben den Eimer. Der Mann bück sich, hebt die Kippe auf und entsorgt sie korrekt im Eimer.



    Im Englischen Garten in München hinterlassen die Massen nach sonnigen Feiertagen Berge von Müll. Hier in Russland geht eine Beamtin durch den Park, in dem junge Leute die Bierflasche in einer Tüte versteckt auf der Parkbank trinken. Trinken wollen. Die Uniformierte verbietet dies mit einer Geste. Ihre kurze Aufforderung genügt, dass sich die Jugendlichen verziehen.

    Was manchen wie das Gemaule eines bräsigen Rentners vorkommt, ist für mich ein Symptom der Zustände in Buntschland. Dies Wochenende, wo die Petersburger ihr Kriegsflottenfest feiern, sticht ein Messermörder in Hamburg zu, ein Maschinenpistolero knallt in einer Konstanzer Disco Menschen ab - und all das hat wieder mit Nichts etwas zu tun. Womit denn dann?


    Die Ordnungskräfte in Buntschland halten die Menschen nicht mehr im Zaum. Kirche, Parteien, Gewerkschaften, Sicherheitskräfte, Manager, Kleriker und Künstler, viele, all zu viele haben Sitte und Anstand so in die Tonne getreten, dass Hinz und Kunz sich frei fühlen, zu tun, was immer ihnen in den Sinn kommt. Weil zu viele die Sau rauslassen, stinkt es in Buntschland..


    Wir kennen mittlerweile den Sitar-Spieler, der an der Auferstehungskirche mit kunstvollen Klängen gute Gewinne erwirtschaftet.


    Wir haben es ins Centrum geschafft! Der Platz an der Eremitage ist eingezäunt. Zugang gibt es nur durch Sicherheitschleusen wie am Flughafen oder bei den Metros. Wen die Polizei mit seinem Gepäck mit einer kurzen Geste rauswinkt, der hält an, lässt die Beamten ihr Arbeit machen. Niemand beschwert sich, wenn ein Beamtenrüssel durch sein Gepäck schnüffelt.

     

    Meiner Frau fehlt vollkommen meine Faszination für Kriegsgerät, egal ob zu Land, zu Wasser oder in der Luft. Sie nervt die Rap-Musik über dem Platz, den die Sonne aufheizt. Sie will heim ins Auto. Der anstrengende Weg an der Newa, über Straßenkreuzungen und durch Baustellen ist weit.


    Kinder turnen fröhlich auf dem Kriegsgerät, was die schönsten Fotomotive ergibt. Doch wir drehen die Räder Richtung Camp, wohin uns zum Glück ein kräftigen Rückenwind Newa flußaufwärts schiebt.


    Also verlassen wir die fröhliche, laute Volksfeststimmung.


    Kleine wie große Kinder spielen einfach gern mit und am Kriegsgerät. Die Maschinen wirken so martialisch, männlich, mutig. Wo dies im Innern fehlt, da sucht man sich dies im Äußern.


    Meine Herzensdame nimmt Kurs Newa, Kurs Camp, Kurs Ruhe. Auch mir reicht es, als nach etlichen Stunden die Dusche im Camp meine Lebensgeister erneuert.


    Man wird doch zugegeben müssen: Kriegsschiffe im Sonneschein sehen schön aus, oder?


    Mittlerweile haben die wackeren Matrosen ihr Millionen-und-Abermillionen Rubel teures Kriegsspielzeug ohne Kratzer angeleint. Wenn die bunten Fahnen wehen, geht die Fahrt wohl über' Meer. Die Bordschöne in Rosa sticht besonders hübsch gegen das Grau ab.





    Mein Abschiedsabend aus Petersburg macht mir das Herz schwer. Eine letzte Metrofahrt allein in das Petersburger Stadtgetümmel erleichtert mir den Abschied. Feierlaune liegt in der Luft. Musikanten spielen in den Straßen.



    Ein kleines Mädchen mit Matrosenmütze lohnt die Musik. Papa hat sie mit einem Geldstück in Richtung Sammelbüchse geschickt. Ein Mann tanzt gewandt vor dem Publikum. Friede, Freude, Festlichkeit schwingt überall durch die Straßen.



    Adieu, Du schöne, friedvolle Stadt voller Freude, Kunst, Tanz und Tralala - mit Millionen von Kriegs- und Hungertoten in den Massengräbern, den Weltkulturerbestätten trauriger Kriegserinnerungen. Ist dies irgendwo anders?



    In einer waghalsigen Kletterei hat ein Mann die Höhe des Laternenmastes erklommen. Dort hing noch eine blauweiße Fahne. Die hat der Kletterer aus der Halterung gerissen und auf den Boden geschmissen. Beim Abstieg ist er selbst noch auf den letzten Metern auf's Pflaster gestürzt. Die Bedeutung der Handlung blieb mir verborgen, wie das Meiste in Petersburg, in Russland - und wohl auch daheim in verzwergten Buntschland.


    Rainer hat bei Facebook noch den wummernd donnernden Ausklang des Festes fotografiert. Die Donnerschläge des Feuerwerks ließen unser Wohnmobil noch sieben Kilometer vom Explosionszentrum wackeln. Mein Weg mit der Metro heim, lässt mich an Buntschland denken.


    Die Rückfahrt mit der Metro von der Station Nevsky Prospekt zu Yelizarovskaya erinnert rudimentär an das Treiben in Buntschland: Drei Jugendliche, wohl um die 20 Jahre jung, lümmelen sich über die Metro Sitze. Einer streckt sich lang aus, lässt seinen Kopf auf dem Schoß seines Saufkumpanen ruhen, Füße auf der Kopfstütze. Das Bild in der Petersburger Metro war mir fremd bislang, in einer Metro, die weder Abfall noch Grafitti verunstaltet. Beim Halt der Bahn steigt eine alte Dame, grauhaarig und etwas ungelenk aus, geht an den Rowdies vorbei und ermahnt sie, sich ordentlich hinzusetzen. Die Kerle hören auf die alte Frau ohne zu Murren.

    In Buntschland setzen Chaoten eigene Regeln hingegen. Verwöhntes Gesindel, von Papa oder Vater Staat leblang alimentiert, schwerer, harter Arbeit entwöhnt, unwillig gegenüber Schweiß treibender körperlicher Anstrengung wie auch konzentrierter Geistesarbeit tobt durch die Straßen, pöbelt, brennt, schmiert, berauscht sich an brennenden Autos und Müllcontainern, schmeißt Steine gegen Menschen, tritt auf Menschen, die am Boden liegen. Hätte der Mob Waffen, würden manche schießen. Ein enthemmter, brüllender, schreiender Pöbel fasziniert gewalttätige Kriminelle. Die schlagen, brennen, schmieren, hauen, stechen. Im Parlament sitzen Drahtzieher, die solche Aktivitäten unterstützen, Geld geben für öffentliche Räume, in denen sich Anführer der Randale mit heißen Reden profilieren.

    Diese gewissenslose Klientel verbündet, verbandelt und verbrüdert sich mit Gesindel aus aller Welt, welches Politpotentaten aus ihren Gefängnissen in Nordafrika - oder wo auch immer - liebend gerne nach Europa abschieben. Denn diese Potentaten haben genug Randale im eigenen Land und können kaum die im Übermaß sich mehrenden Menschenmassen mit Grundnahrungmitteln ausreichend versorgen.

    Was sich hier abzeichnet ist ein Bürgerkriegsszenario in Buntschland. Hier müssen auf brennenden Barrikaden Menschen schmerzhaft lernen und begreifen, dass es ohne eigene Leistung keine Nahrung, keine Energie, kein sauberes Wasser, keine Daten, nichts dauerhaft und nachhaltig gibt und geben kann. Für alles, für die eigene Existenz zuerst, muss man bezahlen nach Fähigkeit und Vermögen. Je eher dies Menschen erkennen, je früher Menschen sich mühen, anstrengen, bewußt für Ziele sich einsetzen und dafür auch Leid zu ertragen bereit und fähig sind, umso schneller befreien sie sich von der Faszination brennender Barrikaden.


    St. Petersburg - Wyborg, kurz vor Finnland




    Unser letztes Fahrtpensum in Russland ist extrem milde. Von Petersburg nach Wyborg sind es 140 Kilometer, davon ein gutes, erstes Stück Autobahn. Die Mautstelle zieht uns dafür 300 Rubel aus der Tasche, doch das lässt sich stemmen. Dafür kostet Diesel 38,9 Rubel, Diesel der besten Sorte. Vor dem billigen Fusel warnen die Experten. Einen versauten Kraftstofffilter zu wechseln, ist kein Spaß.

    Raus kommen wir aus Petersburg leichter als rein. Schon nach etwa 20 Kilometer haben wir den Millionenmoloch hinter uns gebracht. Der Montagsmorgenverkehr hat uns kaum genervt.

    Wyborg an der finnischen Grenze soll zum Einen schön sein. Zum andern haben wir von daheim das Motel Kirovskie Dachi, drei Kilometer vom Bahnhof und am See gelegen, gebucht. Dort hat Stefanie ein putziges Einzelzimmerchen. Statt aus dem Fenster schaut sie auf eine Fototapete.


    Allrad-Profis lächeln mitleidig, dass wir 55 Euro für zwei Nächte berappen, nur um einen gesicherten Platz in der Nacht zu haben, incl. WiFi, Strom am WoMo, Dusche und Sanitäranlagen.


    Allrad-Profis hätten ihren Kübel durch die Büsche gebrettert und Quartier am See im Nirgendwo aufgeschlagen. Doch wir sind nicht so abgebrüht. Zwischen dem Reichtum der Multimillionäre und der bitteren Armut anderer möchten wir uns nicht mit unserem rollenden Schatzkistchen auf irgendeinem dunklen Nachtflecken präsentieren.


    Wie eine Villa am Starnberger See liegt diese Millionen schwere Holzhütte mit Blick auf den See in der Nähe unseres Motels.


    Viel freien Platz gäbe es vor dem gepflegten Wohnblock in besserer Lage, wo gerade ein rumpelnder Langholzwagen mit noch längerem Langholzwagenanhänger in den matschigen Pfützen einen eleganten U-Turn hinbrachte.



    Unser Hinterradantrieb hätte unsere Hütte sogar bis zu solch lauschigen Plätzchen im Grünen gebracht, ob dann wieder raus bei Regen ist eine andere Frage. Doch wir lassen es krachen und gönnen uns Stromanschluß, WiFi, Dusche und Klo, für Mima eine fensterlose Zelle für etwa 55 Euro. Soviel Geld sind uns unsere letzten beiden Nächte in Russland wert.


    Stephanie hat noch einen fabrikfrischen 5000-Rubel-Schein. In diesem Turm von 1547 hat sich mittlerweile ein feines Restaurant eingenistet. Dort feiern wir vielleicht sogar unser Abschiedsmahl aus Russland, was nicht heißen soll, dass Stephanies Bordküche daneben zurücksteht.


    Ein paar Fellstiefel aus der schönen Markthalle wäre auch nicht schlecht für den kommenden Weihnachtsmarkt. Dafür müssten wir wieder Geld wechseln, denn 88 Euro, nämlich 6.000 Rubel, kosten die Treter.


    Mein Arbeitszimmer daheim würde wesentlich gewinnen, wenn dort ein Kristallleuchter statt der armseligen Deckenleuchte strahlte. Doch das hätte den Nachteil, mir an dem Gebaumel den Kopf zu stoßen, weil unsere Hütte daheim niedrige Räume hat.


    Einige Textilien sind mir hier in Wyborg erstmalig aufgefallen: Stalin auf einem T-Shirt ist einmalig. Putin, der den Bär reitet, ist ziemlich volkstümlich, Putin mit Wolf, Putin als auseinandernehmbare sich selbst reproduzierende Putin-Puppe, Putin mit Fliegermütze, Putin zur Rechten Gottes - nein, den gibt's noch nicht.


    Wir haben ja noch einen Tag Russland, Wyborg mit Markthalle vor uns, dass wir uns passend inspirieren. Wyborg hat gegenüber St. Peterburg, was uns 11 Tage und Nächte bezauberte, einige erstaunliche Pluspunkte.

    - Wyborg ist überschaubar.
    - Der See ist fußläufig vom Motel zu erreichen.
    - Der Radweg zum Bahnhof ist drei Kilometer kurz.
    - Überhaupt ist es der erste Radweg für uns in Russland überhaupt.
    - Die Attraktionen von Wyborg beschränken sich auf wenige Highlights.

    Markthalle und das Turmrestaurant von 1547 hatten wir schon. Hauptattraktion ist die Burg der alten Schweden von 1293.


    Wie wir bei Kirchen schon gesehen hatte, steht auch für das uralte Gemäuer eine Runderneuerung an.

    Das Plakat 29.-30. Juli verweist auf ein Russland weites Ritterfest in Wyborg, immer am letzten Wochenende im Juli. Doch da waren wir ja schon - wie Putin - in Petersburg bei der Kriegsflottenfeier.

    Rad- wie Autofahrten, Stadt- und Markthallen zu besichtigen, machen hungrig. Ein kleines Cafe verwöhnt uns mit russischen Genüssen. Ein Kuchenteilchen scheinbar mit Apfelfüllung stellte sich beim Kaffee dann als ein wellig geformtes, dünnes Brot mit Kartoffelbreifüllung heraus. Es schmeckt anders, als vorgestellt, doch es schmeckt auch - mit Pfeffer und Salz.

    Vor dem Cafe mit den grünen Baldachinen steht endlich einmal ein echter, alter russischer Lada. Man sieht nicht viel von den kantigen Kisten. Auf sechs, sieben oder noch mehr westliche Autos kommt mal ein Lada, wahrscheinlicher ist sogar ein Verhältnis 20 zu 1.

    Dies ist als "schwedisches Rathaus" in Wyborg ausgeschrieben. Obgleich mir Bilder, welche die Spitzen von Kirchtürmen oder wie in diesem Beispiel vom Rathauszipfel abschneiden, verhasst sind, war das kleine Mädchen einfach zu putzig. Es wollte partout die schiefe Ebene an der Treppe als Rutsche nutzen.

    Schlösser an Brückengeländern sind ja eher schon gewöhnlich und langweilig. Hier in Wyborg jedoch nicht: Was dort an antikem Alteisen verschlossen vor sich hinrostet, hat manchmal schon musealen Wert.




    Steht es nicht prächtig da, das wehrhafte Burggemäuer aus uralter Zeiten? Viele Stellen in Wyborg haben einen morbiden Charme. Aus Dachverzierungen in etwa fünfzehn Meter Höhe sind meterlange Dachsteine rausgebrochen. Jedenfalls sehen die Bruchstellen nicht nach kontrolliertem Abbruch aus.


    Mit bestem Appetit hat der Zahn der Zeit an diesem einst prächtigen Mehrfamilienhaus genagt. Man sieht ins dritte Stockwerk durch die ausgeschlagenen Fensterhöhlen in ein Zimmer und erblickt voller Staunen einen Meter hohen Kachelhofen mit elfenbein farbener Porzellanummantelung.


    Wie bei der Restaurierung der alten Burg baggern und bauern die Männer auch in den Straßen der Altstadt. Der Kamaz-20-Tonner mit drei angetriebenen Achsen hat sich gekonnt in die Lücke eingefädelt. Keine Minute später kppt die Volvo-Raupe eine volle Ladung Erde und Steine dem Lkw auf die Ladefläche.



    Nachbauten von nordischen Wikingerschiffen vor dem Hotelkomplex Druschba sind nicht die größte Attraktion. Uns zieht es, wie andere, zu einem rauchenden Wrack etwa Hundert Meter weiter.


    Ein bestialisch beißender Gestank wabert mit den schwarzem Rauch mir in die Nase. Doch wer würde sich solche Bilder im Zyklus "Rentners Rummelplatz Reisen" entgehen lassen?



    Angesichts solcher Bilder und des Gestanks des schwarzen Rauchs fragt sich mein deutsch konditionierter Ordnungssinn: Wie kann so etwas sein? Aber es wird schon seine Richtigkeit damit haben. Die Feuerwehrschläuche liegen noch auf dem Rasen. In einem Bullen-Bulli am Tatort liegt über die ganze Frontbank ein Polizist in seligem Schlummer.


    Denn auf der Lebensreise im Allgemeinen wie auf Reisen im Besondern gilt, sich nicht unnütz aufzuregen, die Dinge kommen und gehen zu lassen, wie sie sind, eben einfach bejahend akzeptieren. So wäre es meine Chronistenpflicht, sollte morgen die Sonne scheinen, Bilder bei besserem Licht einzufangen, doch meine Erinnerung bleibt dankend bei diesem Tag, der immerhin so freundlich war, uns von Regen zu verschonen. Was schaden Wolken vor der Sonne der Geschichte?




    Zudem beginnt der nächste Morgen mit strahlendem Sonnenschein. Der See gleich beim Hotel lockt zum Bad. Er ist nicht einmal kalt, weil sein Wasser nicht tief ist. Der Felsen im See ist schon von der Sonne aufgeheizt. Das soll unser letzter Tag in Russland sein?


    So einen paradiesischen Ort sollten wir verlassen, bevor unser Visum abläuft?


    Wann werden wir wieder nach Petersburg fliegen, mit der Bahn am Bahnhof in Wyborg einlaufen?



    Das Hotel Druzba-Freundschaft würde uns sicher gerne einchecken lassen.


    Jetzt sind wir hier, jetzt sollten wir bleiben, uns mit Eindrücken voll saugen. Das Leben in vollen Zügen genießen.


    Wir erfahren, dass eine Explosion vor drei Tagen das Schiff zerstört hat. Heute morgen raucht dort nichts mehr. Der Gestank hängt noch in der Luft.



    Im runden Turm ist für uns gedeckt. Wir blicken vom besten Platz auf die Markthalle und den See.


    In der Ruine zoomt das Tele den eindrucksvollen Ofen heran.


    Das T-Shirt mit Stalins Bild dokumentiert, was die Markthalle in Wyborg am 1. August 2017 verkauft. Man stelle sich ein T-Shirt mit dem Konterfei seines Gegenspielers, des anderen Großmassenmörders im vergangenen Jahrhundert vor. Genug ist genug.

    Mit Dankbarkeit verzeichnet mein Mühen zwei neue Interessenten, die an meinen Gedanken teil haben wollen. Wer Links von meinen neuen Arbeiten erhalten will, schicke einfach eine E-Mail ohne Betreff und Text an die Adresse

    n0by-subscribe@yahoogroups.com

    Sobald es für mich einen WiFi-Zugang gibt, gibt es eine Bestätigung für die Aufnahme in dieser Gruppe.



    Der Blog-Bericht ist nun geschrieben. Ein nächster Schritt ist, ihn zu verteilen, zu verschenken. Wer mit Freude liest, wie es mich freut, Blog-Berichte zu schreiben, ist willkommen zu helfen. Das ist der Link:

    http://n0by.blogspot.ru/2017/08/vom-petersburger-kriegsflottenfest-nach.html

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    Zwischen Bildern von schönen Sonnenuntergängen gibt meine Freund Alfred politische Fakten mit beißender Logik zum Besten. Aus dem in seinen Grenzen gut gesicherten Rußland geht es über Finnland in Richtung unserer grenzenlose Heimat. Lappeenranta, Nachbarstadt zum einst finnischen Wyborg erinnert an den Winterkrieg 39/40. Finnland ist schön, wenn auch teuer.


    Das Kriegsmuseum von Hanima widmet Teile seiner Ausstellung dem Winterkrieg.

    Zunächst fällt mir der Abschied von unserer wunderschönen Zeit in Russland schwer.

    Wehmütige Erinnerung: Russischer Briefkasten in Wyborg


    Wyborg einige Tage vor der Zeit, wo unsere 180-Euro-Visa abgelaufen wären, zu verlassen, war ein großer Fehler. Der Regen dort, die schlechte Stimmung über das gemietete Zimmer ohne Fenster im Motel, drei Kilometer entfernt vom Bahnhof und per Rad gut zu erreichen, hat uns schon nach zwei Nächten aus Wyborg und damit aus Russland vertrieben. Die Freundschaftsfahrer von Rainer Rothfuss leisten ganz andere Strecken in Russland:
    Druschba-Freundschaftsfahrt Russland 2017 (Berlin - Moskau)
    Tag 12. 03.08.2017. Die Übersicht der Routen.
    Die Hauptroute verlässt Sankt Petersburg und fährt nach Weliki Nowgorod.
    Die Karelien-Route verlässt Petrosawodsk und fährt weiter nach Wologda.
    Die Route Goldener Ring fährt von Kostroma nach Iwanowo.
    Die Route Wolga fährt von Kasan nach Samara.
    Die Route Kaukasus fährt von Stawropol nach Naltschik.
    Die Route Krim fährt von Krasnodar auf die Halbinsel Krim zur Hauptstadt von Krim Simferopol.

    Während wir Urlaub in Petersburg, Wyborg und im finnischen Lappeenranta machen, kurven die Freundschaftsfahrer in sechs verschiedenen Gruppen und Routen kreuz und quer durch das russische Riesenreich

    Jedenfalls hat uns der "Freie Westen" in Finnland wieder. Meine Laune verschlechtert sich. Wir Westler fahren nach Finnland über eine eigene Spur ohne Wartezeit. Einige Russen, welche in langen Schlangen auf den Einlass in den "Freien Westen" warten, drehen ihre Autos zurück Richtung Russland und fahren heim. Für die Russen dauert die Einreise nach Finnland eben so lange wie für uns Westler die Einreise nach Russland.

    Logo der Website mit dem Artikel "Messer am Hals"


    Ein Artikel von einem Autoren namens "Russophilus" fällt mir auf, der mich zu einem nachdenklichen Kommentar animiert.

    http://vineyardsaker.de/2017/07/25/dies-und-das-messer-am-hals/

    Ein Auszug: Der Autor Russophilos bei Saker mit seiner Suada versus "usppa" und "sau arabien".


    Mein Kommentar:

    Da wir gerade zwei Wochen Urlaub mit dem Wohnmobil in Petersburg und Wyborg hinter uns haben, stößt der Artikel "Messer am Hals" auf mein größtes Interesse. Das Kriegsflottenfest in Petersburg durften wir miterleben,  wie mein Blog berichtet hat.

    Nach dem Grenzübertritt nach Finnland allerdings kommen mir in Lappeenranta wieder andere Gedanken in den Sinn. So stimmt mich die Ausstellung

    "Colours of war – colour photographs of the Winter -War and Continuation War"

    im dortigen Museum nachdenklich.


    Hinzu kommt: Der Gegensatz zwischen dem Leben im russischen Wyborg und dem finnischen Lappeenranta lässt meine an Politik wenig interessierte Frau fragen:

    "Ob der Kapitalismus diese unterschiedliche Entwicklung ausmacht?"
    Sie meint damit die unterschiedliche Entwicklung wie zwischen Russland und Finnland, speziell wie zwischen Wyborg und Lappeenranta, keine 50 Kilometer voneinander entfernt und durch den Saimaa-Kanal miteinander verbunden.






    Dass in Wyborg drei Tage vor unserem Besuch eines dieser Kanalschiffe, womit Touristen aus Lappeenranta ohne russisches Visum, welches pro Person 90 Euro kostet, Wyborg besuchen können, durch eine Explosion total zerstört am Kai lag, die Trümmer noch rauchten, mag ein zufälliges Unglück gewesen sein. Mir ist es nicht klar. Doch es stimmt mich nachdenklich: Besteht ein grundlegender Unterschied zwischen Ost und West, zwischen westlichem Kapitalismus und russischer Wirtschaft?


    Wrack in Wyborg:  Vor dem Hotel "Freundschaft" war drei Tage vor unserer Ankunft ein Ausflugsdampfer explodiert, mit dem vermutlich Touristen ohne Visum von Lappeenranta nach Wyborg auf dem Saimaa-Kanal fahren konnten.


    Mein Kommentar bei Saker :


    Mir sind egomanischen Polit-Macher wie Ken Jebsen, Owe Schattauer, vielleicht auch der feinsinnige Professor Dr. Rothfuss wie der Scharfschönschreiber FAZke Don Alphonso, die sich rigide abschotten und fast nur schmeichlerische Claquere in ihrer Entourage dulden, zutiefst verdächtig. Macht und Masche dieser Polit-Egomanen beruht nach meiner Erfahrung mit ihrem Umgang kritischer Anmerkungen, meinen kritischen Anmerkung wohlgemerkt, auf Zensur und Ausgrenzung wohlgemerkt. Solche Polit-Egomanen greifen Zensur und Ausgrenzung an, und üben sich in Zensur und Ausgrenzung.  

    Published on 31 Jul 2017
    Автопробег дружбы Берлин-Москва 2017. Интервью с Ове Шаттауер.
    Owe Schattauer ist einer der Mitorganisatoren der Freundschaftsfahrt 2017 nach Russland,




    Owe Schattauerspricht wie so oft Testosteron gesteuert am Lenkrad seines Daimlers. Ein Musterbeispiel eines Polit-Egomanen, der die Unterdrückung der Meinungsfreiheit anprangert, mich bei meiner ersten Kritik an ihm bei Facebook umgehend "entfreundet" hat. Schattauer witzelt im O-Ton:

    "Nato-Beitritt bedeutet Meinungsfreiheit-Austritt.
    Zitat Owe Schattauer, nicht klauen." 7:42



    Don Alphonso ist - nach meiner Erfahrung mit ihm, auch so ein Typ, der genau das Geschäft betreibt, was er in seinen geschliffenene Artikel, was man zugegeben muss, so fulminant angreift: Diffamieren, Denunzieren, Zensieren.  Don Alphonso, einem Großmeister der Zensur gegenüber Meinungen, die den Seinen entgegen stehen, sei in sein Pussy-Album gedichtet:



    Egomanischer Macher diffamieren, zensieren,...


    ...und lassen das gemeine Volk applaudieren und jubilieren. Ob es sich um ausgewiesene Macher wie Ken Jebsen, Owe Schattauer, Stürzenberger oder im Genderismus-Geschäft sich artikulierende und Steuergeld saufende Typ*Innen handelt, das Prinzip ist politisch, journalistisch, medial, kulturell wie klerikal immer das Gleiche:

    Diffamieren! Denunzieren! Zensieren!


    Unser werter Don Alphsonso und machte sich die Mühe, meine Meinung freizuschalten und zu kommentieren:


    Aus der Sicht eines nicht schlecht honorierten FAZke-Redakteurs hat der Mann recht: Wer schreibt, ohne Geld dafür zu kriegen, ist psychisch krank. Lohnschreiber, Mietmaulhuren, bezahlte Rechthaber und Sinnverdreher sind geistig gesund. Die Gier-, Geiz-, Gewalt- und Genussgesellschaft honoriert diese Typen. Denn

    "die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist,"

    sang Andre Heller vor Jahrzehnten so treffend.

    Weil der FAZke Don Alphonso meine Meinungsfreiheit meist mittels Hausrecht in seinem Blog zensiert, hier meine kurz gefasste Kritik an ihm und seinem heuchlerischen Höhnen und Hämen auf Twitter. Das mag geholfen haben,  dass er diesmal meine überaus vorsichtige Kritik freischaltet und kommentiert, wohl etwas erregt, wenn er das Wort "Stiftungsniveau" zu  "Stuftungsniveau" verwurstet.


    Ein ganz andere Klasse hat für mich der deutsche, türkischstämmige Dichter Akif Pirincci. Der steht zu sich und seiner Meinung, der lebt Meinungsfreiheit.

    Akif Pirincci, ein Großkritiker von Weltrang


    Ein Großkritiker erster Qualität wie Akif Pirincci hat Zensur nicht nötig. Akif Pirincci kritisiert, bis verschiedenste beleidigte Leberwürste klagen. Akif muss hohe, verdammt hohe Geldstrafen zahlen. Der Buchhandel vertreibt seine Werke nicht mehr, aber Akif Pirincci zensiert andere nicht.


    Den Tweet schrieb Akif Pirincci am 1. August und setzte damit seinem Tweet vom 28. Juli einen drauf. Ob der Staatsanwalt wieder Akif mit einer Volksverhetzungs- oder Beleidigungsklage angreift, bleibt abzuwarten. Jedenfalls muss Akif auf seiner Webseite um Spenden für seine Gerichtsprozesse bitten.


    Dass bei der Umvolkung von Buntschland sich die Sache mit den Messermördern rumspricht, sickert so langsam von Geheimniskreisen bis zu der WELT-Journaille durch.




    Wenn der fromme Muslim einen weißen nicht mehr von einem schwarzen Faden unterscheiden kann, beugt er sein Haupt gen Mekka und in ihm mag die alte Weise süß und zart bitter erklingen:

    "... nun wetzt er das Messer, es schneid' schon viel besser..."

    Selbst geduldige Leser haben schnell die Schnauze voll von furchtbaren Fakten, die sie entweder ohnehin schon wissen oder ohnehin nicht wissen wollen. Mir geht es ähnlich. Zum Ausgleich schenken mir Reisen wundervolle Eindrücke. Reisen führen mich wie an Oasen, die mich Durstigen nach Frieden und Schönheit tränken und stärken in unserer trockenen, steinigen Wüste mit messermetzelnden Mördern und Massenmörden im erweiterten Suicid, sogenannten Sprenggläubigen.



    Journaille WELT - auf dem Weg der Besserung?



    In der WELT online erscheinen häufiger Artikel, welche Sinn, Position und Notwendigkeit einer Opposition im Land wie der AfD unterstützen - am 3. August, gleich zweimal:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article167326904/Islam-spielt-bei-Radikalisierung-groessere-Rolle-als-angenommen.html

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article167322980/IS-Liste-mit-173-potenziellen-Selbstmordattentaetern-aufgetaucht.html



    Was das in Konsequenz für Schlafschafe in Buntschland bedeutet, geht politischen Pennern erst explosiv auf, wenn es sie selbst erwischt."Wir? Wer soll und will uns denn schaden", fragen Schlafschafe verduzt?!  Nun denn, liebe Schlafschafe, daher mühen sich Autoren wie in diesem Blog 
    und wie in den genannten WELT-Artikel! 


    Angesichts zunehmendem Gespür und Erkenntnis für die Verhältnisse, rücken Brüder wie Kollegen ab von mir. Doch wo das Kleine geht, kommt das Große: Freunde wie Hans-Peter, Cand. Ing. Alfred Röck oder Hartmut Pilch sind mir liebe Bekannte und artistische Federfuchser.

    Kleines geht, Großes kommt


    Cand Ing Alfred Röck: "A.-- Röck, Vors. CVM-1994:
    An ALLE! Weiter so recherchieren wie im Falle der Erdogan Tochter! Auch das Buch von Akif Pirinnci (Türke seit 43 J. in Dtl.), aus seinem Buch Vieles zitieren (er hat gut dokumentiert); Weiteres findet ihr bei Professorin Spuler-Stegemann u. Alice Schwarzer;
    II)- Wichtig: nach AUSSEN treten! Sofern möglich, vorsichtig am Arbeits-Pl., im Cafe, in der Stammwirtschaft mit dem Nebentisch (!), mit Leuten, die noch nicht wach sind! Um die geht es!




    III) An ALT-LINKEN sollen sich die NEU-JUNG-DUMM-LINKEN ( NJDL) die Zähne ausbeissen..
    IV) Das Neu-Jung-Dumm-Gesocks hat nix gelesen, kennt seine eigene Grundlage nicht, d.h. den “PHILOSOPHISCHER MATERIALISMUS“; nicht! D. h. ein Weltbild, auf der Naturwissenschaft stehend- o h n e Götter!
    V) Das Links-Gesocks spielt uns ein Gutmenschentum vor, o h ne die Grundrechenarten, d.h. z.B.: Dtl. hat mit den Niederlanden die höchste Bevölkerungsdichte (236- 240 Esser/ km²), Thüringen weiss nicht mehr wohin mit der Gülle, die Nitratwerte steigen u. steigen; meine (sehr gesunden) Rote Beete, roh gegessen, sind jetzt derart mit Nitrat belastet (Krebsgefahr), dass diese also nicht mehr zur Wahl stehen. Weiteres Vergiften der Lebensmittel mittels immer mehr Düngen. Denn, wir holen mittels immer mehr Düngung, immer mehr aus 1 Hektar heraus- für die Zuwanderer! Folge: Vergiftung von Humus u. Trinkwasser! Bis es so tief sinkt, wie in deren Ländern!


    VI) Dtl. sollte schon lange auf 60 Mio abnehmen, steht aber bei 82,3 Mio!
    VII) Die Regierung rechnet mit 500.000 Zuwanderungen/ J., u. zwar 15 J. lang „smile“-Emoticon 7,5 Mio)
    VIII) Juli 2015: 79.ooo Zuwanderungen, wir vergiften uns !
    IX) Niemand begehrt auf! Es hilft – vorerst - nur: W e i t e r s a g e n - bevor einer kommt u. sagt (Wie 1933):
    X)“Ich löse das für Euch“- u. alle rennen ihm hinterher!
    XI) Aber nur wegen diesem vorherigen völligen LINKS-VERSAGEN, der selbst ernannten Gutmensch-Politiker-Kaste. ("Alle Zuwanderer aufnehmen")! Dieselbe Kaste hat beschlossen- über unsere Köpfe hinweg:
    XII) 600.000 abgelehnte Asybew. n i c h t abzuschieben!
    XIII) Stattdessen will die Münchener verbrecherische Polit-Kaste 40.000 Whg. bauen von München-Riem bis Freiham bauen! Obwohl Bayern bereits seit Jahren 16,4 Hektar jeden Tag verbaut!


    Erster Sonnenuntergang in Laappenranta: Das Mädchen geht aus dem Wasser.


    XIV) WALTER BENJAMIN: Der linke Dichter u. Philosoph, Marxist, Literaturkritiker, Suizid 1940: "Das Aufkommen von Rechts ist immer ein LINKSVERSAGEN".
    XV) Diese Polit.-Kaste mit ihrer verlogenen Humanismus Duselei, muß ausgetauscht werden- bei der B.T. Wahl 2017! (Das erst 2021 gelingen könnte.)
    XVI) Schätzungsweise werden SPD-Grüne-Die_Linke in 2017 insges. 15-18 % verlieren!



    XVII) Und bei der Wahl 2021 wird RECHTS die Sache in die Hand nehmen. Mit Recht (!) - u. das sage ich als ALT-LINKER!!! Und das ist immer noch viel besser, als es zu einem Bürgerkrieg kommen zu lassen (Muslime+ Islamisten gegen die übrigen Bürger!)
    XVIII) Feb/ März 2015: Die Islamisten-Fälle, Grundschule Neu-Ulm, Ulm, Augsburg:
    XVIII) - Die linke Zeitung THE SPECTATOR, London, 25. März 2015:
    “Wir haben einen Kampf kampflos verloren, England wird jeden Tag islamischer“ und „Wir haben dem nichts entgegen zu setzen, denn sie überholen uns demografisch“.
    Klartext: Sie haben – strategisch- viel mehr Kinder, als die Engländer; in Dtl.: 3,6 Kinder / Fam., deutsche Nichtmuslime 1,2 Kinder/ Fam.;
    XIX)“CHRISTEN MUSS MAN TÖTEN!“ Grundschulen Neu- Ulm, Ulm, Augsburg: Ethik-Unterricht Feb/ März 2015: LINKS kehrt Folgendes unter den Gebetsteppich: 8- 10 jähr. muslimische Kinder sagten i. d. Schule: “Christen muß man töten“ und. “Wer das Kreuz malt, muß in die Hölle“. Die Lehrerin ging zur Rektorin, diese, sagte: das muss ich selber sehen; doch die Kinder wiederholten auch bei ihr, was sie u Hause gelernt hatten.
    Also rief sie die Polizei! Dasselbe 1 Woche später in Ulm, und 3 Wochen später in Augsburg.


    Camp Huhtiniemi in Lappenranta: Eine Rucksacktouristen wärmt sich am Feuer vor der Nacht.

    XX) Das Links-Versagen hievte ja auch in Italien den Verbrecher Berlusconi an die Macht! Statt, dass das Versager-Links-Gesocks selbstkritisch geworden wäre, schimpfte es nur über Berlusconi!
    Bitte kopieren u. verteilen an die noch Unkundigen! 2.8.2015, Cand Ing Alfred Röck


     Soweit und soviel von unserem Freund Cand. Ing. Alfred Röck. Meine Reise schildert nun wieder die Eindrücke und Gedanke, welche mir nach zwei bald Wochen im russischen Petersburg und Wyborg im Finnischen Städtchen Lappeenranta zuflogen.

    Blick zurück auf Russland vom finnischen Lappeenranta


    Diese maßstabsgetreue, malerische Stadt stellt Wyborg im Jahr 1939 dar. Diese Erinnerungskultur basiert auf Fotografieren, unzähligen Arbeitsstunden und ungeheuren finanziellen Mitteln. Die Website des Museums beschreibt das Kunstwerk:
    One of the main attractions of the permanent exhibition is the scale model of the town of Vyborg, which features the town as it was at midday on 2nd September 1939: here we see the inhabitants, cars, trams, ships and trains, all going about their everyday business. The total surface of the model is 24 square metres
    Dass Menschen in Lappeenranta mit viel Zeit, Energie und Geld Wyborg als Modell rekonstruiert haben, liegt am Winterkrieg 1939 - 1941.

    Hoppla, mag sich mancher denken, 1939? War das nicht das Jahr, in dem der Führer bellte: "Ab jetzt wird zurückgeschossen"? Nicht nur in Polen, nein auch in Wyborg, "wurde zurückk geschossen", wie Wiki berichtet:
    Im Herbst 1939 hatte die Sowjetunion Finnland mit Gebietsforderungen in der Karelischen Landenge konfrontiert und diese mit unabdingbaren Sicherheitsinteressen für die Stadt Leningrad begründet. Nachdem Finnland die Forderungen abgelehnt hatte, griff die Rote Armee am 30. November 1939 das Nachbarland an. Ursprüngliches Kriegsziel der Sowjetunion war vermutlich die Besetzung des gesamten finnischen Staatsgebiets gemäß dem Ribbentrop-Molotow-Pakt.  

    Tja, da brannte wohl die Luft, das Feuer an der Lunte fraß sich tiefer und tiefer von Europa in die Welt und tränkte die Erde mit Blut. Dazu die Bildbeschreibung zu dem Wrack, bei dem man förmlich "HURRA! HURRA!" Schreie hört:

    A Russian BA-10 armoured car destroyed in the battle of Uulantoinvaara on the Kairala-Alakurtti road on 27 August 1941. The German 36 Corps and Finnish 6th division troops destroyed parts of three Russian regiments, which lost 2,000 soldiers. The victors claimed 50 cannons and 50 armoured vehicles.
     

    Im Winterkrieg 1939 überfielen Stalins Soldaten Finnland. Finnland verlor den Winterkrieg. Wyborg wurde russische Kriegsbeute. Wiki über Wyborg:
    Dort war Wyborg die zweitgrößte Stadt des Landes. Nach dem Winterkrieg 1939–1940 kam sie zur Sowjetunion und die einheimische finnische Bevölkerung wurde ins verbleibende Finnland evakuiert. Die Bevölkerung der Stadt bestand ehemals aus zahlreichen Nationalitäten, insbesondere aus Finnen, Russen, Schweden und Deutschen; sie besteht heute zu über 90 % aus Russen.


    Wyborg einst und jetzt....


    Die Finnen gedenken ihres verlorenen Wyborgs mit der nachgebauten Miniaturstadt im Museum von Lappeenranta. Wie denken Menschen in Buntschland ihrer verlorenen Gebiete? Die Finnen gedenken in Lappenranta ihrer verlorenen, einstmalig zweitgrößten Stadt Wyborg, die Finnen stellen stolz ihr einstiges Kriegsgerät aus.


    Diesen Stolz teilen sie mit Russen, die an vielen strategisch wichtigen Punkten eindrucksvoll auf Podesten ihre T-34-Panzer präsentieren. Zum abgebildeten Kampfwagen erzählt eine Tafel dessen Geschichte.

    Finland purchased a total of 30 Stu-40 assault guns from Germany in 1943 for the Assault Gun Battalion. The assault gun is differnt from a main battle tank in the detail that its gun is mounted on a tank chassis without a revolving gun turret. After the start of the major Soviet offensive in the summer of 1944 Finland requested weapon assistance from Germany, which Germany mostly granted. Finland was thereafter able to purchase 29 more assault guns, model SuG II Ausf. G....

    the "Sturmi's" of the Assault Gun Battalion participated in pivotal battles of the summer of 1944 in the Karelian isthmus where they destroyed 87 enemy tanks while losing 8 of their own vehicles.

    Holodomor und Entkulakisierung


    Wie deutsche Friedensfahrer 2017 nach Russland unter Jubelarien wie eines Owe Schattauers nach Osten ziehen, dabei russische Kriegsgedenkstätten in Reihe besuchen, fällt mir in Lappeenranta Einiges zum massenpsychotischen Metzeln 39 - 45 ein. Dieser Krieg war für einige Ostblock-Staaten im sowjetischen Machtbereich nicht mit der Kapitulation Deutschlands beendet.

    Den siegreichen, russischen Massenmörder verherrlichen in Rußland T-Shirts. Wer mehr von ihm will, kauft sich dessen Büste und schmückt damit sein Inventar.


    Bei meinen Recherchen zu den grauenvollen Kriegsjahren unter dem Generalissimo erinnert Wiki an den Holodomor.

    Der Begriff Holodomor (ukrainisch Голодомор, wörtliche Übersetzung: Tötung durch Hunger) bezeichnet eine schwere, menschengemachte Hungersnot in der Ukraine in den Jahren 1932 und 1933, der mehrere Millionen Menschen zum Opfer fielen. Die Bewertung der historischen Ereignisse ist umstritten. Im Kern der Debatte steht die Frage, ob die Hungersnot durch die Politik Stalins vorsätzlich verursacht wurde, um den Widerstand der Ukrainer zu brechen, oder ob die Ursachen in erster Linie in wetterbedingten Missernten und der Zwangskollektivierung zu finden sind, wie sie es auch in anderen Sowjetrepubliken zu jener Zeit gab.

    Nach Berechnungen der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften, die im November 2008 veröffentlicht wurden, betrug die Opferzahl in der Ukraine ca. 3,5 Millionen Menschen. Andere Schätzungen gehen von 2,4 Millionen bis 7,5 Millionen Hungertoten aus. Der britische Historiker Robert Conquest beziffert die Gesamtopferzahl auf bis zu 14,5 Millionen Menschen. Hierbei wurden neben den Hungertoten auch die Opfer der Kollektivierung und Entkulakisierung und der Geburtenverlust hinzugerechnet.
     Die  Entkulakisierung geht im Ergebnis in die gleiche Richtung, nämlich in Massenvernichtung unerwünschter, unangepasster Menschen.

    Die Entkulakisierung (russisch раскулачивание raskulatschiwanije), gelegentlich auch Dekulakisierung, war eine politische Repressionskampagne in der Sowjetunion, die sich während der Diktatur Josef Stalins von 1929 bis 1933 gegen sogenannte Kulaken richtete. Verhaftungen, Enteignungen, Exekutionen und Massendeportationen kennzeichneten diese Politik.

    Ob Stalin in weiser Voraussicht Land und Leute von der zaristischen Sklavenhaltergesellschaft in eine militärisch-industriellen Groß- und Verteidigungsgesellschaft umbaute, um sein geliebtes Vaterland in weiser Vorausicht vor der Vernichtung zu schützen, oder ob Stalin seine kommunistische Zwangs- und Planwirtschaft bis an den Atlantik weiter treiben wollte, bleibe dahingestellt. Fakt ist: Stalin siegte, sein Gegenspieler gab sich den Abschiedsschuß.


    Mit dem Mann, seinen Symbolen, seinen Tiraden ist kein Staat mehr zu machen. Er bleibt im Spiel von und für Deppen, die kaum schreiben können.




    Lappeenranta


    Erholen wir uns von den politischen Wirren, die das vorige Jahrhundert Millionen und Abermillionen Menschenleben forderte. Erholen wir uns von den geopolitischen Spannungen zwischen West und Ost, zwischen Nord und Süd, zwischen Nahost und Europa, zwischen verschiedenen Gruppen in unseren Städten, erholen wir uns und lassen Finnland und seine Menschen auf uns wirken. Verweilen wir entspannt und glücklich in Lappeenranta im östlichen Finnland, gleichsam einer Grenzstadt zu Russland, verbunden mit Wyborg.



    Für unsere erste Stadtrundfahrt in Lappeenranta bei kühlen Regentag haben wir uns dick vermummt und in den Regenponcho gehüllt.
     

    In der Kirche aus Holz bearbeitet ein Künstler das Klavier.


    Sandkunst am Yachthafen


    Ohne seine Schuhe nass zu machen, turn der Gehilfe geschickt vom Boot auf den Bootswagen und die Trittbretter seines Allrad-Fords und lässt das Boot vom Haken. Schon schwimmt der Kapitän frei.



    Auf der Burganlage besuchen wir das inspirierende Heimatmuseum. Das Haus aus dicken Holzstämmen liegt ebenso wie das Heimatmuseaum auf dem ehemaligen Festungsberg, mehr Hügel als Berg.


    Regen. Grau. Kälte. Regengraue Kälte.



    Die Hollywood-Schaukel für 850 Euro hält ein, zwei Generationen, bis die Ketten durchgerostet und die Stämme vermodert sind.


    Am Abend klart das Wetter auf.  Dazu zeigte zuvor der Blog noch Bilder der untergehender Sonne.



    Man braucht auf Reisen ein dickes Fell. Wenn der Regen auf das Dach pladdert, endet früh die Nacht. Im Morgen, der ab 4.00 Uhr früh graut, heizt der Gasofen unsere Hütte.


    Die Statue passt zum Camp Huhtiniemi, zum Grau, zum Nebel, dem braunen Wasser, dem verschlungenen Fußweg am See bis mitten in die Stadt und zum Hafen, den kleinen Feuern der Camper, den russischen Gästen mit windigen Zelten, der Ruhe, der Idylle und auch den kühlen Tagen und Nächten.



    Auf dem waldigen Grasboden direkt am See steht auf dem Camp eine uralte Sprungschanze. Auf dem Schanzenauslauf, der direkt am See endet, stehen hohe Fichten. Einige Camper haben sich Feuer angezündet. Die Sauna kann man eine Stunde lang mieten für 20 Euro.


    Der Preis für eine Flasche Bier ist für unsere Verhältnisse astronomisch.


    Der andere Tag ist sonnig. Denn das Wetter wechselt launisch und schnell. Am Abend verabschiedet sich der Sonnenball mit einem glühend roten Feuerwerk am kaum bewölkten Himmel. Anderntags liegt die Welt wieder grau in grau. Regen begrüßt unseren Tag.




    Es gibt so viele Seen, dass sich viele Menschen eine fantastische Wohnlage direkt am See leisten können.


    August! Menschen wollen in der Sonne und im See baden. Auch mich erfrischte das Badevergüngen, bis unerwartet erste Tropfen fielen und mich zum Auto zurück trieben, um die Dachluken zu schließen.


    Adieu, schönes Lappeenranta! Du hast uns zwei erholsame, ruhige Tage geschenkt, hast uns auf westliches Luxusleben und hochpreisige Restaurants eingestimmt, die wir uns dann nicht mehr leisten. Unsere Reise geht weiter zum Edelsteindorf Jalokivikylä - nur 35 Kilometer weiter westlich. 




    Die letzte Radtour in Lappeenranta führt zum Hafen. Ein Holzboot namens Doris gefällt mir besonders gut.


    Auf einem größeren Zweimaster bereiten ein paar Jungen mit ihren Betreuern einen Wochenendausflug vor. Sie haben Gepäck dabei.



    Vor Sonnenuntergang kühlt mich der See bei einem längeren Bad soweit ab, dass mich für die nächsten Stunden fröstelt. Die Strahlen der untergehenden Sonne brechen unter dem Baumlaub durch.



    Wir halten es nicht länger aus im Auto und rennen zum See. Wir kommen eine Minute zu spät. Die Sonne strahlt nurmehr die Wolken noch an.

    Ylämaa - Hamina - Kotka


    Wir nutzen gerne die Buchreihe "Mit dem Wohnmobil" hier den Band 41 "durch Finnland". Der Autor hat sich viel, viel Arbeit gemacht und ist kreuz und quer durch Finnland gefahren, hat akribisch die Stell- und Campingplätze aufgelistet, dazu zahlreiche Sehenwürdigkeit. Auffällig bei den unzähligen Bildern im Buch ist, dass immer die Sonne scheint. Hier sieht der Leser auch Bilder vom finnischen Dauerregen.



    Von Lappeenranta geht 30 Kilometer weiter nach Ylämaa, als "Edelsteindorf" gepriesen. Dort finden Finnen einen schillernden Feldspat namens Spektrolith. Es ist für Finnland der "Nationaledelstein", weil es ihn nur hier gibt. Das "Edelsteindorf" besteht auf drei Verkaufshütten und einem Museum mit einem Raum, welches wir uns ersparen. Bei dem Starkregen ist es im Auto am gemütlichsten. Meine Frau kocht und nach längerer Pause geht es wieder etwa 70 Kilometer weiter nach Hamina.


    Hamina ist eine alte Garnisonsstadt mit einem Armeemuseum, einem zentralen Kreisverkehr, von dem acht Straßen ausgehen, einem Hallenzeltdach im Stil des München Olympiaparks, einem zentral in Stadtmitte gelegenem Kriegsgräberfriedhof  und den alten Wehranlagen aus kriegerischen Vorzeiten. All das lässt sich bei einem kleinen Spaziergang gut erkunden.




    Aus diesem Museum stammt auch das Bild "Winterkrieg". Die Geschichte von Lappenranta, Wyborg lässt mich, soweit dies meine Zeit und die WiFi-Verbindung auf Reisen erlaubt, mehr zum Phänomen Gernalissmo Stalin bei Wiki lesen. Das Kriegsmuseum in Hamina lässt sich überhaupt nicht mit dem mächtigen Gebäude und Ausstellungskomplex in Moskau vergleichen. Doch mir reicht das kleine finnische Angebot.


    Wenn man bedenkt, mit welcher Technik sich im Winterkrieg 39/40 Finnen und Russen bekriegten, kann man sich mit Grausen vorstellen, zu welchen mörderischen Meisterleistungen die heutige Waffentechnik fähig ist. Der Begleittext zu der Kriegsmaschine beschreibt die damalige Leistung.

    122 MM Haubits M 09-40
    Finland ar 1940 modifierad krigsbytespjäs
    Tiilverknigsland.........Ryssland
    Grantens vikt..............23,1 kg
    Vikt i eldställningen...1450 kg
    Skottvidd.....................8,5 km
    Eldhastighet.................2 sk/min



    Dieser "Kuljetuspanssariajoneuvo XA-180"mit 6x6-Antrieb von 1983 kam mit 240 PS aus einem 6,6 Liter-Diesel auf 95 km/h und scheint, wenn die Heckschrauben richtig gedeutet sind, auch im Wasser weiter zu kommen. "huippunopeus vedessä 10 km/h"berichtet der Begleittext.



    Der "Pyörätraktori Valmet 702" mit "moottori 4,4 l" brachte es auf eine "huippunopeus" von 30 km/h.




    Bei diesem Blick zum Abschied auf die Darstellung der Winterkrieger, sollte der Mann am Maschinengewehr sich doch zumindest Handschuhe gönnen.


    Das Kriegerdenkmal passt zur düsteren Regenstimmung



    Die Haubitze 155 K 77 mit einem "Kaliperi 155 mm" einer "Kantama 12,3km" und einem "Tuliasemapaino 6500 kg" macht sich friedlich im Grünen aus. Bei ihrem Einsatz 1944 sah die Welt anders aus. Doch da es mittlerweile in Hanima aufklärt, sieht auch hier die Welt sonniger aus.




    Um den zentralen Platz von Hanima gruppieren sich die meisten sehenswerte Gebäude der Stadt.


    Auf dem ehemaligen Exerzierplatz der Bastion steht mittlerweile ein immenses Zeltdach. Im Winter kommen so die Gäste zu den Veranstaltungsorten, ohne ihre Autos danach von Schnee frei schaufeln zu müssen. Wäre der heutige Regen als Schnee gefallen, hätte aller Verkehr wohl gestockt.




    Zentral liegt diese Gedenkstätte in Hanima. Niemand käme hier auf die Schnapsidee, diesen Friedhof mit Grafitti oder sonstwie zu verunstalten.


    Zum Abschied aus Hanima noch meinem besten Freund ein Bild vom Marktplatz gewidmet. Er weiß schon den Grund.

    Kotka




    Unser Tagespensum ist damit beendet. Zum krönenden Abschluß gönnen wir uns das Fünf-Sterne Camp bei Kotka. In 30 Meter sind wir im Meer. Die Sauna davor ist im Übernachtungspreis von 32 inbegriffen. Sie ist von 8.00 bis 10.00 Uhr morgens geöffnet. Das Meer war im ersten Test heute abend von so erfrischender Kälte, dass man vor dem Meerbad tunlichst den Körper in der Sauna aufheizt.



    Das ist nun unser neues Refugium etwa 50 Meter von Sauna und Meer entfernt. Die Gänse  sollen übrigens bis zu zwei Kilo Kot am Tag ausscheiden. Und so sieht der Sand auch aus vor dem Meer.



    Übrigens halten Tiere so wenig Frieden wie wir Menschen. Hier vertreibt gerade die Möwe zum wiederholten Mal eine Krähe, die auch auf dem Granitblocken sitzen wollte. Wer genau hinsieht, erkennt den links abfliegenden Federbusch.


    Sonniges Glück in Kotka

    Das Fünf-Sterne-Camp in Kotka hat mir ein unvergessliches Erlebnis geschenkt. Von 8.00 bis 10.00 Uhr morgens ist die Sauna auf. Nachdem die Hitze den Körper auf Betriebstemperatur gebracht hat, läuft man etwa 20, 30 Meter auf Holztreppen und Holzplanken zum Meer ins Wasser. Das sanfte Salzwasser der Ostsee umscheichelt die Haut. Die Temperatur von etwa 14 oder 15 Grad Celsius, die hier kein Mensch misst, ist dann gerade richtig. Sehr, sehr empfehlenswert! Nach dieser Anstrengung schmeckt das Frühstück doppelt gut. Sonne und Wind begleiten uns auf unserem fröhlichen Ausflug nach Kotka.



    Der Radweg geht etwa sieben Kilometer bis in Zentrum nach Kotka. Die haushohen Granitwände sind typisch für die Landschaft, die Birken wechseln sich mit Kiefern ab.



    Ein traumhafter Tag in einem traumhaften Land



    Dass nicht weit vom Fünf-Sterne-Camp in Kotka der große Hafen für Hanima und Kotka liegt, stört nicht. Auf der Landstraße brettern einige russische Container-LKW zum Hafen, doch am Radweg haben wir Ruhe.



    Morgens können wir die Kirche nicht besuchen, weil eine Trauerfeier stattfindet. Als wir nachmittags rausfahren, können wir die Kirche nicht besuchen, weil eine Hochzeit stattfindet. Vor der Kirche liegen die Grabsteine der Finnen, welche 1939/40 gegen die Russen gekämpft haben und gefallen sind.




    Ob dieses Haus aus Holz gebaut ist oder ob Holzbretter die Mauern isolieren, wissen wir nicht.



    Mein Frauchen sucht schon seit Petersburg neue Schuhe. Zum Glück findet sich vor dem Geschäft ein bequemer Platz, ihre Suche abzuwarten und den Verkehr zu beobachten.



    Da steht mein Weibchen, wieder einmal ohne passende Beute, und schaut nun selbst ein Auto an.



    Zum Glück gibt es auf dem Marktplatz neben Eis, Kaffee, Kuchen und Hamburgern auch einen kleinen Flohmarkt. Dort wird mein Frauchen fündig: Vier Euro die Nike-Turnschuhe, eine wetterfeste Jacke  und eine Tasche für mich. Man beachte die großen Sonnenblumen aus Edelstahl.



    Am Hafen soll der Besuch des maritimen Museums lohnen. Es sollen sich dort viele finnische Fische in den Aquarien tummeln. Doch wir tummeln uns weiter auf unseren Fahrrädern auf den Straßen und Gassen im sonnigen Kotka.



    Finnland soll zu 65 Prozent mit bewaldet sein, 10 Prozent sind Gewässer. Dass bei soviel Wald in der Holzindustrie Berge von Spänen abfallen, ist logisch.



    Die meisten Boote liegen noch an der Mole. Doch einige dröhnen zu Wochenendfahrten aus dem Hafen oder kommen zurück.



    Uns geht es sichtlich blendend gut. Man beachte Stephanies Vier-Euro-Nike Schuhe vom Flohmarkt mit den roten Schnürsenkeln. Ihre alten Treter haben wir gleich in der Tonne entsorgt.



    Mit Selbstauslöser lassen sich vor der Kamera gut Faxen machen, ohne dass uns dabei jemand beobachtet.



    Ob diese wie an einer Perlenschnur aufgereihten Angler sich noch zum Mittag ihren Fisch schnappen oder miteinander um die Wette angelten, konnten wir nicht feststellen.



    Zwei von diesen fünf Bootfahrern haben sich in dicke Gummianzüge verpackt, weil sie tauchen wollen.



    Als wir unsere Fahrräder im Naturpark am Meer anschlossen, um auf einem kleinen Waldweg auf einen Hügel zu steigen, wussten wir nicht, was uns erwartet. Das Schild jedenfalls sagte uns nichts: "Ruotsinsalmen tähystys - ja vartiotorni"




    Wir haben einen guten Ausblick von diesem Turm, der in früher Zeiten als Wachturm diente, zerstört und nurmehr als Aussichtsplattform nachgerüstet auf dem Hügel steht.




    Die orthodoxe Kirche zeigt sich uns zum Abschied aus Kotka mit der ihr eigenen Pracht im Innern. Morgen freuen wir uns dann auf die Saune. Zum Ausklang des Tages pflückt Stephanie noch Blaubeeren im nahen Wald am Camp, während meine Gedanken mich auch später noch an diese schöne Zeit erinnern sollen und werden.


    Adieu, schönes Kotka! Man sieht an den gebogenen Bäumen, dass wir bei einigem Gegenwind auf dem Heimweg uns anstrengen müssen.

    Finnland gefällt mir mit seiner wild herben Schönheit. Meine Mima-Stephanie stellt sich den Wecker, um vor der Acht-Uhr-Sauna noch eine Kleinigkeit zu frühstücken. Um 6.00 Uhr in der Früh streiten Möwen mit Krähen mit solchem kreischenden, piepsendem Lärm, dass man den Schlaf vergessen kann. Die Sonne reißt ein wenig auf, das Auto wird warm. In Badeanzügen sprinten wir zur Sauna. Wolken schieben sich vor die Sonne, die Wolken schütten uns kalten Regen über die Haut. Die Sauna heizt uns wieder auf, das Meer kühlt uns wieder ab. Ein unglaubliches Abenteuer für uns als verwöhnte Großstädter.


    Wir haben uns eine Strecke von 40 Kilometern bis Lovisa vorgenommen. Ein Schild verweist auf eine Sehenswürdigkeit. Die Wörter sind uns fremd, wenngleich es wie "Kirche" und "Mittelalter" klingt:

    Keskiaaikainen Kivikirxxo Medeltida Stenkträ   


    Selbst bei groß ausgeschilderten Sehenswürdigkeit treffen sich nicht viele Menschen. Wer in Finnland ohne den Luxus von Camps auskommt, kann überall für ein, zwei Nächte campieren. So auch auf diesem Parkplatz der mittelalterlichen Kirche.



    Bedachtsam nähern wir uns der Sehenswürdigkeit. Wir erfahren, dass dies die St. Henry's Church in Pyhtää ist. Ihre Wurzeln datieren ins Jahr 1400 zurück, der Bau begann 1460. Die mittelalterlichen Gemälde stammen von 1500 und wurden im Laufe der Jahrhunderte mehrmals restauriert, doch wohl ursprünglich belassen.


    Wir schleichen uns während des sonntägliches Gottesdienst in das Gebäude ein. Die Orgel begleitet den Gesang der etwa zwanzig, bis dreißig Gläubigen. Den Dienst an der Kanzel verrichtet eine Frau.



    Die Wandbemalung von 1460 ist von anrührender Schlichtheit.


    Eine aufgetakelte Kogge hängt von der hohen Kirchendecke, die 9,5 Meter sich über den Boden erhebt. Die Gläubigen daheim haben für ihre mutigen Männer und Söhne gebetet, die von ihren abenteuerlichen Fahrten über das wilde Meer hoffentlcih reiche Beute brachten.



    Wer die golddurchwirkten, oft riesigen Hallenkirchen in Portugal gesehen hat, kann ermessen, mit welcher Beute aus allen Herren Ländern sich die Mächtigen in Europa ihre Kirchen, Klöster und Burgen ausgestattet haben. Hier, beim mittelalterlichen Kirchbau in Pyhtää geht alles viel, viel einfacher ab, doch nicht weniger eindrucksvoll.


    Man muss sich Jahrhunderte zurück versetzen in eine Zeit, die ohne mediale Berieselung, ohne Leuchtreklamen auskam. Bei trübem Kerzenlicht verbrachten die Menschen ihre langen Winterabende, arbeiteten in der hellen Jahreszeit von früh bis spät. Wie eindrucksvoll müssen die Heiligenbilder mit ihren ausdrucksvollen Augen auf die mittelalterlichen Menschen gewirkt haben. Die meisten Menschen damals waren fest davon überzeugt, nach dem Tod dereinst entweder aufzuerstehen, ins Paradies zu gelangen, oder unter höllischen Qualen in ewiger Verdammnis für ihre Sünden sühnen zu müssen.


    Wie auch in Portugal schmückt sich die mittelalterliche, finnische Kirche mit Messermetzelszenen.


    Es war, ist und bleibt wohl auch immer das Gleiche.


    Auch wenn die Friedensfahrt 2016 wie die Freundschaftsfahrt 2017 nach Russland ein denkwürdiger, guter Ansatz ist, massenpsychotisches Mordmetzeln läuft jenseits von Sinn und Verstand ab, nach Gesetzen, die niemand versteht und niemand erklären kann. Mir jedenfalls nicht.



    Auch vor dieser Kirche wie zuvor in Hanima und in Kotka liegen die Gefallenen des Winterkrieges 39/40, säuberlich mit Geburts- und Todesjahr in den Granitquadergrabplatten eingraviert. Der metzelnde Kriegsgott löschte allen, die dort liegen in den Kriegsjahren 39/40 das Lebenslicht aus.

    Macht verführt zum Mißbrauch. Totale Macht verführt zum totalen Mißbrauch. Buntschland liegt ohnmächtig, zur Selbstaufgabe geprügelt am Boden. Von Deutschland geht nurmehr Gefahr aus für die Menschen, die "schon länger hier leben".

    Wir in Buntschland bekämpfen uns lieber selber, anstatt miteinander gegen Unheil, Infiltration und gesellschaftliche Verarmung zu kämpfen. Das Wort "Kampf" allein ist schon "voll Nazi". Denn für die Bubis in Buntschland gilt sei langem schon:
    "money for nothin' and chicks for free"....




    Wir haben mittlerweile in mehr als einem Monat in 2800 Kilometer 950 Liter Diesel verbrannt. Unser Nachbar am Camp kommt vom Nordkapp. Seine Spazierfahrt führte ihn kreuz und quer durch Norwegen, 7000 Kilometer bislang. Doch Presse- und Politfuzzi erzählen dem missgünstigen Mob der Großstadtghettos, dass statt Diesel bald Akkus Menschen wie Waren bewegen. Nur Strom kommt weiter aus der Dose, Sozialstütze, Rente und Gehalt aus dem Bankomaten. Welches Gehalt denn noch wofür?

    Man lasse mich fern ab von Buntschland in Ruhe! Mir reicht's von Buntschland im Sommerkrieg mit Antifanten-Aufständen und Entpolitisierung mediokrer Massen!



    Der Supermarkt in unserem heutigen Reiseziel Loviisa hat uns mit Lebensmitteln versorgt. Wir stehen an einem Camp mit Meerblick. Der Regen pladdert mal wieder mit einschläfernder Eintönigkeit auf unserer GfK-Dach, weniger geschraubt geschrieben auf die Hartplaste der Dachluken und des Daches. Mit zwei 0,5 Liter-Kannen "Olut Öl" mit "2,7 % Alk.", einem köstlichen Glas Sill, Kartoffeln, Mais und Brokkoli, Salat geht es dann mit schwarzem Tee und Süßkram weiter. Wenn meine Süße denn wach wird nach ihrem Mittagsschlaf und mit ihren magischen Händen wieder wirbelt für sich und mich.



    p.s.: Ach ja: Wer Links meiner Blog-Berichte mit nachhaltiger Beständigkeit abbonieren möchte, schicke eine E-Mail ohne Text und Betreff an

    n0by-subscribe@yahoogroups.com

    Freischaltung zu dieser Newsgruppe erfolgt bei meiner nächsten Online-Anbindung. Danke

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    Der Vollmond in Finnland, das Schwimmen im kalten Meer, die erholsame Ruhe auf einsamen Camps, die Radtouren durch Wind und Wetter, ständig sich wiederholende Regenschauer lassen mich wilde Sätze fantasieren, nicht ohne Seitenhiebe auf die, welche uns die Liebsten sind: Frauen!

    : „Ein Politiker teilt die Menschheit in zwei Klassen ein: Werkzeuge und Feinde. Das bedeutet, dass er nur eine Klasse kennt: Feinde.“ (Nietzsche „Wille zur Macht“)

    Das von der CIA und den Kriegssiegern gegründete Blatt zur Massenmanipulation, Volksverblödung und Hyper-Hirnwäsche blödelt.




    Rainer Rothfuss hält mit professoraler Eleganz und weltgewandter Chuzpe dagegen und vermeldet begeistert bei Facebook:

    Webauftritt russischer Rocker bei  bikeshow.ruh


    Einladung vom "gefährlichsten Rocker der Welt" (BILD-Zeitungs-Propaganda über Nachtwölfe-Chef Chirurg ;-)) an alle Kurzentschlossen: Am 18./19. August zur "Bike Show" (www.bikeshow.ru) nach Sewastopol auf der Krim. Chirurg hat uns die gigantischen Bühnenaufbauten gezeigt, die das von ihm selbst geschriebene Musical zur Geschichte und (versuchten) Zerschlagung der Sowjetunion und Russlands zeigen wird. Seine Vision ist eine Partnerschaft Russlands und Deutschlands als Bindeglied Eurasiens. Er sagt, die Veranstaltung sei ein 10-Jahres-Höhepunkt.

    Rockerking Chirurg und Rainer Rothfuss herzen eine Ikone.


    Hinflug evtl. 17. und Rückflug 20.08. (oder auf Wunsch später). Bis zu 100.000 Besucher erwartet. Besuch des Gedenktags der Vertreibung der Deutschen von der Krim am 18. vormittags in Simferopol auf Einladung des deutschstämmigen Abgeordneten Gempel. Übernachtung im Hotel / Appartement oder auf dem Gelände der Nachtwölfe im Zelt. Einige Plätze auf VIP-Tribüne reserviert. @Owe Schattauer reist mit. Bei Interesse bitte Mail an info@druschba.global oder Anruf unter Druschba Global e.V. Hotline: +49-341-2217 1505. Visum eilt.
    Der Link bikeshow.ru befeuert den Pöbel mit brennenden Emotionen. Massen freuen sich auf das Musical mit 100.000 Menschen in der Arena! Brot und Spiele - alles bestens.



    Mir macht das leider keinen Spaß!  Wer sich in der propagandistischen Kampfklasse bewegen will, wer auf der VIP-Tribüne bei einer 100.000-Menschen-Massenveranstaltung mitjubeln will, der darf nicht am Kleingeld wie Flugkosten von 450 Euro schon scheitern. Rainer Rothfuss initiiert mit dem kitzelnden Kick zum Spektakel bei Facebook eine aufufernde Diskussion.


    Schließlich müssen russische Propagandaveranstaltungen gegen westliche Massenpropaganda wie dem Massenpropaganda-Blatt BILD gegenhalten. Denke der emotionale Erregungseffekt funktioniert bei jeder Art von Propaganda gleich. Gruß aus den finnischen Wäldern...

     Eine erklärte Gegnerin, Mitreisende mit Rainers Friedensfahrt 2016, Juliane Sprunk, hat schon die rote Zensurkarte erhalten. Rainer hat sie aus der Filterblase der Friedensfahrer ausgeschlossen. Die Dame motzt munter weiter. Lesen wir, was sie zu sagen hat und kommen dabei auf so obskure Gestalten wie den jungen Herrn Dugin, über den Wiki einiges zu berichten hat.

    Zum Thema "Wegzensieren" später mehr, viel mehr - und immer das Gleiche....

    Dass Facebook mittlerweile mit Zensur"Maas"-nahmen mittlerweile Hunderte, wenn nicht Tausende - und hoffentlich bald Millionen und mehr Nutzer verliert, hoffen viele. Facebook arbeitet daran. Inwieweit jetzt Menschen ihre Propaganda beim russischen Netz vk verbreiten dürfen, bevor dort die Zensoren reagieren, bleibt abzuwarten.


    Meine Hoffnung ist gering. Dass Facebook zensiert, ist hundert- und tausendfach bewiesen. Inwieweit VK bei Meldungen, welche nicht Russophil ausfallen, zensiert, bleibt abzuwarten. Sobald sich Macht um irgendeine Ideologie kristallisiert, folgt Zensur mit inquisitorischer Tradition. Warten wir's ab!


    Es bleibt zu hoffen, es ist wohl zu erwarten, dass mit jeder willkürlichen Zensur- und Löschaktion bei Facebook sich empörte Nutzer von Facebook abwenden und dem russischen VK-Netz zuwenden.

    Noch scheuen viele den Aufwand. Doch es bleibt nichts anderes übrig, wenn die Diskussionen wenigstens ansatzweise frei bleiben sollen und wollen.

    Ob bei VK allerdings Diskussionen "wenigstens ansatzweise frei bleiben", ist meine große Frage!

    Da mir bei meinen stichelnden Provokationen bei BayernIstFrei schon oftmals lächerlich zensierende Inquisitoren in die Parade gefahren sind, so wurde für mich
    aus BayernIstFrei"Bayern Unfrei". Es scheint mir, dass die meisten ideologisch verfestigten Menschen Freiheit überhaupt nicht ertragen - zumindest nicht die Freiheit anderer Meinung. Es ist meine Spezialität, dies durch Tests zu beweisen.

    Sobald Diskussionen bei VK Fahrt aufnehmen, lässt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit prognostizieren, dass dort inquisitorische Gruppen-"Führer" zensieren!

    Ein anderes Beispiel bietet mein vielgeschätzter Freund und werter, witziger Schönschreiber "Philolaos", der Menschenfreund. Der Mann textet in einem Anflug von Selbsterkenntnis über seine "naive Aggressivität" als "Buntblödel". Dem Manne kann geholfen werden, dem Manne muss geholfen werden - als Freund dieses Menschenfreundes.





    Bei der Seite
    http://vineyardsaker.de/2017/08/04/dies-und-das-diverse-meere-kuesten-und-systeme-und-ein-kaputter-projektor/#more-471
    findet sich ein treffliches Sätzchen, was wie Arsch-auf-Eimer auch auf die emotional erregte Diskussion vs. Antifanten, inquisitorische Zensoren (übrigens auf allen Seiten) wie insbesondere auf Philolaos witziges Mühen passt, den Buntblödeln in Buntschland mal so Richtig eins auszwischen. Das Sprüchlein lautet:

    "Wenn im Trog weniger Futter streiten die Schweine."

    Um mich als Kanzelredner zu kaprizieren, soll meine Predigt heute morgen das Sprüchlein kommentieren. Es findet sich also das Gerechtigkeitsgefühl von unserem werten Menschenfreund Philolaos in der hundsgemein säuischen Behandlung widerstreitender Meinungen derart verletzt, dass er Zeit, Energie, Hirnschmalz, Witz und Recherche investiert, um am Futtertrog für die Schweine mal so richtig dazwischen zu keilen. Ist es das wert? Ist es das wert, am Futtertrog mit den Schweinen um Brocken von Wissen, Weisheit, Wahrheit zu grunzen?

    Diese vier Blödchen sind vielleicht weniger dumm als vielmehr rollig. Ihre genetische Disposition freut sich auf richtige Macker und Macher, ihr biologische Sehnsucht und Aufgabe zu erfüllen - egal von wem, woher und wie.
    Beschränkte Blödchen machen sich bereit für Macho-Macker, die sich nichts mehr freuen als auf Buntschlands Blödchen..

    Entrada a la carrera por la frontera del Tarajal 6 Minuten 15 Sekunden

    Streitende Schweine am Futtertrog sind für herrschende Eliten eine billig zu agitierende Verfügungsmasse, an denen sich selbst ein so witzig elegant und sophistisch argumentierender Philolaos die Zähne ausbeißen kann, darf und soll.

    Solange die Schweine am Futtertrog grunzen, bleibt der Blick auf's Wesentliche verstellt. Wesentlich ist doch, dass hier mit Kalkül und Chuzpe Menschen gegeneinander aufgehetzt, aufgeheizt und aufgestachelt werden, miteinander in Wettstreit zu treten, nicht in einen edlen Wettstreit von Argumenten sondern in die erbarmungslose Schlammschlacht um Weibchen und Futter an einem knapp gefüllten Schweintrog.
    Noch ziert sich die Zimperliche. Vergewaltigt vergisst sie ihre brutale Befruchtung und lebt für die Zukunft: Ihr Kind!

    Was hier gegeneinander, egal ob auf Straßen oder im Internet, bei Facebook oder den Kommentaren von Kanälen wie "Bayern ist frei", BILD, ZEIT oder SPON, bei FAZke Don Alphonso an Kommentaren einfließt, ja selbst an Artikel ins Netz von mehr oder minder begabten Autoren wie Philolaos eingespeist wird, sind nicht mehr - eher weniger - als magere Brocken im Schweinefraß von fürchterlichen Futtertrögen.
    Alternde Schreiberling wie Philolaos oder der Autor sind als "schützende Wölfe" längst abgeschrieben. Die Hüter der Herde sind nicht mehr Kanzlerin und Verteidigungsministerin, sind nicht die Geschwatz-Gender*Isten, ProfessorX - die Hüter der Herde sind Männer mit Messern! 

    Weil biologische Fakten als Wahrheit eines bemühten Kanzelpredigers den inquisitorischen Macht"Maas"-nahmen irgendeines subalternen, geistig rigiden, inquisitorischen Zensors nicht gefallen, werden diese ihren Schweinetrog schnellstens von solchen Sätzchen säubern, um weiter ihren mageren Schweinfraß in den Trog zu füttern - und sei es wieder mittels eines nützlichen Schweinemästers namens "Philolaos".

    Wohl bekomm's!



    Why Women DESTROY NATIONS * / CIVILIZATIONS - and other UNCOMFORTABLE TRUTHS


    Ein weiterer Freund, diesmal der Russophilen-Fraktion, munkelt blitz-1000-gescheit auf seiner Site über die global explosive Situation USA-Russland. Was auch immer Russophilus dort ablässt, sein Sätzchen "Wenn das Futter knapp wird im Trog, streiten die Schweine" ist von zeitloser Eleganz, Kraft und Schönheit. Allein wegen dieser Wahrheit lohnt der Klick auf den Beitrag.





    Russophilus gefällt mein Kommentar nicht - wieder ein Zensor mehr in meiner Sammlung. Mein Kommentar wartet nicht mehr auf  "Freischaltung", Russophilous hat ihn wegzensiert. In West, Ost, Nord und Süd nichts Neues. Menschen lieben es, in ihren Filterblasen und geistigen Ghettos ihre Fantasien rauf und runter zu beten. Solange Ideologen sich eine sichere Gefolgschaft schaffen, fühlen sie sich gut. Störimpulse müssen Ideologen von ihrer Schafsblöden Herde weit, weit fern halten.

    Fakten sind anders. Ein Beispiel von"Bayer ist frei", was so schön in die Landschaft passt.

    Je mehr diese alternativ gebenden Kämpfer für Meinungsfreiheit sich in ihrem Ideologie-Ghetto einigeln, umso inzestuöser werden ihre Kreise. Sollen sie löschen, zensieren, diffamieren, Fakten, furchbare Fakten hält niemand auf. Schauen wir uns die Träume von Floydmasika nur an einem seiner super schönen Sätzchen einmal genauer an. Ein wenig würzender Spott und Häme hat Floydmasika sich ebenso verdient wie unser Freund Philolaos, der Menschenfreund.

    Was denn, was denn, komm uns doch keiner mit abstrusen Forderungen, wie diesen, vollkommen aus der Zeit gefallen, vollkommen entgegengesetzt dem Mainstream, näher an Hatespeech als an klerikal, kultureller, medialen Massenforderung. Goutieren wir besser den Gutglauben der Glutmenschen für Schönes und Wahres, für die Befreiungsbiologie befruchtender Botschafter Schwarzafrikas, Nordafrikas - aus aller Herren Länder, meistens jung und männlich, unerschöpfliches Reservoir an Testosteron und Tollheit. Dagegen Floydmasika bei Bayern Unfrei:
    „Flüchtlingsströme aufzunehmen, kann nur ein Akt humanitärer Großzügigkeit sein, der seinen Wert aus der Freiwilligkeit bezieht. “
    Was hat der Autor denn geraucht? Hat er noch nicht mitbekommen, wie es laut und schrill Land auf und ab in Endlosschleifen brüllt?

    „Neue Männer braucht das Land“!

    Da kommen 200 harte Buschen gerade richtig, quer durch die Sahara, über, unter, durch fünf Meter hohe Sperrzäune, das sind die Rechten. Die sind es wert, von mittelmäßigen Masomäuschen mit Teddybärchen und Kußhändchen empfangen zu werden. Das sind die Kerle, die noch richtig reinlangen, wenn rappelige Rentner oder motzige Mädchen im Weg stehen, nicht so können oder wollen, wie der Macho-Mann mit der vollen Faust droht, fordert und kriegt.

    Flüchtlingsströme aufzunehmen, bis die Balken der Brücken biegen und brechen, das ist Fakt!

    Akte humanitärer Großzügigkeit mag man sich mit Gleichgesinnten im Internet ausspinnen, mag auf Straßen Spruchbänder tragen und mit Sprechchören hausieren gehen, Flüchtlingsströme kommen. Daran ändert hochgestochene Phrasologie nichts. Nur weil’s so schön klingt, noch einmal:
    „Flüchtlingsströme aufzunehmen, kann nur ein Akt humanitärer Großzügigkeit sein, der seinen Wert aus der Freiwilligkeit bezieht. „
    Die Zeichen der Zeit stehen auf  Krieg!

    Das schmucke Stück von 1941 ziert Porvoo, kunstvoll drapiert mit Blick auf Fluß und Stadt.


    Rentner, die mit versiegenden Lebenskraft sich aufbäumen so lang, so stark, so weit, so hoch wie möglich vor dem Unvermeidbaren, sitzen zusammen und sinnieren über die Taten ihres heldenhaften Erfolges. Eine Nachkriegsgeneration verwöhnt von Wiederaufbau mit ausgiebig gepflanzten Eigenheimen, mit Enkeln gesegnet und noch mit viel, viel Zuversicht für weitere Abenteuer findet die Welt so wunderbar, Merkel goldrichtig und Trump fürchterlich.


    Es ist bislang alles gut gegangen in den letzten Jahrzehnten. Aus süßen Träumen weben sich Illusionen. Die heimischen Gefilde hüten wohlgesonnene Geister. Die nächsten Reisen sind geplant. Leben gelingt in ruhigen Bahnen.

    Statistik: Die für wenig revolutionäre Agitation berüchtigte Universität Münster lässt ahnen, was auf uns zukommt! "Uns" meint die Menschen, die schon länger hier leben.





    Die Gotteshäuser wie in Lovisa trotzen seit Jahrhunderten Wind und Wetter, Krieg und Frieden,  zerstört, wieder aufgebaut, alles bleibt, wie es war! Kommunisten haben auch schon mal Waren in den Hallen gelagert, Muslims mögen Minarette und den Muezzin von den Turm plärren lassen... Eins scheint sicher. Nicht bleibt, wie es war!


    Oma und Opa schieben ihren Rentnerferrari auf vier Rädern die sachte Steigung hinauf, um beschwingt mit Schwung bergab zu rollern.


    Einfach leben! Statt Pfifferlinge oder Erbsen mühsam zu wiegen, füllt Finnen Litergefäße und verkaufen Pilze oder Erbsen literweise: Ein Liter Pfifferlinge sechs Euro. Ein Liter gepulte Erbsen füllt gerade einmal eine kleine Tasse, aber das merkt der Kunde erst hinterher.


    Noch herrscht Frieden im Land! Was wütet der Schreiberling mit sauren Sätzchen gegen Gott und die Welt? Wie das Schiff auf Land ruht von langen Fahrten, sollte der Autor endlich entspannen und ebenso ruhen.


    Ob dem Autor das finnische, launische Wetter auf's Gemüt schlägt? Bedrohen ihn etwa die sich häufenden Wolkenberge, aus denen pladdernder Regen bricht?



    Sollte der Autor nicht mal landen von seinem Fantasieflug über Buntblödschland mit seinen bös beschränkten Buntblödeln, trocknen Fußes ans Ufer kommen und sich wie die Mehrheit seiner Mitmenschen behaglich im Sessel besaufen?



    Es lässt sich so fantastisch Frieden, feuchte Freuden genießen in Finnland. Vom Camp in Lovisa führt der Weg über Regen nasse Wiesen an den Holzsteg zur Holzhütte am Meeresarm. Auf blanker Edelstahlleiter steigt man ins Wasser und schon schwimmt man oben, erfrischend!


    In Porvoo, 40 Kilometer weiter südlich in Richtung Helsinki, sieht die Welt ebenso reizend aus. Der alte Kahn "Glückauf" liegt fest verschraubt am Kai.


    Porvoo ist geschichtsträchtig wichtig für das finnische Nationalbewußtsein. Das Wort Nationalbewußtsein gilt in Buntschland bei Buntblödeln als "voll nazi". Wer Finnland und Porvoo genießen will, darf nicht daran denken. Wie wird man seine Gedanken los?



    Rentners Rummelplatz Reisen betäubt die Sinne mit Wundern über Wundern: Die Speicherhäuser am Fluss Porvoonjoki sind eine Augenweide.Vergessen wir besser Politik, Buntschland und preisen Porvoo!

    Porvoo






    Die Laune hebt sich, die Sonne bricht durch. Ahhhh.... Glück kommt auf!


    Nun soll mich kein Weg mehr Berg ab in die Schlammsuhlen streitender Schweine um Weibchen und Futter in Buntschland mehr führen. Der Vollmond ist überstanden. Eine prächtige Limousine aus Gods Own Country begrüßt die Gäste an der Rezeption zum Camp.


    Es geht ins heimische Nest. Der bleiche Mondmund steigt rund über die Bäumen.





    Und anderntags scheint sogar die Sonne!


    Werner Söderström druckt seine Bücher. Die Finnen scheinen schlau, schneiden besser ab als andere bei Pisa-Messmethoden. Vermutlich haben sie weniger Sorgen und mehr Energie für Wesentliches.


    Das Bild dieses mutigen Mannes gehört nun nicht nach Porvoo, verdeutlicht aber wieder und wieder den Gegensatz zwischen hier und dort.



    Gleichgültig, ob die Menschen in kleinen oder großen Häusern wohnen, ob sie in Appartements an der Straße hausen oder in Penthouse-Wohnungen am See residieren, ein glückliches Gefühl herrscht vielfach hier vor.


    Auch wenn die Kastenente schwarz ist und vor der Kirche steht, es ist kein Leichenwagen. Genug von Porvoo, es stehen wieder anstrengende 40 Kilometer bevor ins nächste Camp nach Helsinki.


    Helsinki

    Es ist eine verschwindende Minderheit, die sich für die Umvolkung euopäischer Kernstaaten interessiert. Erst wenn Menschen selbst massiv eigenes Leid erfahren, beginnt das Umdenken. Noch verkaufen Medien, Kleriker, Kulturelle dem Volk "Frieden im Land". Tagesaktuell messert heute am 9. August, mal wieder einer eine Frau, ein anderer rast mit seinem BMW in eine Gruppe Soldaten, in Neapel schlagen sich Schwarze mit Polizei und Militär und in Duisburg stellt sich ein Erdogan naher Muslim zur Bürgermeisterwahl.



    Die Metro bringt uns vom Camp zum Bahnhof, einem wichtigen, wuchtigen Bau der Nationalromantik von 1919. Die majestätischen Lampenträger wären geeignet, in Buntschlandscher Beliebigkeit den Leuten ein Licht aufzusetzen.

    Als Rentner, frei wie ein Vogel, läge es wenigstens an der Wahlurne an, sich heimlich zu "Sexismus, Rassismus, Antifeminismus" zu bekennen und AfD zu wählen. Welche Gründe dafür bestehen, sind zuvor genug angeklungen. Vergnügen wir uns lieber weiter in Helsinki auf Rentners Rummelplatz Reisen.


    Die Marktfrau verkauft ihren Kunden Erbsen literweise, zwei Liter für fünf Euro ergeben gerade einmal eine Tasse Erbsen.


    Etwa 100 Meter weiter, auf dem Bahnhofsvorplatz steht ein mehrachsiger Riesenkran mit fünffachem Teleskopauslegen. An einem überdachten Tisch nehmen Hungrige teil, die ihr Essen hoch über den Köpfen der Menschen einnehmen wollen.


    Der Spaß nennt sich "dinner in the sky". Die Gäste sind mit Sicherheitsgurten an ihren Sitzen befestigt. Wer das Vergnügen googelt und im Internet reserviert, ist mit 318 Euro dabei.



    Wir berauschen uns schon auf ebener Erde von dieser überaus eindrucksvollen Stadt. Bei den Preisen wie für eine Kugel Eis 4,20 Euro, ein Tee und ein Kaffee für 7,20 Euro verzehren wir lieber unsern Salat, den Stephanie morgens im Auto mit Broten zubereitet auf einer Parkbank.



    Wen Geld auf dem Konto langweilt, stolpert von der Hotelbar ins Casiono und verliert dort Geld und Zeit.


     Der Himmel hat uns ein herrliches Blau spendiert. Uns begeistert der erste Ausflug nach Helsinki.



    Diese Prachtplätze mit den in Metall gegossenen Granden der Geschichte strahlen Würde, Macht und Herrlichkeit aus.


    Das gewaltige Schiff der Viking-Line stößt schwarze Feinstaubwolken aus, ohne dass irgendeine Luftreinhaltekommission Widerspruch einlegt. Nach drei Tagen in Helsinki wird uns das Schiff für 138 Euro in zweieinhalb Stunden ins 80 Kilometer entfernte Tallin bringen.



    Die Viking-Line, das Kriegsschiff und einige Ausflugkähne teilen sich das Fahrwasser.





    Vom Fisch in der Markthalle und den Eindrücken der vielen Schiffe gesättigt schlendern wir über den Hauptplaz zurück an die Anlegestelle. Ein Kahn der öffentlichen Verkehrsbetriebe wird uns auf die Insel Suomenlinna übersetzen.



    Der Kahn pendelt zur Insel in ähnlich Frequenz wie die Metro vom Camp zum Bahnhof. Das Schiff fährt an der Insel vorbei, die gerade einmal Platz für zwei Hütten bietet.




    Die Insel Suomenlinna ist gepackt voll mit Museen, einer Festung, in der Menschen auf eine Theateraufführung am Abend warten, Gastronomie und gerade einmal 800 Bewohnern.


    Das U-Boot von 1937 hat den Krieg überstanden und jagt in beklemmender Enge Besuchern Schauder über den Rücken.





    Die Sonne wirft schon lange Schatten. Vor dem kühlen Wind schützen wir uns im Innern des Kahns auf der Rückfahrt zum Hafen.


    Über den Marktplatz fahren Sprengwagen, welche das Kopfsteinpflaster schlüpfrig naß spritzen. Die Stadt, die ohnehin von erholsamer Stille und Bedächtigkeit gegenüber Petersburg ist, wird noch ruhiger. Wir fahren mit der Metro heim. In der Uni-Bibliothek, in der Markthalle und sogar in der Metro haben wir eine hervorragende WiFi-Anbindung.



    Helsinki, der zweite Tag

     

    Wieder lockt uns ein herrlicher Tag in die nahe Metro. Diesmal nehmen wir unsere Fahrräder mit in die Stadt. Das Miethaus an der Metro verwöhnt seine Bewohner mit diesen Balkons, gerade das ein Fahrrad schräg darin stehen kann.


    Mit unseren Rädern verlassen wir schnell das Gedränge der Innenstadt. Nach knapp zwei Kilometern sind wir am Meer. Es ist so ruhig, dass die Damen Yoga- oder Gymnastik am sonnigen Ufer üben.



    Ein eigenartiger, hölzerner Bau mit Treppe ins Meer und einem Seelöwen vor der Tür zieht uns magisch an.


    Es ist eine Saunaanlage, die um Voranmeldung bittet. Zwei Stunden kosten 19 Euro/Person,  Gastronomie verwöhnt die Kunden zusätzlich. Die Dachterrasse gewährt einen Blick über das Meer zu Schiffen und Inseln.


    Ein Kreuzfahrschiff der AIDA-Linie, welches schon in St. Petersburg auffiel, liegt auch hier am Kai. Busse karren die Touristen in die Innenstadt, wer nicht ein Taxi wählt oder sich ein Fahrrad mietet. Wir radeln wieder an das Ufer, genießen unseren Salat auf der Parkbank mit Meerblick. Ein Motorboot sticht nach längerer Vorbereitung mit zwei Kindern und zwei Erwachsenen in See. Noch herrscht Friede im Land.



    Vor unserer Rast radeln wir noch an dieser spitznadeligen Turmspitzen-Kirche vorbei. Doch unser Bedarf an solchen Häusern ist gedeckt, unser Bedürfnis nach einer ruhigen Bank ohnehin größer.


    Für mich ist der Jaguar Typ E eines der schönsten Autos, Nummernschild "JAG 68". Neben Eisläden alle paar Hundert Meter locken Restaurants, Kaffee- oder Biergärten die Menschen an.


    Der Sommer ist kurz, die Winter sind lang, Regen gibt es auch genug. So lassen sich sonnige Stunden am Meer doppelt und dreifach genießen.


    Die Fahrt am Kai bietet abwechselungsreiche Ausblicke. Die Strecke ist ruhig und angenehm. Auch zu einer Siesta in der Mittagssonne lässt sich ein angehmens Plätzchen finden.



    Ebenso merkwürdig wie das Teleskopkran mit dem angehängten Esstisch für das dinner-in-the-sky kommt uns dieser Bade- und Waschplatz vor. Die Kinder springen ins Wasser, Frauen schrubben an den Tischen ihre Teppiche, die auf dem Grasplatz am Ufer auf Hölzern trocknen. Davor steht noch eine Art Winde, um die nassen Teppiche auszuwringen.


    Der Stadtbesuch zieht sich auch mit dem Fahrrad über Kilometer und Stunden hin. 

    Noch ziehen uns prächtige Bauten, ein orthodoxe Kirche in den Bann, dann ist es Zeit für Mittagsruhe, Kaffe, Tee in der Markthalle, ein Besuch über den Markt und dann ab mit den Rädern in die Metro zum Camp.


    Vom ruhigen Weg am Meer kommen wir durch eine Parkanlage mit der hübschen Statue im Rosenbeet zur orthodoxen Kirche, die auf einem Hügel über dem Hafen thront.


    Der quadratische Bau mit der hohen Kuppel, an der ein Leuchter mit schier unzählichen Kerzenbirnen hängt, steht auf vier gewaltigen Säulen.


    Nach stundenlangem Forschen, Radeln, Trepp auf und ab, freut sich der erschöpfte Körper und satte Geist auf einen ruhigen Abend.




    Selbst mit Ein- und Zwei-Cent Stücken lässt sich Geld verdienen, sofern diese aus Finnland sind.


    Der Heimweg ist geschafft! Der sonnige Tag klingt aus mit einem kühlenden, erholsamen Bad am Meer. Der Strand liegt direkt am Camp. Über die Brücke braust die Metro in die und aus der Stadt.

    Kleines Zwischenspiel: Neapel



    "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch!“ meinte Hölderlin.

    Dass die "Kontroversen kakophonisch kulminieren" führt zum Vater aller Dinge, zum Krieg. Das weibliche Reproduktionsprinzip ungehemmter Vermehrung gleicht alsdann das destruktive, dämonische Prinzip der Vernichtung aus. Diese Prozesse münden in massenpsychotischen Psychosen von Messer metzelnden Mördern, mittlerweile auch mit Massenvernichtungswaffen zu mehr und global wirksamen Armageddon befähigt, doch bei all angebrachter Schwarzseherei sind solche zwangsläufig ablaufenden Ereignisse weder persönlich noch depressiv zu verarbeiten, sondern gleichsam mit entspannter Heiterkeit als faustischer Schlußpunkt göttlicher Kömodien, gleichbedeutend mit teuflischen Tragödien zu genießen, solange man selbst dank eigener Vorsehung und bewußtem Bemühen leid- und schmerzfrei bleibt. Doch selbst der Tag, der dann der Letzte ist, bleibt solange der Beste, wie man ohne Murren und Knurren und ohne Geplärr à la "Mein Gott! Mein Gott! Warum hast Du mich verlassen?"von dannen scheidet, den Löffel abgibt, sich vom Acker macht. Amen.



    Abschied von Helsinki

    An unserem letzten Tag in Helsinki scheint wieder die Sonne, zumindest nachmittags. Einige Fotoimpressionen vervollständigen das Bild von dieser inspirierenden Zeit in der Stadt.


    Die Metro-Haltestelle Helsinki Universität führt durch einen langen Gang mit "Höhlenzeichnungen".



    Seiner elektrisch verstärkten Geige entlockt der Künstler schmelzende Klänge.



    Dies nordische Kunstwerk in nationaler Romantik stellt Brust und Gesäß auf das Trefflichste dar.



    Vor dem Restaurant schmatzt die mit Halskette und Abendkleid verzierte Seerobe an ihrem Fisch. Welcher Gentleman würde seine Begleiterin dort nicht einladen?


    An der Rückseite der orthodoxen Kirche erbauten aus den gleichen Ziegel die Menschen Speicher- und Verwaltungsgebäude.


    In diesem Stadt nahen Hafen liegen alte Windjammer, welche Gäste für Segeltouren aufnehmen.



    Dass dieser alte Blecheimer von 1913 sich noch über Wasser hält, grenzt fü rmich an ein Wunder. Der Schornstein lässt auf einen uralten Diesel mit Schwungrad schließen.





    Das Segelschiff Swanhild bauten die Finnen 1948 in Porvoo. Dass die Gäste sogar in einer Sauna sich aufwärmen können, begeistert mich.


    Mich verwirren die große Menge an Leinen, Schnüren und Tauen auf einem Segelschiff. Doch zur Not kommt der Kahn ja auch mit einem Dieselmotor weiter.


    Wieder ein Monument dieser nordisch herben national romantischen Zeit.


    Zur Mittagszeit haben sich hungrige Gäste von dem Teleskop-Kran des achtachsigen Liebherr-Fahrzeugs hochziehen lassen.


    Mit diesen Leuchtmittelmännern am Bahnhof und der nackten Jungfrau von 1908, auf die vier Seehunde im Kreisrund Wasser aus dem Maul spritzen, geht es langsam zurück zum Camp.



    Mein letzter Ausflug zurück geht an verschiedenen Hauptstraßen, welche überall mit Radwegen bekränzt sind, mit dem Fahrrad heim.


    Ein ruhige Insel am Weg lädt zum Verweilen. Die junge Dame genießt Sonne und Buch. Die Eisbrecher im Hintergrund haben momentan Sommerpause.


    Gegenüber dem Kohlekraftwerk liegt hier eine zweite Bade- und Teppichwaschstelle. Die Maschine mit der großen Platte dient dazu, über Walzen die Feuchtigkeit aus dem Gewebe zu pressen.



    Die elf Kilometer zurück von der Stadt zum Camp erleichtert mir ein kräftiger Rückenwind. Wo immer sich ein geschützter Platz am Meer findet, ankern Ausflugboote.


    Von dieser Metrostation sind es noch etwa 200 Meter zum Camp. Von den Zügen und den daneben rauschenden Autos hört man fast nichts mehr in unserer rollenden Hütte.


    Damit endet unser kurzer, neun tägiger Ausflug durch Südfinnland. Anderntags nimmt uns die Viking-Linie über das baltische Meer in die Hauptstadt von Estland nach Tallin.


    P.S.:

    Wer Links von meinen neuen Arbeiten erhalten will, schicke einfach eine E-Mail ohne Betreff und Text an die Adresse

    n0by-subscribe@yahoogroups.com

    Sobald es für mich einen WiFi-Zugang gibt, gibt es eine Bestätigung für die Aufnahme in dieser Gruppe.





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    Chaos in Charlottesville, Behaglichkeit im Baltikum: In Charlottesville bekämpfen sich Bunt- und Braunblödel bis auf's Blut. Gender-Irrsinn dreht Sinn, Sprache, Sexualität um und herum, damit Professxe Steuergelder keilen für wissenschaftlichen Wahn. Das Google-Managment schmeißt einen IT-Experten raus, der im Intranet ideologischen Diversity-Zwang anprangert. Als Zyniker im behaglichen Baltikum belustigt mich all das mehr, als es mich aufregt.



    Wenn wir Berlin an die Russen verkaufen, NRW pleite ist und Hamburg und Bremen unter der Nordsee liegen, ist das Problem in Deutschland mehr oder weniger vorbei. Don Alphonso  12. August 2017 um 19:18 Uhr

    Krieg kann kommen - zwischen Bunt- und Braunblödeln


    Die alten, weissen Männer - die hässlichen, denkt sich jeder der sexistischen antisexistischen Feministen dazu - die alten, weissen Männer schlagen zurück. Wie herrschende Eliten medial, klerikal und mit viel, viel Geld ihre Buntblödel pampern, dass diese in Horden gegen jede vorsichtige Opposition aufmarschieren, Wahlplakate zerstören, Versammlungsräume demolieren, Privatbesitz wie Autos von Gegner abfackeln, ihnen die Fensterscheiben der Wohnungen einschmeißen, ebenso bringen sich aufgehetzte Braunblödel in Stellung.


    Prekäre Dummbatzen mit tätowierten Schädeln, Baseballschlägern, in uniformierten Kutten à la LoNSDAle, mit kennzeichnenden Symobeln wie "HH-18" halten hart gegen Horden von Buntblödeln. Ob Bunt-, ob Braunblödel nichts kommt besser als eine zünftige Schlägerei. Ein paar ausgeschlagene Zähne in den verhauten Hackfressen, eine abgebrochen Flasche quer durch die Schnauze gezogen, fette Steine krass gegeneinander geschleudert und mit Begeisterung noch auf die dazwischen gehenden Sicherheitskräfte, gebrochene Knochen und derlei Petitessen nimmt der marodierende Pöbel gern in Kauf. Ein paar Tage in Gefängniszellen, einige Monate in Haft gelten in der Szene als Ritterschlag. Hauptsache die Randale fetzt, die Presstituierten haben Stories, die Umsatz machen, die Sicherheitsindustrie verkauft Schutz- und Angriffswaffen, all das steigert das Bruttosozialproduckt. Und was sonst ist wichtig? Nichts!


    Bild: Hans-Peter


    Das böse Beispiel in den USA zeigt prächtig, wie sich Bunt- und Braunblödel todesmutig ins Kampfgetümmel werfen. Bleibt jemand auf der Strecke, kullern Krodilstränen über die gefleschten Gebisse der größten Ganoven, welche in holder Eintracht darauf sinnen, mehr Öl ins Feuer zu gießen. Bunt- wie Braunblödel basteln Brandbeschleuniger, mit denen Molotow Panzer brechende Cocktails gemixt hat. Heut hilft das Gemisch gegen einen Polizeiwagen, wenn mordlüsterne Mob den Polizisten die Flucht aus dem brennenden Einsatzwagen verwehrt.



    Doch das gleicht mehr einem Geplänkel als dem, was Feuerwerker im militärisch industriellen Komplex für hoch effizientes und hoch technisiertes Morden ersinnen. Eine Neutronenbombe galt einst als Hit, welche organisches Material vernichtet und wertvollere Materie unbeschadet lässt. Menschen sind organisches Material, Wert 3,50 Euro, sofern keine Goldzähne zum Recyclen anfallen.




    Diese elende Urlaubsplapperei, wie toll, schön und wunderbar die geschauten Gefilde in paradiesischer Einsamkeit waren, wie toll, schön und wunderbar die Burgen, Kirchen und Schlösser, Kunstwerke und auch Esslokale waren, wie toll, schön und wunderbar die Sonne nach dem letzten Gewitter unterging, wie toll, schön und wunderbar das Bad im kühlenden Meer den Körper wieder belebte, all der paradiesischen Schönheit, dem herrlichen Erleben steht eine geradezu höllische Nachrichten- und Faktenlage entgegen, die zunehmend an Interesse verliert, weil das letzte massenpsychotische Metzeln schon wieder vergessen, verdrängt und verschmerzt wurde.




    Die höllische Nachrichtenlage lässt sich mit drei Worten beschreiben: KRIEG KANN KOMMEN!



    Karl Richter, Münchner Stadtrat der Rechten, fiebert von Blut, Schweiß und Tränen für den kommenden Krieg.



    Fake News berauschen sich an Fantasien, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben. Die Realität zeigt geradezu das umgekehrte Bild: Gitter halten das Volk zurück, während in gepanzerten Limousinen die Herrschaften vorbei fahren.

    Mein Freund Hans-Peter gönnt mir mal Pause!



    Kampf der Geschlechter ist die Mutter aller Männer.

    Nachdem mich das Internet wieder mit buntschlandigen Schmandschlamm verbindet, fällt mir am Übelsten derzeit der Skandal um das GoogleMemo auf, welches zur Entlassung des Vefassers führte.



    Als Erster roch die exzellente Spürnase meines Freundes Akif Pirincci den Braten und schrieb gleich eine seiner fulminanten Liebeserklärungen in das Pussi-Album einer besonders begabten Dame, einer SPON-Autorin mit hoher Fuckability, passend in Pirinccis Beuteschema. Also ließ sich der Meister nicht lumpen und dichtete frisch, frank, fröhlich, frei.



     Unser Kleiner Akif: So charmant, so einfühlsam, so offenherzig, so prächtig prickelnd saftig! Das Beste an meinem Freund Akif: Er zensiert nicht, mich jedenfalls nicht. Das ist bei meiner Schreibe schon so gut wie ein Alleinstellungsmerkmal.



    Merkwürdige Synchronizität: Akif bläst mit seinem Beitrag ins gleiche Horn, was mich zur Zeit in Finnland ähnlich beschäftigt.



    Als nächster folgt dann FAZke Don Alphonso, der mit seinem Beitrag die "besseren Kreise" bedient und damit die fünffache Zahl an Kommentaren erntet wie Pirincci.

    Wie man beim FAZke erwartet, klamüsert der Mann mit feinsinniger Recherche, IQ180 und ausgefuchster Kopfarbeit die Fakten aus dem GoogleMemo, gibt reichhaltig Material für die verwobenen Fäden repressiver Machtüberschreitung von Mammis und Nannies zur Disziplinierung unbotmäßiger Bürschchens.



    Der FAZke Don Alphonso zensiert meine unmaßgebliche Meinung in seinem Forum, wo er nach eigener Beweihräucherung "fast alles freischaltet". Mich nicht. Das lässt sich verschmerzen, denn bevor meine digitalen Perlen vor die Säue kullern, sind sie gespeichert.

    Mein Freund Hans-Peter gönnt mir zuvor mal 'ne Pause!


    Zu FAZke Don Alphonso fällt mir: Wer sich auf die Webseite von der-kleine-Akif.de verirrt und dort dessen Rezension der "begabten SPON Autorin Angela Gruber" liest, welche sich eben dieses Themas googlememo - wie so viele andere - mit gleicher Intention und verdrehter Chuzpe angenommen hat, der reibt sich erstaunt die Augen: Was denn, gibt es etwa Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die gemeinhin leicht übergangen werden, weil sie nicht mehr so wichtig sind? Der Kleine Unterschied, der nun nicht mehr so wichtig ist, da die Reproduktion ja vielfach den prekären Kreisen überlassen wird, der Kleine Unterschied lag früher ja zweifelsfrei darin, dass Frauen als Alleinstellungsmerkmal sich wie uns reproduzierten.

    Dass sich aus dieser, früher weitgehend anerkannten biologischen Tatsache gravierende Unterschiede ergaben, solch altertümlichen - mittlerweile von Professorx wissenschaftlichem Wahn gebrandmarkten Anschauungen - gräbt ein türkisch stämmiger Deutsch-Autor wie Pirincci wieder aus der Mottenkiste.

    Na, dem Mann werden die Gerichte aber die Leviten lesen! Schließlich schlägt er sich schon - nach eigenen Angaben - mit 75.000 Euro teuren Gerichts- und Strafverfahren rum - alles nur für seine "Meinungsfreiheit", die doch mittlerweile für best bezahlte ProfessorX mit Wissenschaftswahn so absurd und überholt wie eine um die Erde sich drehende Sonne.

    Es gibt - das steht nunmehr fest - keine biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Die Reproduktion überlässt Frau-von-Welt prekären Schwestern der Unterschicht. Allenfalls lässt sie ihre Eizellen einfrieren, um am Ende ihrer Karriere im reifen Alter von 40 oder 50 Jahren dann noch ein Junges auszutragen. Man genieße bei YouTube das Filmchen "Why women destroy civilisation" ...



    ....freue sich an weiblichen Stehpinklern und schlage sein Kreuz über dem Wahlzettel. Amen.



    Die Fleißarbeit von Don Alphonso gibt ihm als Autoren Spielgeld. Spannend sind dort Kommentare, welche er durchlässt. Diesen beispielsweise:

    Harry Charles     sagt:   
     12. August 2017 um 13:15 Uhr   

    Die notwendige Demaskierung des Feminismus als übelster Ausprägung der Bigotterie
    ist eine der wesentlichen Herausforderungen der Zukunft. Es gibt viele Facetten der Femi- und Genderideologie, und alle müssen einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. Angefangen bei der Historie: abgesehen von einzelnen Xanthippe-Erscheinungen ist die Wurzel des Feminismus wahrscheinlich in der Industriellen Revolution zu suchen. Die neureichen Damen (die ihren Müßiggang dem Umstand zu verdanken hatten, dass ihre Gatten als Industriebarone das Volk ausgebeutet haben) wussten nicht was sie mit ihrer Zeit anfangen sollten und haben sich in Diskussionszirkeln zusammengeschlossen, deren Resultat ein übertriebenes (verlogenes) humanitäres Engagement war.

    Dieses diente wohl dazu, sich moralisch unangreifbar zu machen gegenüber möglichen Vorwürfen. Da sie an der Seite ihrer zu schnell reich gewordenen Ehemänner ein überhöhtes, geradezu narzisstisches Selbstbild entwickelt haben, mussten sie ihrem übersteigerten Geltungsbedürfnis irgendwie Ausdruck verleihen. Das ist der Ausgangspunkt des heutigen Feminismus, so wie ihre Verlogenheit und geheuchelte Humanität Ausgangspunkt der politischen Korrektheit sind.

    Eine weitere, im 20 Jahrhundert entstandene Wurzel des Feminismus ist pathologischer Männerhass. Der Grund dafür liegt in der sexuellen Frustration zu kurz gekommener Hässlicher, die dem Ganzen eine seriöse Fassade verleihen und obendrein eine große Breitenwirkung geben wollten. So entstanden Medienkampagnen, zuerst in Form von Zeitschriften, später dann unter Zuhilfenahme des Internets. Je mehr Massendynamik diese Seuche dann entwickelte, desto mehr strömten dann auch Frauen hinzu, deren primäre Beweggründe Eitelkeit, Zurschaustellung, Wichtigtuerei, Ehrgeiz, etc. waren. Darunter auch ein paar ansehnliche, aber der Satan tarnt sich ja oft (an ihren Taten sollt ihr sie erkennen).

    Zusammenfassend kann man sagen: der Feminismus von heute ist ein Gebräu aus dem im 19. Jahrhundert entstandenen Jahrmarkt der Eitelkeiten und dem Männerhass der Hässlichen, Amazonen und Xanthippen.

    Hinzu kommen eine durch Überzivilisiertheit/Überfeinerung und Domestikation entstandene (Selbst-) Schwächung vieler Männer (ich würde dies als Bernie Sanders- oder Tim Kaine-Syndrom bezeichnen)

    Bei Naturvölkern gibt es keinen Feminismus, genauso wenig wie in traditionellen Arbeiterfamilien. Dort haben Frauen andere Prioritäten. Es gibt ihn schwerpunktmäßig im Bereich der Bourgeoisie (wozu man natürlich auch die Champagnersozialisten, Moralglitterati und vor allem die Pest der grünen Kamarilla zählen kann), wo verwöhnte höher Töchter danach streben, ihr übersteigertes Geltungsbedürfnis irgendwie auszuleben.

    Folgende Sprichwörter können einem im Zusammenhang damit einfallen:
    -Müßiggang ist aller Laster Anfang
     -wenn’s der Kuh zu wohl wird geht sie aufs Eis

    in literarischen Werken gibt es schon seitgeraumer Zeit auch Feminismuskritik: nicht nur bei allseits bekannten Autoren wie Nietzsche, Schopenhauer oder Strindberg findet er sich, sondern auch in Kurzgeschichten von Nobelpreisautoren wie Hemingway (vor allem in seiner Sammlung „men without women“). In „the doctor and the doctor’s wife“ schildert er wie die Frau eines Arztes (ist autobiografisch, es geht also um seine Mutter, die er nicht mochte) eine frühe Form von Feminismus entwickelt weil sie viel Zeit und Muße hat. Dies hat sie dem Umstand zu verdanken, dass ihr Gatte ein sensibler Mensch und ein gebildeter Arzt ist (für die damalige Zeit, den Beginn des 20 Jahrhunderts, eine seltene Karriere). Statt es ihm zu danken verwendet sie es gegen ihn, moralisiert statt ihn zu unterstützen. Als er nach einem Streit nach Hause kommt fragt sie nicht was Ursache war, steht ihm nicht bei, sondern maßregelt ihn mit den Worten „Henry, I hope, you didn’t lose your temper.“

    Auch die Literaturwissenschaft kann einen wichtigen Beitrag zur Demaskierung und Entmystifizierung des Feminismus leisten. Man muss mit allen nur erdenklichen und zur Verfügung stehenden Mitteln, mit wissenschaftsbasierter Aufklärung, Boykotten, etc. dieser Plage, dieser Geißel der modernen Zivilisation zu Leibe rücken. Vor allem wir Männer haben uns das viel zu lange gefallen lassen, zu viele haben Dinge als normal hingenommen, die eigentlich pathologisch sind.

    Ein bekannter Psychologe hat den Begriff der „Normopathie“ geprägt: das Kranke wird nicht mehr als krank empfunden, wenn der vermeintliche Mainstream, die gefühlte Mehrheit (nachdem sie einer permanenten, systematischen Gehirnwäsche unterzogen wurde) es als normal betrachtet. Das passt auf unser Land, wo die Trump-Wahl, der Brexit (beides hochnormale Entwicklungen und Ausprägung eines Regelkreises) und beispielsweise auch Russland als nicht normal empfunden werden. Man lügt sich bei uns gewissermaßen in die Tasche, macht sich zum internationalen Geisterfahrer.

    Feminismus ist für mich, vor allem angesichts der Formen, die er mittlerweile angenommen hat, Ausdruck einer schlimmen Form von narzisstischer Persönlichkeitsstörung.

    Für ihn gilt das, was der renommierte Monty-Python Komiker John Cleese schon für die politische Korrektheit formuliert hat: damit werden Orwellsche Alpträume wahr.

    Es ist ein Irrglaube jugendlicher Feminanzen (basierend auf militanter hassfeministischer Propaganda) anzunehmen, dass man früher Frauen keine Wertschätzung entgegen brachte. Im Gegenteil, das Verhältnis Mann-Frau war wesentlich entspannter und nicht so sehr von Hass, Misstrauen und Rücksichtslosigkeit geprägt wie heute.

    Es ist viel Porzellan zerschlagen worden und enormer Flurschaden entstanden.
    „Mann“ muss energisch daran arbeiten, die Schäden zu reparieren.
    Don Alphonso, der als FAZke-Feuilletonist und begeisterter Radbastler und -fahrer, tut, was er kann, verdient einen Gruß aus Tallinn per Twitter:



    Von Helsinki nach Tallinn


    Ein letzter Spaziergang am Meer entlang beim Camp in Helsinki zeigte mir dieser Baum, wie Hindernissen wie einem undurchdringlichen Felsen auszuweichen sind: Einfach umgehen.


    Mit den Bikern geht es auf das riesige Schiff. Dass alle Fahrzeuge auf einem gepackt vollen Parkplatz wie LKWs, PKWs und Wohnmobile auf ein Schiff fahren, war mir unvorstellbar. Doch alle fanden Platz.



    Unser Schiff fährt gegen 12.00 Mittag aus dem diesig dunstigeen Helsinki.



    Auf See klarte es auf. Wir finden freundliche Gesprächspartner, auch wenn mir die Ansichten von pensionierten Lehrern und engagierten Flüchtlingshelfer fremd waren, sind und bleiben.


    Besser gefallen mir diese starken Gestalten. Doch eider gelang es mir nicht, zu ihnen Kontakt zu bekommen. Jedenfalls begeistert mich ihr Outfit.


    Das Schiff nähert sich unserem Ziel Tallin. Ein letzter Blick von Bord auf die Silhouette der Stadt, bevor wir im vierten Untergeschoß in unserem WoMo warten.

    Tallinn




    Wir kommen gerade an dem Tag an, wo in Tallin Hochsommer herrscht. Wir schleppen uns erstmal zum nahen Strand, um uns in herrlichen Fluten zu kühlen.




    Da wir vom Camp durch Helsinki zum Hafen, auf das Schiff, mit dem Schiff 80 Kilometer und dann noch vom Hafen Tallin zum Camp fünf Kilometer dieseln mussten, waren wir nach Hitze und Meerbad völlig erschöpft. So genießen wir den Abend am Camp bei untergehender Sonne.


    Motorflieger hängen unter dem "Müllsack", brummen über unsere Köpfe und vergnügen sich. Immerhin ein akustisch weniger belastender Rummel als Jet-Boote, welche wie Motorräder über die Wellen reiten.


    Anderntags schaffen wir es trotz eines weiteren, heißen Sommertages mit unseren Rädern in die Stadt.


    Vorbei an den üblichen Sieges- oder Friedensengel....


    ...an skurrilen Ausstellungsstücken, die an ein Kamikaze-Torpedoboot erinnern...


    in den dicken Turm. Der beherbergt ein Museum zur Geschichte der Stadt und zur Seefahrt.


    Vom Turm aus überblickt man die Stadt, die in früheren Zeiten gut befestigt war.




    Ein Lehrer doziert vor einer Gruppe Schülern, dass einst vierzig Türme die Stadtmauer schützten.



    Im Museum stehen Schiffsdiesel von 1950, als es noch keine Feinstaub-Diskussionen gab und später die Luft in den Städten zum Schneiden stickig wurde .


    Dem Wracktaucher pumpten Helfer über die Kolben Atemluft durch den Schlauch in die Tiefe.


    Ein ruhiges, schattiges Plätzchen finden wir in der hohen Hallenkirche von Tallin.






    Wir verschieben einen weiteren Stadtbesuch auf den Abend, weil wir zuvor uns im Meer von der Hitze erholen müssen.


    Nach anderthalb Sommertagen verabschiedet sich dieser am Nachmittag wieder mit aufziehenden Gewitterwolken.




    Noch bestaunen wir trocknen Fußes die Stadt.


    In dieser Fassade zeigen sich bröckelnde Risse. Die Stadtverwaltung sorgt für die Fußgänger mit einem Schild "Vorsicht Steinschlag".

    Die Wolkenmasse verdichtet sich immer mehr. Schon grollt fernes Donnerbrummen.






    Es ziehen schwarze Wolken auf, die sich in einem Platzregen donnernd entladen. Wie wir die Hitze im Meer überstanden haben, überstehen wir auch diese Herausforderung bei einem schmackhaften Mahl beim Chinesen. Wie wir später erfahren, war ein 20prozentiger Zuschlag auf die Preise der Speisekarte höchst eigenartig, ungewöhnlich, seltsam.



    Uns entschädigt ein fulminanten Lichterspiel, wie die Sonne im Meer versinkt.



    Während wir bei einem Chinesen gedünstenen Stangensellerie mit Paprika, Tofu mit Pilzen und Reis verzehrten, hattenGewitter, Donner und Regen sich ausgetobt. In einem  Sonnenlicht von unwirklicher Schönheit radeln wir trocken zum Camp.

    Roosta Puhkeküla Elbiku in 91200 Noarootsi vald





    Von Tallinn geht es über eine Umleitung durch einen schlammigen Feldweg zum nächsten Ziel. Ein wunderbares Camp unter Bäumen, ganz nah am Meer, mit WiFi, herrlichen Duschen und Sanitäranlagen.


    Nach Helsinki, Tallinn und auch noch nach den elf Tagen in Petersburg finden wir 100 Kilometer südwestlich von Tallinn die ruhige Oase Elbiku Küla, 30 Schritt vom Meer. Mima pflückt Blaubeeren, mich verbindet WiFi wieder mit der Welt. So kommt jeder zu seinem Vergnügen. Während meine Frau für das morgendliche Müsli genug Blaubeeren gessammelt hat, mir das Bad im Meer frischen Schwung verleiht hat, inspirieren mich die Informationen im Netz zu eigenen Gedanken und dieser Geschichte.

    Sonniger Urlaubstag am Meer


    Willy hat auf ein ausrangiertes Feuerwehrauto einen Bundeswehr-Shelter aufgebaut. Zweieinhalb Jahre hat er an seinem Allrad-LKW geschraubt, mit dem er 2018 ein freies Jahr durch Südamerika dieseln will. Mit 550 Litern in Tanks an beiden Seiten kann er bei einem Verbrauch von 20 Litern/100 Kilometer seinen 10 Tonner schon ein gutes Stück weiter bringen.


    Mich bringt mein Fahrrad weiter, wenn wir im Auto wohnen, kochen, essen und schlafen. Die Villa am Wegrand stellt ein einladendes Bett vor den Zaun. EinDaimler Allrad gehört in Estland wie überall zum gehobenen Fahrvergnügen.


    Wer Bus fährt, den schützt ein Strohdach an der Haltestelle vor Sonne und Regen.


    Mit viel Meer, Wald und Wiesen bei wenigen Menschen gilt Estland für mich als geruhsames Urlaubsland. 




    Das Fischerboot trägt als Kennung ein ganz probates Zeichen: "LMA"


    Gut aufgeräumt liegt der Kahn "LMA" am Kai.



    Die Kapelle von Roselepa liegt am Weg zum Fischerhafen Dirhami, der mit EU-Gelder gefördert ist.


    Ein Wrack am Weg rostet noch ein paar Jahrzehnte, bis es zusammenfällt.


    An das kalte Meerwasser kann man sich gewöhnen. Bei Sonnenschein lässt es sich gut aushalten am Strand.


    Ein lauschige Hütte mit Meerblick erscheint zumindest an diesem sonnigen Tag im August wie ein Traum.


    Ein Rehbock huscht im Wald in seine Deckung, große Vögel fliegen in Scharen über uns.



    Der Reifen "made in the USSR" mit den Maßen 12 x 18 hat einen langen Weg hinter sich und keinen mehr vor sich.


    Der Leuchtturm an der Spitze von Spithami mit Blick auf die Insel Osmussäare ist ein Treffpunkt für Estländer und Touristen.


    Das Boot müht sich mit Motorkraft in den etwa 35 Kilometer entfernten Hafen von Haapsalu, unserem nächstes Reiseziel.

    Die Namensschilder fehlen fast vollständig, doch die Kreuze halten schon mehr als 100 Jahre lang Wind und Wetter aus. Nur die Gewalt von Vandalen biegt das alte Eisen.
    Apropos Friedhof: Das bringt uns nochmal auf das Thema gender studies und das Diskussionsforum von Blog-FAZke Don Alphonso zurück.

    Fazke Don Alphonso restauriert alte Rennräder, mit denen er über Berg und Tal prescht, lässt Gemälde von Damen in Öl aus vergangenen Jahrhunderten restaurieren, verwaltet Mieteinkünfte seiner Münchener Alstadtwohnungen und pflegt seine CSU-Kontakte, und logiert standesgemäß in einer mittelalterlichen Mönchsklause, die er mit seinem durstigen Daimler-Sportwagen, einer Sammlung restaurierter Rennrädern und Damen in Öl teilt.

    Anders Der Kleine Akif:"Fickt euch!"

    Der deutsch-türkische Großschriftsteller ist ein Freigeist und Einzelkämpfer. Er scheut keinen Konflikt mit Niemanden und lebt nach der Devise

    "Fickt ihr mich, fick ich euch!"

    Fragt sich, wie lange der Kleine Akif Lust und Kraft zum Ficken hat?e


    Dies mollig wollige Früchten hat Der Kleine Akif bei Bento aufgerissen, das mehr noch als Angela von SPON in sein Beuteschema der 20jährigen Kunststudentinnen passt.


    Dies Mädchen, Frau zu schreiben fällt angesichts ihres verspielten Gehabes schwer,  an ihrem Geschreibsel arbeitet sich Akif ab, erinnert Akif - wie mich und vergleichbar Empfindende - an den fulminanten Schlußsatz, den Akif der Süßen für ihr Pussy-Album kredenzt.


    Als sich noch um die Wurzel allen Sinnes und Trachtes alles drehte, ging es nur und immerzu darum "Fickt euch!"   Das Ergebnis des Wiederaufbaus besang das Wirtschaftswunder mit der bezeichnenden Zeile:

    "...der deutsche Bauch erholt sich auch und wird schon sehr viel runder..."

    Aus diesem sich rundenden Bauch, nach all der Vater schweißtreibendem Mühen im Sinn des Jahrzente später erschienenden Bestsellers "Shade of Grey",  purzelten wir dann als erste Nachkriegsgeneration. Wir sind mittlerweile auch schon wieder ergraut und in die Jahre gekommen. Nur der Kleine Akif erinnert noch unverdrossen an diese unsere Basis aller Dinge, dies fundamentale "Ficht euch!"...   in Sinn, Stil und Zweck:
    Der Kampf der Geschlechter ist die Mutter aller Männer. Neue Männer braucht das Land, um den
    Krieg als Vater aller Dinge zu führen, wie Heraklit erkannte:

    Der Krieg ist der Vater aller Dinge und der König aller. Die einen macht er zu Göttern, die anderen zu Menschen, die einen zu Sklaven, die andern zu Freien.
    Sich auf Seiten der Sieger zu stellen, gewährt die besten Chancen für Befruchtung und Brut. Ausnahmen von der Regel sind selten. Das Ergebnis der Wahl ist ein sicherer Endsieg.


    So selten sind mutige Ausnahmen! Was bleibt denn Dissidenten wie dem Kleinen Akif?


    Unsere Reise geht




    zur Raute des Grauens....


    P.S.:
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    Jetzt geht es im Eiltempo Richtung Heimat. Von Tallinn bis ins polnische Popowo-Letnisko lassen wir uns noch neun Tage Zeit. Doch die Etappen werden länger und anstrengender. Wir müssen vom Modus der Urlauber in den der Fernfahrer umschalten.



    Ein Strecke von 1800 Kilometer in sieben Tagen runterzureißen, ist für uns Hetze. Bislang haben wir uns für etwa 3000 Kilometer sieben Wochen Zeit gelassen. Die letzte Strecke von Helsinki über Tallinn nach Elbiku berichtete von genussvollem Reisen mit vier Tagen Ruhe. Auch die 40 Kilometer von Elbiku zum Kurort Haapsalu in Estland war ein Katzensprung. Haapsalu hat als ehemaliger Kurort den Zaren begeistert. Eine himmlische Ruhe und Stille spürt man in Haapsalu, wo immer noch Schlammkuren heilen. Tschaikowski hat dort Werke komponiert. Daran erinnert eine "Tschaikowski-Bank", in deren Lautsprecher sanft seine Komposition erklingt.


    Einst war der Bahnhof, den der Zar für seine Erholungskuren von Tallin bis Haapsalu finanzierte, berühmt.


    Zu damaligen Zeiten glänzte das Bauwerk mit dem längsten überdachten Bahnsteig in Europa, noch vor Paris.


    Einst hatte Haapsalu einen längeren, überdachten Bahnsteig als selbst das mondäne Paris.


    Mittlerweile ist die Strecke Haapsalu Tallinn unter Protest der Bevölkerung abmontiert. An die glanzvolle Vergangenheit schnaufender Dampfloks erinnert ein Eisenbahnmuseum.



    Alte Motorradfahrer erinnern sich dieser Einzylindermotoren. Damit bringt es dieser Eisenbahnkarren immerhin auf 50 km/h.




    Nach etwa vier Millionen Kilometer Laufleistung rosten nun diese Maschinen ihrem Ende entgegen.




    Bei diesen Bildern vom Eisenbahnmuseum am frühen Morgen vor unserer Abreise von Haapsalu verbirgt sich die Sonne noch hinter Wolken.


    Die Anhänger verrotten schneller als die Lokomotive, vielleicht weil sie weniger gewartet wurden.


    Dieser Turm versorgte die Dampfloks mit Wasser. Die Mitarbeiter wohnten direkt am Bahnhof und konnten sich in einer Sauna erfrischen. Einst herrschte viel Betrieb, wo heute das Kraut wuchert.

    Doch die größte Attraktion von Haapsalu ist seine mittelalterliche Burganlage. Vom Burgturm überblickt man die herrliche Gegend mit dem Hafen, der alten Stadt und viel, viel Wasser ringsum.





    Ein Gedanke wie "teacher leave the kids alone" war in alten Zeiten undenkbar. Wer im Klerus oder im Dienst des Adels Karriere machen wollte, unterlag einem gnadenlosen Drill.Und heute?

    Der Pauker legt den Prügel nieder,
    schnüffelt hoch beglückt am Flieder.





    Spenden müssen reichlich in diesen Tresor geflossen sein, der  "Opferstock" gleicht eher einem "Opferbaum".



    Der Aufstieg zum Burgturm führt über eine so enge Wendeltreppe, dass der Handlauf hoch über den Köpfen Halt gibt.


    Doch von den Zinnen des Burgturms überblickt man Haapsalu, in der wenige Autos die Stille stören.


    Wie ein skelettierter Knochen ragt eine Mauerstrebe in die Höhe.


    Dass wir an dieser Oase der Ruhe bei schönem Wetter nur einen Tag verweilen, ist einfach zu wenig.


    Heute noch zeugt das Kurhaus in Haapsalu von einstiger Größe und Pracht.


    Immerhin bereiten wir uns mit einem Bad am einsamen Meer und einem geruhsamen Spaziergang durch die Kurzone auf die Rückreise vor.


    Adieu Happsalu!



    Ein Camp, welches dem Auto von Bäumen Halbschatten bietet, durch den die Antenne dennoch zum Satelliten blinzelt, dazu WiFi vom Haus, so einen Platz nach nur eine Nacht zu verlassen, fällt schwer.

    Tuja in Lettland


    Die 260 Kilometer von Haapsalu nach Tuja haben wir nach dem Frühstück und Besuch des Eisenbahnmuseums schnell hinter uns gebracht. Der Platz überrascht uns mit seiner Pracht, einem Standplatz mit Blick auf das Meer.



    Die einzige Durchfahrt durch Pärnu, das größer ist, als wir bei unserem Hinweg und Aufenthalt dort auf dem Camp, gedacht hatten, war ohne Stau erledigt. Zudem haben wir vor Pärnu noch einen beschaulichen Platz am Meer gefunden, der uns zum Baden nach dem Essen animierte.

    Also kamen wir noch recht ausgeruht und erfrischt in Tuja an. Dort fanden wir einen paradiesischen Platz mit Blick auf das Meer. Für das baltische Meer war es für uns nach Finnland geradezu ungewohnt warm. Mit einem weiteren Meerbad und dem Blick auf die untergehende Sonne vor uns konnten wir früh bis zum Morgengrauen schlafen. Zu unserem Erstaunen wachsen an einer südlich sonnigen Wand sogar Weintrauben - gräßlich grün und ungenießbar.


     

    Gleich nach dem Frühstück an diesem herrlichen Platz sprangen wir wieder ins Meer. Alle schlafen noch, der Tee war noch warm nach dem Bad und schon ab 8.00 Uhr in der Früh kutschierten wir wieder südlich Richtung Riga. Die Durchfahrt durch Riga beanspruchte nach soviel einsamen Strecken mit mittlerweile ungewohnten Staus meine Geduld. Doch immerhin hatten wir neuen Diesel und Gas zuvor gebunkert. Der Diesel bringt uns jetzt durch Lettland und Litauen nach Polen. Mit dem Gas kochen und kühlen wir bis ans Ende unserer Reise und noch darüber hinaus.


    Berg der Kreuze





    Das Tagesziel Siauliai ist schon gegen Mittag zu erreichen. Vor Siauliai wollen wir den "Berg der Kreuze"bestaunen, den beispielsweise Wiki in einer längeren Abhandlung beschreibt. Ob wir dann nach dieser Sehenswürdigkeit schon in Siauliai Quartier machen oder noch einige Kilometer mehr abreißen, entscheiden wir nach unserer Kondition. Jedenfalls macht auch diese Rückreise im Schnellgang bislang viel Spaß und erfüllt mein Motto "Rentners Rummelplatz Reisen". Und Merkelmania kann mich mal!  







    Wer nur ein wenig intakte Antenne hat, ein wenig nur sich mit seinem inneren Kompaß und dem Rauschen und Raunen im Innern verbindet, kann sich dem hypnotischen Zauber solcher Orte kaum entziehen. Es sind diese Orte, in denen Gläubige in eine Richtung denken, fühlen und handeln. Orte wie Massenaufmärsche auf prachtvollen Plätzen, egal ob dem Roten Platz, dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking oder im Vatikan und sicherlich auch Mekka.









    Merkelmania

     

    Es ist zwecklos! Gegen eine kollektive Hypnose kommt nichts und niemand an. Die kollektive Hypnose endet erst, wenn sich ihre Vergeblichkeit herausgestellt hat.



    Ja und? Was juckt es denn die Masse der Schleimlecker und der Küss-die-Hand-Marionetten? Den Luxus der Freiheit, die Kraft zum aufrechten Gang ist Privileg einer verschwindend geringen Minderheit. Dazu gehören Rentner, die aus dem Rattenrennen aussteigen durften, dazu gehören Hartz-IV-Versorgte, die keine Karriere mehr erhoffen, dazu gehören auch Selbstständige, die ohne Rücksicht auf Verluste ihre Position behaupten. Der Rest? Ist Schweigen!




    US-Interview mit Stürzenberger zum Skandalurteil in München 10 Min 30 Sek.
    https://www.youtube.com/watch?v=oW58z8WHAJo

    Der deutsche Dödel steht belämmert da mit dem Schwanz-in-der-Hand und sorgt sich schrecklich, nicht mit "Hasskommentaren" dem Büttel der "Maas"nahmen anheim zu fallen. Schlafschafe blöken am 4. September zur Urne und inthronisieren die Raute des Grauens zur Leitkuh auf Lebenszeit.





    Der Totalitarismus der Merkelmania dämonisiert, diffamiert und zensiert.



    Was Reiner Arlt dort als geschichtlichen Vergleich so treffend beschreibt, trifft in Konsequenz den Kern der Sache: Erst wenn die Kakophonie chaotisch zur kriegerischen Krise kulminiert, ist ein Zusammenbruch – analog zum verfilmten „Untergang“ – zu erwarten.

    Eine Aktion in Marburg nach den Morden in Barcelona


     Was bringt es sich aufzuregen? Nichts! Entspannt seine Tage genießen, fröhlichen Herzens heitere Textchen verfassen – worin unser verehrter Philolaos es zur Meisterschaft gebracht, schon daraus ersichtlich, dass diese Arbeit gleich dreimal weiter in anderen Blogs erscheint, das entlastet Autoren wie Leser von dem unerträglichen Druck, der sich aufbaut vor – ja vor – dem UNTERGANG!



    Solange wird das „System Merkel“ weiter wuseln und wursteln, ein links-grün-weiß-blau versiffter Mob sich an Macht und Pfründe klammern, bis alles in Scherben liegt. Was soll’s? Machen wir weiter wie bisher und immer – ein jeder auf seine Art. Es liegt dahinter ein Masterplan, den zu erkennen niemandem möglich. Gruss vom Meer in Lettland, einem wunderbaren Platz mit Seeblick … und dennoch jetzt zurück.... in Eile...




    — und in der traurigen Gewißheit, dass eher Satire Fakten darstellt, als dass Fakten die Lage aufklärend erklären.




    Viele trösten sich mit Galgenhumor über die willkürlichen Facebook- und YouTube-Sperren. Doch Zensur vernichtet eine ohnehin schon schwache Opposition gegen die Merkelgermanische Hypnose. An dieser Hypnose arbeiten Politik, Klerus, Kunst wie Wirtschaft gleichermaßen.


    Menschen trösten sich mit witzelnden Karikaturen, was einige entspannt, die Mehrheit hypnotisierter Mitläufer nicht anspricht.



    Nutznießer im System der Asylindustrie kämpfen um ihre Pfründe, hypnotisierte Schlafschafe trotten im gleichen Schritt und Tritt, bis der zur Waffe umfunktionierte Mietwagen ihren Schlafspaziergang in mörderischem Aufprall zertrümmert.


    Eine Aktion der Identitären in Marburg, welche Kreuze mit Inschriften der Orte von Terrortaten aufstellten, die Gutmenschen schnell  beseitigten .





    Die Träumer alimentiert von Hartz-IV, die sich dem Berufsleben mit aller Energie und Chuzpe entzogen haben, erfreuen sich an romantischen Grillabenden auf öffentlichen Plätzen wie an einer Großsippe im Münchener Ostpark.


    Echokammern der eigenen Meinung akzeptieren keine Opposition. Echokammern filtern Opposition aus. Darin sind Zensoren und Inquisitoren aller Zeiten und Orte gut und geübt.

    Wo sich Menschen in Massen aus dem hypnotischen Zug der Schlafschafe lösen und lautstark Widerstand organisieren, müssen Medien dies berücksichtigen und beschreiben.


    Von Litauen quer durch Polen nach Deutschland



    Genug von der Merkelmanie! Vom Berg der Kreuze in Siauliai haben wir es noch bis nach Marijampole geschafft. Uns bringen diese 450 Kilometer bei Hitze an unsere Grenze. Das Camp in Marijampole ist zwar von Wasser umgeben. Das Schwimmen zwischen hüpfenden Fröschen macht Spaß. Leider kann man das Wasser am Camp Marijampole nicht trinken. Es ist brackig, halb salzig und gelblich, also ungenießbar. Wir wollten Freitag ruhen, doch nach dem Essen fühlten wir uns frisch für eine weitere Strecke über die Grenze nach Polen.


    Vor der polnischen Grenze stehen wir in Litauen etwa eine Stunde lang im Stau. Der Blechwurm rückt nur alle drei Minuten um einige hundert Meter weiter, um dann wieder für mehrere Minuten bei 30 Grad im Schatten zu brüten. Allerdings hat das nichts mit der Grenze zu tun. Auf der litauischen Seite wird ein Fahrbahnstreifen erneuert, weswegen immer nur eine Spur durch die Ampelphase kommt.

    Endlich haben wir Polen erreicht, beladen uns im Kaufland von Suwalki mit Lebensmittel und fahren etwa 15 Kilometer weiter durch wunderbare Kiefernwälder zu einer bezaubernden Seenlandschaft: Gawrych Ruda heißt das Naturcamp, was einmalig schön ist.

    Der Platz heißt Gawryn-Roda. Hier warten wir mit Seeblick und Baden ab, bis der Abend endlich Schatten wirft. Die Uhr stellen wir in Polen wieder eine Stunde zurück, haben jetzt also wieder die deutsche Zeitzone.


    Obgleich dieses Naturparadies nur 15 Kilometer von Suwalki entfernt liegt, obgleich es ein Freitag nachmittag ist, vergnügen sich nicht viele Menschen am Strandbad.


    Das Camp Gawrych Roda versorgt uns mit einem guten Abendessen. Die Bäder morgens und abends im See, das gute Essen brauchen wir auch für die weitere Fahrt.


     

    Aus dem Schornstein des Gasthofes steigt dunkler Rauch auf, der wie ein Wolkenschatten über den See zieht.


    Die 250 Kilometer von Gawrych-Ruda nach Popowo-Letnisko haben wir uns leichter vorgestellt. Die Feuerwehr hat eine Straße in Grajewo gesperrt. Die Umleitung über holprige Nebenstraßen zieht sich mehrere Kilometer. Kilometerweit entstehen vor Warschau neue Schnellstraßen. Der Blechwurm quält sich durch gestaute Nebenstrecken. Zum Glück kommt erlöst uns der Regen ab Nachmittag von der schwülen, drückenden Hitze.


    Das Camp Nr. 34 in Popowo-Letnisko begeistert uns durch östlichen Charme der 90iger Jahre. Es gibt allerdings für 40 Zloty, keine 10 Euro, Strom, WiFi und brauchbare Sanitäranlagen.


    Unterschied zwischen Garmin und TomTom-NaviDie polnische Karte weist Camps mit Koordinaten und Straßennamen aus. Das Garmin führt uns mit den Koordinaten zielgenau in das Waldgebiet über einen Feldweg zum Ziel. Das TomTom fantasiert bei den angegebenen Koordinaten uns zu einem Platz, 10 Kilometer vom Ziel entfernt.

    Zudem weist das Garmin wertvolle Informationen wie Höhe und Himmelsrichtung aus. Das belustigt zwar manchmal, wenn das Gerät "-10 Meter" meldet, ist ansonsten aber hilfreich, genau wie die Angabe der Himmelsrichtung, in die man fährt.


    Das Camp in Popowo-Letnisko bucht kaum einer mehr, 30 Kilometer nördlich von Warschau. Wir stehen allein in herrlicher Ruhe dort zu einem Drittel des Preises vom Warschauer Camp.

    Bald 350 Kilometer von Popowo-Letnisko nach Kluszbork Bakow waren ein harter Ritt. Anfangs ging es flüssig durch Warschau auf großen Autobahn, fast vollkommen frei am Sonntag morgen. Dann erleichterte Regen die Fahrt, kühlte das Auto angenehm ab. Bis Wielung war die Fahrt stressfrei. Dann verfranste wir uns mit den Navi-Angaben auf drittklassige Nebenstraßen, die höchstens mit 40 km/h im vierten Gang nur zu befahren waren. Das Pflaster schüttelte uns gehörig durch.

    Um vom Straßenstress auszuspannen, kann man sich an polnischen Raststätten für wenig Geld gute Gerichte leisten.


    Von Lubnice, einem Nest ohne Gesicht, gelangten wir nach Byzyna in der Hoffnung, eine größere Straße zum Ziel zu finden. Byzyna überraschte uns mit einer alten Stadtmauer, einem hohen Turm, einer sicherlich wuchtig wichtigen Geschichte. Mehr wird mir Wiki, mein Reiseführer, erklären. Doch Wiki weiß nichts von Byzyna, nur etwas von Byzanz.








    Byzyna liegt von Google und Wiki vergessen irgendwo im Nirgendwo - kurz vor Kluszbork. Dorthin gelangen wir endlich gegen Nachmittag an das freundlichen Camp Kluszbork Bakow, Nummer 23. Der Preis von acht Euro mit Dusche und Strom war mehr als gering. Leider wollte sich WiFi, obwohl vorhanden, nicht zur Mitarbeit bewegen lassen. Dafür radelten wir vier Kilometer über einen sandigen Radweg in das verschlafene Bakow mit seiner ansehnlichen Schrotholzkirche. Schrotholz erklärt mir Wiki als Kanthölzer mit einer speziellen Technik des Fällens und Bearbeitens. Aus Schrotholz bauten die Menschen damals auch ihre Häuser. Alte Zeiten, alter Zauber.



    Dass die Menschen sich vor einer Kirche aus Holz mit einem Heiligen der Feuerlöschzunft gut stellen, ist verständlich.


    Wer mehr von Schrotholzkirchen wissen will, findet bei Wiki umfangreiches Material.


    Schon die Technik, Schrotholz zu produzieren, ist eine eigene Abhandlung bei Wiki wert. Schließlich wurde Schrotholz Jahrhunderte lang in Häusern und eben wie in dieser Kirche verbaut. Heute kennt kaum jemand mehr das Wort.


    Mit untergehender Sonne radeln wir über den schlüpfrigen Sandweg durch ruhige Wälder und Felder zu unserem Camp zurück. Der nächste Tag in Polen stellt uns bis Swidnica mit 150 Kilometern vor vergleichsweise geringe Anforderungen.


    Im morgendlichen Kluszbork finden wir in einer Sackstraße einen Parkplatz. Stephanie will noch Beute in einem Kleiderladen machen.


    Den finden sie in diesem Eckhaus, welches nur zwei Mal in der Woche morgens öffnet und Altkleider nach Gewicht verkauft. Für etwa 11 Euro kauft sie dort eine wetterfeste Jacke für die Gartenarbeit.


    Von Kluszbork nehmen wir dann die Straße unter die Räder, leisten uns Richtung Breslau-Wroclaw auch für etwa 60 Cents ein Stück Autobahn, bevor wir über Landstraßen unserem Ziel Swidnica entgegen streben.


    Vor dem Ziel leisten wir uns im feudalen Hotel Maria ein oppulentes Mahl, denn an Zeit und Geld mangelt es nicht.

    Swidnica


    Das Camp in Swidnica, Niederschlesien, begeistert mich. Endlich stimmt alles: WiFi, SAT-TV, Sanitär-Anlagen, sogar ein Schwimmbad ist im Preis von 10 Euro eingeschlossen. Swidnica lockt mit dem Welterbe Friedenskirche. Das ist die weltweit größte Holzkirche aus der Barockzeit. Die Lutheraner mussten nach Ende des 30jährigen Krieges die Kirche nur aus Holz, Sand, Stroh und Lehm in einem Jahr errichten. Das schafften die Menschen in 10 Monaten, verbauten dabei 2000 Eichen und schufen einen Raum für 7000 Menschen, 3000 davon mit Sitzplätzen.


    Wer die großen Kathedralen aus Stein gewöhnt ist, steht anfangs etwas verloren vor dem Gebäude. Doch dann springt schnell der Zauber über, der ein großes Staunen beim Betrachter bewirkt.


    Für einen in Polen vergleichsweise stolzen Obulus von 10 Zloty, etwa zweieinhalb Euro, hält uns diese unglaubliche Konstruktion für mehr als eine halbe Stunde gefangen.








    Bei Wiki findet der Betrachter, den die Bilder neugierig gemacht haben, mehr zu dem wunderbaren Bauwerk mit der geradezu hypnotischen Auro. Meine Liebe für Fachwerkhäuser mit ihren Balken, Farben und Formen ist hinreichend mit vielen Bildern dokumentiert. Den größten Fachwerkbau einer Kirche findet man in Swidnica. Es ist dies bedeutendste Sehenswürdigkeit in Schlesien. Wer das gesehen hat, versteht die Sehnsucht nach ihrer Heimat in den Schlesiertreffen erst.


    Mein erster Besuch in Schlesien soll nicht mein Letzter gewesen sein, obgleich Versprechen für die Zukunft Lügen im Hier-und-Hetz sind - politisch betrachtet jedenfalls.


    Einen Kirchturm durften die Protestanten erst etwa 150 Jahre später und etwa 70 Meter entfernt von der Fachwerkkirche hinstellen - auch der mit eindrucksvollem Fachwerk.


    Swidnica ist eine Reise wert!



    Katholische Glaubensbrüder konkurrieren mit Ende des 30jährigen Krieges friedlicher mit der protestantischen Konkurrenz. Die Stadtpfarrkirche in Swidnica zeugt davon als Kathedrale, wie diese mittelalterliche Baumeister überall in Europa errichteten.

    Nun geht es von Swidnica über Jelina Gora, dem einstigen Hirschberg im Riesengebirge, über Bautzen noch zu einem kurzen Abstecher ins tschechische Franzensbad nach Bamberg. Asiatische Handwerker in Tschechien produzieren und verkaufen dort an der Straße Vogelhäuschen, welche der Besucher des Bamberger Weihnachtsmarkt dann bei meinem Marktweiblein kaufen kann. Der Gewinn hält sich dabei in engen Grenzen, doch wir genießen unsere Fahrten und müssen irgendwann....




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    Zwei Monate Reisen haben uns nach Fünfeinhalbtausend Kilometer mit 550 Litern Diesel wieder glücklich heim gebracht. Rund 2000 Euro für Camps, Diesel, Gas und Schiffstransfer haben uns nicht arm gemacht, unseren Blickwinkel bereichert. Messermörder, Totfahrer, Kalaschnikow-Killer schreiben ein blutiges Menetekel: Der Kriegsindex steigt.

    Blogberichte der vergangenen Wochen verarbeiteten die Flut von Eindrücken und Gedanken.

    22.08. Von Estland, Lettland, Litauen, Polen nach Merkelmania
    15.08. Kampf der Geschlechter ist die Mutter aller Männer
    10.08. Aus Helsinki Provo-Propaganda für Bunt- und Braun-Blödel
    06.08. In Finnland vom Winterkrieg, Holodomor und Entkulakisierung

    01.08. Vom Petersburger Kriegsflottenfest nach Wyborg
    29.07. Zweite Petersburger und Peterhofer Phantasie
    25.07. Petersburger Phantasie
    20.07. Flucht nach Russland aus Spießerland
    14.07. Litauen, Lettland, Estland
    08.07. Blick von Warschau auf Hamburger Ghettos
    06.07. München - Bamberg - Bautzen - Breslau
    29.06. Vor der Russlandfahrt von Finis Germania


    Dieser Bericht greift ein Zitat von Gunnar Heinsohn auf, welches traumverlorene Gutmenschen aus haltlosen Halluzinationen holen sollte, sofern sie dies wollten.


    „Weltweit jährlich 40 Millionen Hungertote. Ein nur noch in Megatonnen ausdrückbares Produktionsvolumen an menschliches Aas. Solche Größenordnungen haben selbst Hitler und Stalin gemeinsam nicht zuwegegebracht. Das ist die Proportion, um die es sich handelt. Das ist die Rechnung, mit der wir konfrontiert sind. Daß sie durch Spendenaktionen zu begleichen sei, kann nur ein Narr behaupten.“  - Gunnar Heinsohn


    Was Prof. Heinsohn als renommierter Gelehrter feststellt, wird die meisten Leser entnervt diesen Blog wegklicken lassen. Der Stoff ist "too much". Doch wer sich weiter in die Gedankenwelt von Heinsohn einarbeitet, kommt über den von ihm erforschten "Kriegsindex" zu einer weiteren logischen Folge, die flapsig formuliert wie eine "Mathematik des Mordens" erscheint.



    Diese Bildschirmfotos aus dem Vortrag von Heinsohn bei YouTube prognostizieren eine unausweichliche Entwicklung, sofern nicht zuvor schon katastrophale Krisen zum Krieg kulminieren.



    Heinsohn erklärt kriegerische Zusammenhänge wie die Spanische Eroberung Mexikos
    oder die Vernichtung von Indianern imMassaker von Wounded Knee



    Meine flapsige Formulierung "Mathematik des Mordens" leitet Heinsohn aus der Bevölkerungsstruktur ab. "Überzählige" junge Männer finden Macht und Ansehen im Kampf um siegreiche Beute. Hinterliebene ehren gefallene Kameraden mit Sprüchen wie "süß und ehrenvoll ist es, für's Vaterland zu sterben (Dulce et decorum est pro patria mori)." 



    Die Militärmaschinerie gewinnt mit der "Mathematik des Mordens". Eine hohe Fertiliätsrate gleicht den Verlust "überzähliger", junger Männer schnell wieder aus.



    "Überzählige junge Männer" gleichen den Verlust an "Menschenmaterial" aus. Bei niedrigen Fertilitätsraten im vergreisenden Europa fehlen "überzählige junge Männer", um mit der "Mathematik des Mordens" zu gewinnen.



    Anders in Afrika und Nordafrika: Dor reproduziert eine hohe Fertilitätsrate für die "Mathematik des Mordens" den nötigen Nachschub an "überzähligen jungen Männern."




    Heinsohn vergleicht in der "Mathematik des Mordens" die einst erfolgreich expandierenden "Christianisten" zwischen 1485 bis 1915 mit den derzeit erfolgreich expandierenden Islamisten zwischen 1900 und 2015 bis heute. Die Reproduktion von Muslimen ist um ein Vielfacher höher gegenüber den Europäern. Dies verspricht den Migranten in der "Mathematik des Mordens" einen großen Gewinn im Gastland, deren Gastgeber sie als "Ungläubige" verachten.



    Die "Mathematik des Mordens" rechnet die Getöteten, den "body count"  höher und höher. Wo der Geburtenüberschuß für Nachschub an Kriegern sorgt, wüten Kriege wie in Afghanistan über Jahrzehnte weiter, gleichgültig ob unter russischer, amerikanischer oder europäischer Einmischung.



    Wo eine hohe Reproduktionsrate den Kriegsindex erhöht, rollen nach Heinsohns "Mathematik des Mordens" unausweichlich die Köpfe.




    Die Migration "überzähliger, junger Männer" in europäische Gastländer erhöht dort den Kriegsindex. Neu in der Geschichte ist, dass diesmal unbewaffnete Männer eine zur Gegenwehr unwillige und unfähige Gesellschaft übernehmen.




    Gunnar Heinsohn – Unbewaffnete übernehmen Europ, 53 Minuten
    https://www.youtube.com/watch?v=S_EWjvQ9O1U&feature=youtu.be


    Heinsohn attestiert Gesellschaften wie der Deutschen kollektiven Selbstmord, weil der Reproduktionsfaktor den Bestand der eigenen Art nicht mehr gewährleistet. Migration soll eine vergreisende und abnehmende Gesellschaft soll verjüngen und erneuern.


    Denis Yüzel, derzeit in türkischer Haft, schrieb in der taz mit Spott und Hähme über den Niedergang der Deutschen im eigenen Land.






    Des weiteren sorgen Juristen wie mit Artikel 33 der Genfer Flüchtlingskonvention dafür, dass sich Flüchtlinge in Gastländern einbürgern, weil in ihren Herkunftsländern - flapsig formuliert - die Gefängniszellen nicht unserem Standard entsprechen. Artikel 33 der Genfer Flüchtlingskonvention zementiert die Rechtsstellung der Flüchtlinge zum Nachteil derer, "die schon länger hier leben":

    Keiner der vertragschließenden Staaten wird einen Flüchtling auf irgendeine Weise über die Grenzen von Gebieten ausweisen oder zurückweisen, in denen sein Leben oder seine Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit. seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung bedroht sein würde.
    Da nun fast nirgendwo die Gefängniszellen so komfortabel sind wie in Buntschland, oder da Autokraten mit Mördern kurzen Prozeß machen, oder da Migranten in ihren Herkunftsländern keine Sozialhilfe wie bei uns erhalten, bleiben die meisten Migranten eben in Buntschland. Und das ist ihr Recht. Solange es Buntschland sich leisten kann, gewinnen Migranten mit Buntschlands Boden unter ihren Füßen lebenslange Fürsorge. Das ist ihr Recht.


    Satiriker lassen ihr Publikum darüber lachen, doch "die schon länger hier leben" zahlen. Es zahlen weniger Politiker, Philosophen, Soziologen, Juristen, Kleriker und Künstler, welche die Migration befürworten, denn auch diese versorgen Arbeiter, Bauern und Angestellte der produzierender Betriebe.



    Prof. Gunnar Heinsohn berechnet die Kosten für Flüchtlinge - anders als erwartet, gewohnt und sonst wohl berichtet.